DHB-Vizepräsident aus Oerlinghausen: Carsten Korte. Foto: DHB / Sascha Klahn - © DHB/Sascha Klahn
DHB-Vizepräsident aus Oerlinghausen: Carsten Korte. Foto: DHB / Sascha Klahn | © DHB/Sascha Klahn

Neue Serie, Carsten Korte Vom Oerlinghauser Kreisläufer zum DHB-Funktionär

Der ehemaliger Spieler des TSV ist Vize-Präsident des Deutschen Handballbundes

Jan Felix Effertz
14.02.2019 | Stand 14.02.2019, 10:55 Uhr

Oerlinghausen. „Ich habe mich von Stufe zu Stufe nach oben gearbeitet“, erzählte Carsten Korte nicht ohne Stolz in der Stimme: Mit sieben Jahren begann der inzwischen 48-Jährige seine Handball-Laufbahn. Als Spieler war der einstige Kreisläufer zuletzt beim TSV Oerlinghausen aktiv. Dort übernahm er schon früh Verantwortung. Zunächst als Trainer diverser Jugendmannschaften, später coachte Korte sogar die erste Herrenmannschaft. Im Laufe der Zeit entstand der Kontakt zum Handballkreis Lippe. »Ich habe kurzfristig meinen Hut in den Ring geworfen« Auch hier brachte sich der Paderborner leidenschaftlich ein und engagierte sich ehrenamtlich als Trainer von Auswahlmannschaften sowie in der Funktionärsarbeit. Über den damaligen „Bezirk Ostwestfalen“ – die nächste Stufe seines Werdegangs – bot sich für Carsten Korte schließlich die Möglichkeit den Schritt in den westfälischen Landesverband zu wagen. Hier setzte Korte sich vor allem für sein Steckenpferd, die Jugend, ein. Es folgten erste Kontakte zur obersten Ebene des deutschen Handballs – dem DHB. Neben seiner Tätigkeit in der Jugendspieltechnik im Landesverband wurde der eigentliche Berufsschullehrer fester Bestandteil des bundesweiten Funktionärswesens. Bis heute ist Korte erster Vorsitzender des im Jahre 2008 gegründeten Jugendspielausschuss, welcher sich unter anderem für die Einführung der Jugend-Handball-Bundesliga verantwortlich zeichnet. »Magnus bringt mich immer auf den neusten Stand« Nach vielen Jahren der Arbeit auf Landes- und Bundesebene ergab sich 2015, aufgrund struktureller Veränderungen im Vorstand des DHB, die Chance für den Posten des DHB-Vizepräsidenten des Ressorts „Amateur- und Breitsport“ zu kandidieren: „Ich habe kurzfristig meinen Hut in den Ring geworfen und prompt wurde ich gewählt.“, erinnert sich Korte. „2017 wurde der DHB-Vorstand neu zusammengestellt und ich bekam abermals das Vertrauen meiner Kollegen. Jetzt bin ich bereits seit mehr als drei Jahren einer von neun Vizepräsidenten des Deutschen Handballbundes und kann auf oberster Ebene etwas bewegen. Das ist eine sehr spannende Aufgabe, obgleich ich es schade finde, dass das, was von hier aus in Gang gesetzt wird, nicht immer auch die breite Masse und damit die Basis des Handballs in Deutschland trifft.“ Der Kontakt zur Basis ist jedoch nie abgebrochen. In seiner Freizeit ist Carsten Korte noch immer für seinen Heimatverein aktiv. Als TSV-Schiedsrichter pfeift er mit seinem Gespannpartner Magnus Heywinkel Spiele bis zur Herren-Oberliga. „Magnus, der Jugendwart im TSV ist, bringt mich immer auf den neusten Stand. Natürlich weiß ich, dass die Herren um den Klassenerhalt in der Landesliga spielen und die Damen aus der Bezirksliga aufsteigen wollen. Ich drücke beiden Teams die Daumen und hoffe, dass sie ihre Saisonziele erreichen.“ ´ Neben seinem Werdegang berichtete Carsten Korte der NW von seinen Eindrücken der vergangenen Handball-Weltmeisterschaft und zeigt auf, wie die entstandene Euphorie genutzt werden kann, um die Sportart wieder populärer werden zu lassen. Mehr dazu lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben.

realisiert durch evolver group