Eingespieltes Doppel: Kim-Henning Sauerland (l.) und Uli Watermann vom TuS Bexterhagen. Foto: tus bexterhagen - © tus bexterhagen
Eingespieltes Doppel: Kim-Henning Sauerland (l.) und Uli Watermann vom TuS Bexterhagen. Foto: tus bexterhagen | © tus bexterhagen

Tischtennis-Verbandsliga TuS Bexterhagen: Relegation mit Ansage

Voraussichtlich am 18. Mai geht es ins entscheidende Spiel um den Klassenerhalt

Sebastian Beeg
24.04.2019 | Stand 24.04.2019, 16:46 Uhr

Leopoldshöhe (seb). Dass der Klassenerhalt nach dem Aufstieg schwierig werden würde, war der Tischtennis-Herrenmannschaft des TuS Bexterhagen schon vor dem Saisonstart klar. „Gerade nach oben hin und im Mittelfeld ist die Liga sehr gut besetzt“, sagt Bexterhagens Sprecher und Spieler Kim-Henning Sauerland. Somit legten die Westlipper den Fokus vor dem Start der Tischtennis-Verbandsliga auf das Erreichen der Relegationsrunde. Trotzdem verlief der Saisonstart aus TuS-Sicht nicht schlecht. Zwei Siege nahm Bexterhagen aus den ersten drei Spielen mit. Am vierten Spieltag folgte dann das Auswärtsspiel beim SV Menne. „Wir wussten, dass der Gegner stark ist. Vor einer bemerkenswerten Zuschauerkulisse entwickelten sich hitzige Duelle. Da haben wir uns einfach den Schneid abkaufen lassen“, sagt Sauerland, der sich mit Wehmut auch an die 6:9-Niederlage in der letzten Hinrundenpartie gegen TuRa Elsen erinnert. „Da wäre eigentlich mehr drin gewesen.“ Dennoch fiel die Bilanz zur Serienhalbzeit positiv aus, Bexterhagen überwinterte auf Platz 8, die darüberliegenden Ränge waren weiterhin in Schlagdistanz. In der Rückrunde schlugen dann neben zwei Siege sowie zwei Unentschieden auch sechs Niederlagen zu Buche. Öfter hatte Bexterhagen dabei mit Personalproblemen zu kämpfen. So mussten die Westlipper in einigen Partien krankheitsbedingt auf Kapitän und Spitzenspieler Bernd Wüstenbecker sowie auf Routinier Ulrich Watermann verzichten. Zudem standen Neuzugang Wojciech Kurowski und Arne Grüttner dem TuS-Sextett kaum noch zur Verfügung. In diesen Fällen mussten zum Teil Spieler aus der fünften Herrenmannschaft aushelfen. „Ein fester sechster Spieler hat gefehlt. Die Ersatzleute haben aber immer alles gegeben.“ Zumindest diese Baustelle scheint der TuS Bexterhagen jedoch geschlossen zu haben. Mitte März wurde der 24-jährige Jonas Korf als Neuzugang präsentiert, der für die Westlipper ab der kommenden Saison an der Platte steht. Eine weitere Herausforderung in der zurückliegenden Saison waren die Spielbälle. Fast die komplette Liga ist vom bisher verwendeten Zelluloidball auf die Spielgeräte aus Plastik umgestiegen. Aber Plastik ist nicht gleich Plastik. „Die Bälle sind untereinander nicht vergleichbar. Und auch in Verbindung mit den unterschiedlichen Tischplatten ergeben sich verschiedene Kombinationen, auf die man sich nicht vorbereiten kann“, sagt Sauerland, der sich an einen besonderen Fall erinnert. „Beim TTV Neheim-Hüsten hatten wir in der Rückrunde eine halbe Stunde Zeit für das Aufwärmen und mussten uns zu sechst eine Platte teilen. Es hat die Hälfte der Partie gebraucht, bis wir uns auf den Ball, der sehr wenig Schnitt annahm, eingestellt hatten. Ein enormer Heimvorteil für die Gastgeber.“ Unterm Strich fällt das Fazit dennoch positiv aus. „Gefühlt war das eine sehr gute Saison. Wir waren überaus motiviert und hatten alles bis zuletzt in der eigenen Hand. Rein sportlich gesehen sind wir da, wo wir hingehören.“ Weiterhin hat der TuS Bexterhagen die Chance, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Nachdem die Gegner der ersten Relegationsrunde auf ihre Teilnahme verzichteten, geht es für die Westlipper nun voraussichtlich am Samstag, 18. Mai, in die zweite Runde. Der Gegner wird eine Woche vorher ermittelt.

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