Lockere Atmosphäre: Der Bergstadt-Airfield-Run startet erstmals ins Rennen. Die LG Oerlinghausen feiert eine erfolgreiche Premiere auf dem Segelflugplatz. Anett Curic (1265) und ihre Vereinskollegen gehen mit viel Spaß an den Start des 10-km-Hauptlaufes. Fotos: Fabian Terwey - © Fabian Terwey
Lockere Atmosphäre: Der Bergstadt-Airfield-Run startet erstmals ins Rennen. Die LG Oerlinghausen feiert eine erfolgreiche Premiere auf dem Segelflugplatz. Anett Curic (1265) und ihre Vereinskollegen gehen mit viel Spaß an den Start des 10-km-Hauptlaufes. Fotos: Fabian Terwey | © Fabian Terwey

Laufsport Bergstadt-Airfield-Run: Überflieger auf der Startbahn

Oerlinghauser auf Platz 2 beim 10-km-Hauptlauf

Fabian Terwey

Jungfernflug für den Airfield-Run. 367 Läufer düsten beim Nachfolgewettbewerb des Bergstadtlaufes über das weitläufige Gelände des Oerlinghauser Segelflugplatzes. Und damit alle Athleten bei den drei Rennen auch auf direktem Wege ins Ziel einfliegen konnten, hatte die ortsansässige Laufgemeinschaft (LG) die Premierenstrecke ausgiebig präpariert. Oerlinghausen. Jungfernflug für den Airfield-Run. 367 Läufer düsten beim Nachfolgewettbewerb des Bergstadtlaufes über das weitläufige Gelände des Oerlinghauser Segelflugplatzes. Und damit alle Athleten bei den drei Rennen auch auf direktem Wege ins Ziel einfliegen konnten, hatte die ortsansässige Laufgemeinschaft (LG) die Premierenstrecke ausgiebig präpariert. „Morgens habe ich noch bei der Markierung im Waldstück mitgeholfen“, erklärte Joachim Lose. Der LGler gewann dann einige Stunden später die Alterskonkurrenz M60 des 10 Kilometer (km) langen Hauptlaufes (46:52 Minuten). Tags zuvor war „Josi“ noch beim Lemgoer Hanselauf unterwegs, dem dritten Wertungsrennen des AOK-Lippe-Cups, der in Oerlinghausen seinen Abschluss fand. Ein straffes Programm für den 59-Jährigen. „Jetzt musst du die Markierungen aber auch wieder einsammeln“, sagte Robert Schulz (39:56) mit einem Augenzwinkern. Joachim Lose winkte lachend ab. Bei entspannter Hintergrundmusik ging es locker zur Sache. „Ohne die Unterstützung der Stadt, Dirk Becker und des Flugplatzes, der extra für uns die Strecke gesperrt hat, hätten wir es nicht geschafft“, erklärte der LG-Vorsitzende Tom Güse. „Ein paar Kleinigkeiten gibt es noch zu verbessern. Doof ist leider, dass die Zuschauer so weit entfernt stehen müssen.“ Ihnen bot sich beim Startschuss des Hauptlaufes aber immerhin ein für ein Rennen einzigartiges Schaubild. Die Athleten liefen los und im Hintergrund erhob sich ein Segelflugzeug in die Lüfte. Überflieger Marcel Piotrowski von der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen kam nach zwei Runden über Asphalt und Waldboden als Erster ins Ziel (35:59). „Ein wenig genervt hat der Sand. Die freie Strecke ist aber deutlich entspannter als der Bergstadtlauf durch die Stadt.“ Direkt hinter dem Sieger eilte der Oerlinghauser Jens Hiermayr (36:38) ins Ziel. Der schnellste LGler Marcel Voike (39:07) spurtete als Sechster auf die Landebahn. „Ich wusste, dass ich den Anschluss an die Vorderen nicht halten konnte. Nach der Stadtmeisterschaft in Schloß Holte-Stukenbrock habe ich meine Beine gespürt.“ Der frisch gebackene Schloß Holte-Stukenbrocker Stadtmeister David Smyrek (18:34) landete indes beim vorherigen 5-km-Jogginglauf auf Platz 2, knapp hinter Sieger Léonard Beth (18:20). SHS-Ironman Peter Mertens (19:15) kam auf Rang 4. Grund zur Freude hatten auch die 34 Athleten des Laufspaß Sende. Einmal mehr waren die Sternchenläufer teilnahmestärkster Verein. Der Preis waren zwei Kisten Biermischgetränk. Beim 12. Wertungsrennen des vereinsinternen Laufspaß-Cup gewannen Sebastian Wicker (19:21), Karl-Heinz Stückerjürgen (21:27) und Simret Tesfalem (21:46) zusätzlich in der Teamwertung. Zoe Duddeck (6:39) sicherte sich beim 1,5-km-Kinderlauf Treppchenplatz 3 unter den Mädchen. Laufspaß-Chef Jörg Tews: „Es ist eine ganz andere Atmosphäre auf dem Flugplatz. Die Strecke ist abwechslungsreich.“ Die Sender Vereinssprecherin Stefanie Frenzel ergänzte lächelnd: „Für Oerlinghauser Verhältnisse war die Strecke schon flach.“ Und so wird sie auch in Zukunft bleiben. Tom Güse erklärte: „Wir planen, hier zu bleiben.“ Der Airfield-Run hebt im kommenden Jahr zum zweiten Mal ab.

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