Der neue TSV Oerlinghausen: Die Bergzicken stehen vor der Handball-Bezirksliga-Saison 2018/19. Zum Team gehören: Trainer Günter Warkus (h.v.l.), Sanja Koch, Julia Schmitt, Gesa Schildmann, Miriam Emmeluth, Kim Tegtmeyer, Christina Klasing, Kyra Richter (v.v.l.), Mandy Herok, Benita Hilker, Lena Bonensteffen und Pauline Schenkemeyer. Auf dem Bild fehlen aus dem Kader: Torhüterin Lea Ostrop, Inga Teuber, Sarah Klemme, Flo Hess, Lea Klemme und Alina Rosenthal. Foto: Fabian Terwey - © Fabian Terwey
Der neue TSV Oerlinghausen: Die Bergzicken stehen vor der Handball-Bezirksliga-Saison 2018/19. Zum Team gehören: Trainer Günter Warkus (h.v.l.), Sanja Koch, Julia Schmitt, Gesa Schildmann, Miriam Emmeluth, Kim Tegtmeyer, Christina Klasing, Kyra Richter (v.v.l.), Mandy Herok, Benita Hilker, Lena Bonensteffen und Pauline Schenkemeyer. Auf dem Bild fehlen aus dem Kader: Torhüterin Lea Ostrop, Inga Teuber, Sarah Klemme, Flo Hess, Lea Klemme und Alina Rosenthal. Foto: Fabian Terwey | © Fabian Terwey

Bergzicken wollen Bezirksliga schnell wieder verlassen

Der TSV Oerlinghausen geht in einer neuen Liga an den Start

Patrick Herrmann
15.09.2018 | Stand 14.09.2018, 20:47 Uhr

Damen-Handball Es war ein Donnerstag. Es war der 2 . August, um 10.03 Uhr, da brach in Oerlinghausen mit einem Paukenschlag eine Handballwelt zusammen. Am Vortag hatte die Staffelleitung der Oberliga dem Rückzug der Bergzicken aus der vierthöchsten Spielklasse in Deutschland stattgegeben. Oerlinghausen. Es war ein Donnerstag. Es war der 2 . August, um 10.03 Uhr, da brach in Oerlinghausen mit einem Paukenschlag eine Handballwelt zusammen. Am Vortag hatte die Staffelleitung der Oberliga dem Rückzug der Bergzicken aus der vierthöchsten Spielklasse in Deutschland stattgegeben. Die Vereinsführung spricht zwar nur von einem „Rückschlag“, doch es war viel mehr. Die Arbeit eines Jahrzehnts, sechs Jahre in der Oberliga – alles zurück auf Null. Den notwendigen Neuanfang soll ein Handball-Urgestein aus dem Kreis Lippe koordinieren: Günter Warkus (die NW berichtete). Seit Mai trainiert er die Damen des TSV Oerlinghausen, gekommen als Oberliga-Coach, geblieben als Bezirksliga-Trainer. Doch die Vorbereitungen auf die neue Saison laufen gut, versichert der Handballlehrer. „Das Team kenne ich mittlerweile ganz gut.“ Die verbliebenen Spielerinnen aus der alten Oberliga-Truppe und die der zweiten Mannschaft seien eine „verschworene Gemeinschaft“ geworden. Das mag auch daran liegen, dass es keine echte Sommerpause gab. „Wir haben durchtrainiert“, erzählt Warkus. Nur eine Woche im August war frei, da hatte der Trainer seinen Familienurlaub. Das einzige Testspiel davor war ordentlich – 30:30 gegen Jöllenbeck. Der anstrengende Teil der Vorbereitung kam danach. Ein Trainingswochenende am 25. und 26. August war der Auftakt. Die Testspiele machten Hoffnung auf mehr. Teambuilding betrieben die Bergzicken beim Jumping – einer modernen Form des Trampolinspringens – in Bielefeld. „Ich habe eine Oberliga-Vorbereitung geplant“, erklärt Warkus das Programm. Außerdem konnten bei den vielen Tests alle Spielerinnen genügend Praxis sammeln. Ein Team könne sich „nur unter Wettkampfbedingungen“ finden. Das hat laut Trainer gut geklappt. Wie sieht die Zukunft der Bergzicken aus? Der Vereinsvorsitzende des TSV hat da eine klare Vorstellung: „Wir haben uns ein klares Ziel gesetzt: Meister werden und dann nächste Saison Landesliga spielen“. In drei Jahren wolle man an der Verbandsliga anklopfen, bestätigt Warkus. Das wäre die fünfthöchste Spielklasse in Deutschland, nur eine Liga unter der Oberliga. Logisch, dass die Bergzicken ihre Rolle als Mitfavorit „gerne annahmen“. Schließlich sind einige Spielerinnen aus dem Oberliga-Team trotzdem erhalten geblieben, die Torhüterin Kyra Richter zum Beispiel oder Kim Tegtmeyer. Auch auf die ehemalige zweite Oberliga-Garde kommt nun mehr Verantwortung zu. Ganz vorn in dieser Reihe steht mit Inga Teuber ein TSV-Eigengewächs. Nachwuchs ist ein spannendes Stichwort beim TSV. Es gibt durch den Rückzug der ersten Frauen keine zweite Mannschaft mehr. Eine A-Jugend ist ebenfalls nicht gemeldet. Der nächste Nachwuchs ist erst in drei Jahren bereit für die Senioren-Teams. Zwar kommen dann einige Auswahlspieler nach, doch die Zeit bis dahin muss überbrückt werden mit externen Neuzugängen. Alfred Obst glaubt, dass die Attraktivität für neue Spielerinnen steigt, wenn die TSV- Damen „souverän“ spielen und in der Bezirksliga „an der Spitze stehen“. Ab dem kommenden Sonntag um 16 Uhr können die neuen Bergzicken zeigen, wie souverän sie die Aufgabe angehen. Dann startet für sie die Bezirksliga-Saison bei der HSG Paderborn-Elsen.

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