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Konzentration auch im Gespräch: Sophia Klee (r.) hört sich die Ratschläge ihrer Mannschaftsführerin Nadine Bollmeier an. - © Foto: Wolfgang Tilly||
Konzentration auch im Gespräch: Sophia Klee (r.) hört sich die Ratschläge ihrer Mannschaftsführerin Nadine Bollmeier an. | © Foto: Wolfgang Tilly||

Bad Driburg "Nadine Bollmeier ist wie eine Mutter für mich"

Interview: Sophia Klee, 15-jährige Spielerin des TuS Bad Driburg, hat Nervenstärke bewiesen

Wolfgang Tilly
26.01.2019 | Stand 26.01.2019, 11:59 Uhr

Bad Driburg. Die auf dem nationalen und internationalen Tischtennisparkett immer stärker werdende europäische Doppelmeisterin Sophia Klee, bestätigte diese Leistung auch im Bundesligateam des TuS Bad Driburg. Als Nummer vier im Quartett mit Britt Eerland, Sarah de Nutte und Nadine Bollmeier hatte sie im letzten und entscheidenden Spiel immer die Nervenstärke zum Spielgewinn und damit zum Punkt für ein 5:5-Unentschieden oder zum knappen 6:4-Sieg. Frau Klee, es hat sich im letzten Jahr viel getan. Sie sind international in den Altersklassen auf dem Durchmarsch und auch in der Bundesliga viel stärker unterwegs. Woher kommt die Nervenstärke in den oft entscheidenden Spielen? Sophia Klee: Ich sammle bei all meinen internationalen und nationalen Auftritten immer wieder neue Erfahrungen und mache dadurch mein Spiel druckvoller und auch sicherer. Meine Nervenstärke kommt nirgendwoher. Im Spiel denke ich darüber nicht nach. Ich versuche nur mein Spiel und den Punkt zu machen. Erfahrungen, beste Unterstützung mit einem guten Gesamtpaket bringen mich weiter nach vorne. Deshalb spiele ich in Bad Driburg nicht nur für mich, sondern vor allen Dingen für das Team. Wie sieht der Tagesablauf einer 15-jährigen Tischtennis-Spitzenspielerin aus und wie ist der Leistungssport mit der Schule vereinbar? Klee: Für mich ganz normal. Morgens besuche ich die elfte Klasse im Gymnasium und nachmittags wird trainiert. Neben dem Krafttraining im Fitnessstudio absolviere ich in der Woche in der Regel zehn Übungseinheiten. Ich werde von der Schule für meinen Sport bestens unterstützt, obwohl ich öfters nicht am Unterricht teilnehmen kann. Solange die Noten stimmen, hat niemand etwas dagegen. Wie wohl fühlen Sie sich im Team des Bundesligisten Bad Driburg? Klee: Ich habe es noch nicht bereut, nach Bad Driburg zu gehen. Es macht dort richtig Spaß, zu spielen. Sarah kenne ich ja schon länger und Nadine ist wie eine Mutter und hat immer ein offenes Ohr. Ihre Ratschläge sind für mich sehr wichtig. Mit Britt sind wir dieses Jahr sehr erfolgreich, sicherlich freue ich mich dabei auf über meine entscheidenden Punkte. Anfang 2018 haben Sie gegen Ihre Doppelpartnerin Anastasia Bondareva vom TV Busenbach in einem dramatischen Spiel knapp und unschön verloren. Haben solche emotionalen Unsportlichkeiten von Anastasia im Nachhinein für Sie noch persönliche Auswirkungen? Klee: Nein, das gehört aus meiner Sicht auch zu unserem Sport. Ich habe ihr das im Nachhinein nicht übelgenommen und es hat auch darüber keine tiefer gehenden Gespräche gegeben. Ich hake solche Niederlagen schnell ab, denn das gehört auch zu meinen Lernprozess. Das Interview führte Wolfgang Tilly

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