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Erleichterter Jubel: Der TuS Bad Driburg hat den Krimi gegen Böblingen gewonnen mit (v.l.) Nadine Bollmeier, Sarah de Nutte, Britt Eerland und Sophia Klee. - © Foto: Wolfgang Tilly
Erleichterter Jubel: Der TuS Bad Driburg hat den Krimi gegen Böblingen gewonnen mit (v.l.) Nadine Bollmeier, Sarah de Nutte, Britt Eerland und Sophia Klee. | © Foto: Wolfgang Tilly

Bad Driburg Sophia Klee beweist Nervenstärke und sichert dem TuS wichtige Punkte

Tischtennis-Bundesliga: Nach dem 5:5-Remis-Krimi am Samstag in Langstadt folgte in Bad Driburg am Sonntag gegen Böblingen eine weiteres spannendes Match mit ebenfalls vierstündiger Spielzeit. Der TuS Bad Driburg gewann diesmal aber knapp mit 6:4 und hat sich auf Platz zwei der Bundesliga-Tabelle festgesetzt

Wolfgang Tilly
14.01.2019 | Stand 14.01.2019, 10:08 Uhr

Bad Driburg. Nach einem wahren Krimiwochenende holte sich der Frauen-Bundesligist TuS Bad Driburg erst beim starken hessischen Aufsteiger TSV Langstadt am Samstagnachmittag einen Punkt und dann am Sonntagnachmittag gegen den SV Böblingen zwei weitere Zähler. Beim 5:5-Remis wurden alle fünf Bad Driburger Punkte im unteren Paarkreuz durch Nadine Bollmeier und Sophia Klee erkämpft. Beim 6:4 gegen Böblingen sorgten vor allen Dingen die 15-jährige Klee und die Luxemburgerin Sarah de Nutte bei ihren abschließenden Fünf-Satz-Siegen und beim Stand von 4:4 für ein positives Ende des vierstündigen Krimis. ´ TuS Bad Driburg - SV Böblingen 6:4. "Erwartungsgemäß", so Bad Driburgs Manager Franz-Josef Lingens stand es nach den beiden Doppeln 1:1. Das stärkste Doppel von Böblingen mit Qianhong Gotsch und Rosalie Stähr gewann gegen Bollmeier und Klee mit 3:1. Dadurch war aber auch der Weg frei für das erste Doppel von Eerland und de Nutte. Sie glichen gegen Therese Kraft und Julia Kaim ebenfalls mit 3:1 aus. Der Grundstock für den Sonntagskrimi war gelegt. De Nutte und Eerland hatten gegen die momentan stärkste Bundesligaspielerin Gotsch bei ihren 0:3-Niederlagen keine Chance. Die 50-Jährige Böblingerin hat in der bisherigen Bundesligazeit noch kein Einzel verloren. Neben Gotsch als Abwehrspezialistin hatten die Bayern mit Stähr eine ähnliche Spielerin am Start. Diesmal schaffte es Eerland, obwohl wieder der kranke Fuß zwickte, mit viel abwartender Muße in ihrem Spiel zum 3:1-Sieg. Nachdem Klee mit einem 3:2-Erfolg über Böblingens Kraft, Bollmeiers 3:1 über Julia Kaim und ihrer anschließenden 1:3-Niederlage gegen Kraft zum 4:4 im Kräftemessen zwischen den beiden Bundesligisten beitrugen, nahte das Ende nach mittlerweile drei Stunden Spielzeit. "Ich bin mit einem Unentschieden zufrieden", meinte Lingens zu dieser Zeit, hoffte aber auf einen positiven Abschluss von de Nutte. Diese kämpfte im fünften Satz gegen Böblingens Stähr und schaffte zur Freude der gut 140 Zuschauer einen Sieg und das 5:4 für Bad Driburg. Am anderen Tisch spielte mittlerweile Bad Driburgs Sophia Klee. Nach drei Sätzen stand es 2:1 für Böblingens Kaim. Lingens mochte zu diesem Zeitpunkt manchmal schon nicht mehr hingucken. Doch die 15-jährige Klee spielte auch diesmal scheinbar ohne jegliche Nerven. Sie drehte das Spiel im vierten Satz mit 11:7 und im entscheidenden fünften Satz gewann sie mit 11:9 und sicherte dem TuS den Sieg. Lingens war erleichtert und meinte: "Wir freuen uns über den Sieg, aber Böblingen hätte ein Unentschieden verdient gehabt." ´ TSV Langstadt - TuS Bad Driburg 5:5. Britt Eerland und Sarah de Nutte hatten gegen Langstadts Spitzenspielerinnen Petrissa Solja und der Taiwanesin Hsien-Tzu Cheng trotz heftiger Gegenwehr am Ende keine Chance. Solja machte als beste deutsche Nationalspielerin beim 3:0 gegen Eerland und 3:1 gegen de Nutte letztendlich kurzen Prozess. Nur gegen Langstadts Nummer Zwei wurde es für die beiden Driburger Spitzenspielerinnen bei den jeweils mit 2:3 verloren Partien dann noch etwas enger. Cheng gab sich mit Solja beim 3:0-Doppelauftritt gegen Eerland und de Nutte schon äußerst selbstbewusst. Den Ausgleich schaffte dagegen synchron das Bad Driburger Doppel mit Bollmeier und Klee. Zur Freude von Lingens gewannen die Beiden dann noch jeweils ihre beiden Einzeln deutlich. Nur Bollmeier musste gegen Langstadt Nummer drei, Alena Lemmer, bei ihrem Erfolg über fünf Sätze gegen. Sophia Klee, auf Position vier eingesetzt, sorgte im letzten Spiel zum fünften Mal in dieser Saison mit ihrem 3:0-Sieg für das 5:5-Remis.

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