Ein Grundstein zum klaren 6:0-Sieg in Anröchte: Sarah de Nutte (l.) und Britt Eerland (r.) nach ihrem umkämpften 19:17 im fünften Satz beim gratulierenden Unparteiischen Stephan Lödige. Foto: Wolfgang tilly - © Wolfgang tilly
Ein Grundstein zum klaren 6:0-Sieg in Anröchte: Sarah de Nutte (l.) und Britt Eerland (r.) nach ihrem umkämpften 19:17 im fünften Satz beim gratulierenden Unparteiischen Stephan Lödige. Foto: Wolfgang tilly | © Wolfgang tilly

Bad Driburg TuS Bad Driburg gelingt die Revanche

Tischtennis: Damen-Bundesligist TuS Bad Driburg gewinnt gegen Anröchte klar mit 6:0. Den Grundstein für den klaren Auswärtssieg legten beide Bad Driburger Doppel.

Anröchte/Bad Driburg. Mit einem klaren 6:0-Sieg in Anröchte gelingt dem TuS Bad Driburg die Revanche nach der 2:6-Niederlage in der Vorrunde und behauptet damit in der Tabelle weiterhin den zweiten Platz. Den Grundstein für den klaren Auswärtssieg legten beide Bad Driburger Doppel. Bollmeier/Klee gewannen deutlich im unteren Paarkreuz mit 3:0 und Eerland/De Nutte im oberen knapp mit 3:2. Besonders das Doppel zwischen Bad Driburgs Britt Eerland/Sarah de Nutte gegen Qi Shi/Yang Henrich hatte es an Spannung in sich. Die beiden Anröchterinnen führten nach zwei Sätzen deutlich und waren auf dem Weg das schon vorher beendete Doppel zwischen Nadine Bollmeier/Sophia Klee und Marta Golota/Annika Kerkhoff mit einem Sieg für die Gastgeberinnen auszugleichen. Im dritten Satz wurden die Bad Driburgerinnen deutlich sicherer und konnten ausgleichen. Der fünfte Satz hatte es dann zu mindestens an Spannung in sich. Das Spiel, immer wieder mit leichten Fehlern auf beiden Seiten, wog hin und her, am Ende aber mit dem glücklicheren 19:17-Ende für den Gast aus der Badestadt. Mannschaftsführerin Bollmeier zeigte sich nach diesem Sieg höchst erfreut und meinte trotz des ein oder anderen unnötigen Fehlers von Eerland und de Nutte: „So ein Doppel muss erst einmal erfolgreich gespielt werden.“ Der TuS Bad Driburg spielte im Derby gegen Anröchte mit Trauerflor. Betreuer Siggi Rüster war vergangene Woche überraschend im Alter von 67 Jahren gestorben. Er war mehr als zwei Jahrzehnten eine wichtige Stütze des Bundesligisten. Es gab eigentlich kein Spiel bei dem er nicht dabei war. Anröchte, die ohne ihre Nummer Zwei antreten mussten, Aimei Wang hielt sich aus familiären Gründen in China auf, versuchte dann in den beiden ersten Einzeln des oberen Paarkreuzes Boden gut zu machen. Eerland und de Nutte, nun mit neuem Selbstvertrauen ausgestattet, gewannen ihre beiden Einzeln mehr oder weniger klar. Eerland gegen eine starke Hendrich (Anröchtes Vorsitzender Manfred Vogel dazu: „Yang spielt mit ihren 41 Jahren im Moment ihre beste Saison.“) mit 3:1 und eine nun überragende de Nutte gegen die ehemalige Bad Driburgerin Qi Shi klar mit 3:0. Anröchtes Coach Dieter Tollwerth, 1984 in New York Paralympics-Sieger mit der deutschen Mannschaft, versuchte mit der Aussage, dass das heute nicht so wichtig war, seine Spielerin Shi nach ihrer Niederlage wieder positiv zu stärken. Ebenfalls in einem knappen Spiel im unteren Paarkreuz hatte die fünfzehnjährige Sophia Klee, die ebenso wie Anröchtes Henrich aus dem hessischen Niestetal kommt, gegen die Polin Golota nach hartem Kampf wiedermal beim 3:2 die Nase vorn. Das schnelle 3:0 von Bollmeier gegen Anröchtes zweite Ersatzfrau Rosanna Levening verschaffte Bad Driburg den entscheidenden sechsten Sieg und machte die zwischenzeitlich ebenfalls gelaufene 1:3-Niederlagen von Eerland gegen Shi irrelevant auf das Gesamtergebnis. Bad Driburgs Lingens zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden, meinte aber auch selbstkritisch, dass sich der Sieg klarer anfühlt als es eigentlich war. „Wenn wir das Doppel von Britt und Sarah verlieren und auch die knappen Einzel von Britt und Sophia hätten abgegeben, stände es dadurch zwischenzeitlich 3:3.“ Hintenraus war Bad Driburg aber diesmal so stark, dass aus Sicht von Lingens trotzdem ein Sieg herausgesprungen wäre. „Mit dem klaren 6:0 haben wir im Satzverhältnis zu Kolbermoor etwas gut gemacht“, meinte er weiter und sieht im Heimspiel gegen die Sonthofener ein Endspiel um Tabellenplatz zwei, welcher die direkte Teilnahme am Halbfinale bedeuten würde.

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