Geschlossen in die Bezirksliga: Die Bergzicken, hier im Spielerinnenkreis nach einer Partie, ziehen sich aus akutem Personalmangel aus der Handball-Oberliga zurück. Foto: Patrick Herrmann - © Patrick Herrmann
Geschlossen in die Bezirksliga: Die Bergzicken, hier im Spielerinnenkreis nach einer Partie, ziehen sich aus akutem Personalmangel aus der Handball-Oberliga zurück. Foto: Patrick Herrmann | © Patrick Herrmann

Handball Bergzicken ziehen sich aus Handball-Oberliga zurück

TSV Oerlinghausen macht Neuanfang in der Bezirksliga

Fabian Terwey

Nach sechs Oberliga-Spielzeiten in Folge ist Schluss. Die Handballerinnen des TSV Oerlinghausen treten auf eigenen Wunsch den Gang in die Bezirksliga Lippe an. Drei Klassen tiefer möchten die Bergzicken in der anstehenden Spielzeit 2018/19 einen Neuanfang machen. Oerlinghausen. Nach sechs Oberliga-Spielzeiten in Folge ist Schluss. Die Handballerinnen des TSV Oerlinghausen treten auf eigenen Wunsch den Gang in die Bezirksliga Lippe an. Drei Klassen tiefer möchten die Bergzicken in der anstehenden Spielzeit 2018/19 einen Neuanfang machen. „Wir haben die erste Mannschaft am Mittwoch aus der Oberliga zurückgezogen“, erklärt Alfred Obst am Donnerstagmorgen. Der TSV-Abteilungsleiter, der zugleich Oerlinghausens Vereinsvorsitzender ist, sah sich zum Handeln gezwungen. „Im Damen-Handball herrscht bei uns akuter Personalmangel. Die zweite Mannschaft war in der Vorsaison mit 15 Spielerinnen noch stark aufgestellt. Zwölf haben uns nun aber aus beruflichen Gründen verlassen oder mussten verletzungsbedingt aufhören. Andere haben ihre Karriere beendet.“ Erschwerend hinzu kam ein schmerzhafter Abgang einer Oberliga-Stammkraft. „Unsere Leistungsträgerin Tabea Heitkamp hat sich in der Sommerpause aus persönlichen Gründen dazu entschieden, nicht mehr Handball zu spielen. Auch nicht für einen anderen Verein.“ Stefanie Wienhusen, aus gesundheitlichen Gründen, Ina Heiderstädt, beruflich bedingt, und Talent Malin Börger, die bei der TG Hörste noch eine Saison lang A-Jugend spielen wollte, gaben ihren Abschied bereits zum Ende der abgelaufenen Serie bekannt. Jana Stark höre laut Alfred Obst auf, weil die in Paderborn wohnhafte Kreisläuferin, die weite Anfahrt nach Oerlinghausen nicht mehr antreten möchte. Adäquater Ersatz war schwer, zu finden. „Frank Dreier hatte im April ja aus persönlichen Gründen seine Winter-Zusage, das Traineramt auch in der kommenden Saison zu übernehmen, zurückgezogen. Das kam für alle Beteiligten völlig überraschend. Seine Entscheidung hatte nichts mit uns als Vorstand oder der Mannschaft zu tun und ich möchte sie nicht als ausschlaggebenden Grund für die Abmeldung der Mannschaft verstanden wissen, schließlich haben wir fünf Jahre gut mit ihm zusammengearbeitet, aber zu diesem späten Zeitpunkt hat es fünf Wochen lang gedauert, einen neuen Trainer zu finden. Als die Zusage von Günter Warkus kam, war es zu spät, um neue Spielerinnen zu finden. Wir hätten keine zweite Mannschaft stellen können.“ Doch vorsichtshalber ließ der TSV beide Teams gemeldet und kann deshalb nun mit dem einzig verbliebenen Team in der Bezirksliga antreten. Dort, wo in der Vorsaison noch die Reserve um Punkte kämpfte. „Die Entscheidung ist in Übereinstimmung mit Trainer und Team gefallen. Die Mannschaft wäre in der Oberliga nicht wettbewerbsfähig gewesen. Das Team hatte keine Lust, sich auf den weiten Reisen ins Sauerland und ins Ruhrgebiet eine blutige Nase zu holen.“ Die Bergzicken möchten nun lieber mit 16-köpfigem Kader und Trainer Günter Warkus einen Neuanfang starten. „Ziel ist der Aufstieg in die Landesliga.“

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