Einsatz als Schiedsrichter: Carsten Korte (l.) und Magnus Heywinkel leiten hier eine Handball-Oberligapartie. archivFoto: Gottschlich - © Yvonne Gottschlich
Einsatz als Schiedsrichter: Carsten Korte (l.) und Magnus Heywinkel leiten hier eine Handball-Oberligapartie. archivFoto: Gottschlich | © Yvonne Gottschlich

Dreiteilige Serie (2), Carsten Korte DHB-Vizepräsident erhofft sich Mitglieder-Zuwachs

Ehemaliger Oerlinghauser Kreisläufer wünscht sich anhaltende Euphorie nach der Handball-WM

Oerlinghausen. Der in Dänemark und Deutschland ausgetragene Kampf um den Weltmeistertitel im Handball war ein voller Erfolg. Die mediale Präsenz, wie sie die deutsche Nationalmannschaft in diesen Tagen erfahren hat, gab es für den Handball lange nicht. Auch DHB-Vize-Präsident Carsten Korte, ehemaliger Kreisläufer des TSV Oerlinghausen, war grundsätzlich zufrieden mit dem Ablauf des Turniers. „Rundherum, muss man sagen, war das Turnier top organisiert. Die Hallenauslastung in Deutschland betrug 98,6 Prozent, da kann man guten Gewissens von ausverkauft sprechen.“, freute sich Korte über die Aufmerksamkeit, die man generieren konnte. „Das ist vor allem Marketing-Chef Thomas Zimmermann, aber auch den anderen Hauptamtlichen des Deutschen Handballbundes zu verdanken, die im Vorfeld der WM unglaubliche Arbeit geleistet haben. „Hieran merkt man, dass es sich lohnt, das Umfeld des Handballs – angefangen beim DHB – zu professionalisieren. Das was man hauptamtlich leisten kann, ist durch ehrenamtliche Arbeit kaum zu stemmen.“, lobt der DHB-Vize und wähnt den deutschen Handball auf dem richtigen Weg. Auch sportlich gesehen lief es für das deutsche Team um Kapitän und Weltstar Uwe Gensheimer lange wie am Schnürchen. Gestoppt wurde der Traum vom Titel dann jedoch im Halbfinale. „Natürlich war die Niederlage gegen Norwegen enttäuschend. Die Skandinavier waren allerdings einfach die bessere Mannschaft. Dazu hätte ein Sieg im Spiel um Platz 3 gegen Frankreich sicherlich ein runderes Bild abgeliefert.“ Das vom Deutschen Handballbund ausgelobte Ziel, sich immer unter den „Top 4“ platzieren zu wollen wurde dennoch erreicht. „Zusammenfassend lässt sich zum Sportlichen also sagen: Pflicht erfüllt, doch leider hat man sich nicht gekrönt.“, so der ehemalige Kreisläufer des TSV Oerlinghausen. »Platz als Ballsportart Nummer 2 festigen« Betrachtet man das große Ganze, so war das Turnier wichtiger Teil des Projektes „Perspektive 2020+“. Dessen Leitziele sind unter anderem sportlich erfolgreiche Nationalmannschaften zu stellen, starke Ligen zu bieten, die Professionalisierung des deutschen Handballs und die Mitgliederentwicklung. „Insbesondere im Hinblick auf die Mitgliederentwicklung war es entscheidend, Handball in Deutschland wieder in den Vordergrund zu rücken. Das brauchen wir, um unseren Platz als Ballsportart Nummer 2 zu festigen. Dahingehend war uns auch wichtig, den Handball – im Gegensatz zum Fußball – als bodenständig und nahbar zu präsentieren.“ Inwieweit der erzielte Gewinn aus der Weltmeisterschaft dazu eingesetzt wird, die Mitgliederzahlen in Deutschland wieder nachhaltig wachsen zu lassen, wird im Laufe der nächsten Wochen in den DHB-Gremien entschieden. Der Plan, um dieses Ziel zu erreichen, steht jedoch bereits seit Langem.

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