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Plauderte locker: Peter Sjoerds erzählt aus seinem Sportlerleben. - © Thorsten Mailänder
Plauderte locker: Peter Sjoerds erzählt aus seinem Sportlerleben. | © Thorsten Mailänder

NW-Medienpreis Peter Sjoerds hat sich mit viel Freude der Leichtathletik verschrieben

Der Leichtathlet Peter Sjoerds von der Turngemeinde Herford wurde im August 2019 Deutscher Meister im Wurfmehrkampf. Als Trainer arbeitet der gebürtige Holländer im Nachwuchsbereich.

Thorsten Mailänder
15.02.2020 | Stand 15.02.2020, 11:01 Uhr

Herford. Nominiert für den NW-Medienpreis wurde der 43-jährige Leichtathlet Peter Sjoerds von der Turngemeinde Herford (TGH) Sjoerds holte sich am 11. August 2019 im thüringischen Zella-Mehlis den Titel des Deutschen Meisters in der Senioren-Wettkampfklasse M40 im Wurfmehrkampf. Werfen ist einfach seine Spezialität. Der Wurfmehrkampf besteht aus den Disziplinen Diskuswerfen, Kugelstoßen, Hammer- und Speerwerfen. Bei den offenen NRW-Meisterschaften in Leichlingen 2019 holte der Herforder mit dem Diskus bei einer Weite von 34,35 Meter den Titel.

Akzent erinnert an Rudi Carrell

Seit Peter Sjoerds acht Jahre ist, hat er sich der Leichtathletik verschrieben. „Zur Leichtathletik bin ich durch meinen Onkel Sjoerd Sjoerds gekommen. Er erkundigte sich bei meinen Eltern, ob mein Bruder und ich Lust hätten auf Leichtathletik hätten. Mein Onkel war ein in Europa sehr erfolgreicher Mittelstecken-Läufer. Leider ist er im letzten Jahr verstorben", erzählt Peter Sjoerds. Sein freundlicher Akzent erinnert an den verstorbenen niederländischen Showmaster Rudi Carrell.

Fünfmal die Woche ist für den gebürtigen Amsterdamer Training angesagt: Im Sommer im Stadion, im Winter in der Sporthalle. Seit Ende 2018 ist Sjoerds Inhaber des C-Trainerscheins für Leistungssport. Er widmet sich intensiv der Trainingsarbeit von Jugendlichen ab 16 Jahren und Erwachsenen bis 50 Jahre.

Finanzbuchhalter und Begeisterung fürs Klettern

Beruflich arbeitet Peter Sjoerds als Finanzbuchhalter in Minden. Seine weiteren Hobbys sind das Bouldern (Klettern) und die Teilnahme an den Highland-Games, die ihrem Ursprung in Schottland haben. Eigentlich hat der Leichtathlet mit Fußball nichts im Sinn, doch alle zwei Jahre, zu den Welt- und Europameisterschaften, holt er sein Oranje-Trikot heraus um seine deutschen Sportfreunde zu ärgern. „Spätestens nach vier Wochen ist meine Fußballbegeisterung wieder beendet", sagt 1,88 Meter große und kräftige Sportler. Als Wurfmehrkämpfer freut sich der 43-Jährige, dass er alles essen darf.

Trotz seiner Spezialisierung als Werfer hilft der ehemalige Mehrkämpfer gern in anderen Disziplinen aus. Noch vor wenigen Tagen ist Sjoerds als 400-Meter-Läüfer bei einer 4x400-Staffel eingesprungen. Im kommenden Sommer möchte er seinen Titel als Deutscher Meister im Wurfmehrkampf verteidigen. „Längerfristig habe ich noch mal eine Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft auf dem Plan. Im Jahr 2013 habe ich schon mal an einem EM-Wurfmehrkampf teilgenommen und bin dort Fünfter geworden. Dafür muss aber noch ordentlich trainiert werden", sagt der dreifache Vater.

Information

Was ist der NW-Medienpreis

Die erfolgreichsten Herforder Sportlerinnen und Sportler sowie Mannschaften des Jahres 2019 werden am Samstag, 22. Februar, während der Sportnacht des Stadtsportverbandes im Bildungscampus, ausgezeichnet. Die Neue Westfälische stiftet erneut den Medienpreis. Nominiert sind Guido Butschkat (Triathlon/RC Endspurt), Merve Gülec (Boxen/BSV Herford), Peter Sjoerds (Leichtathletik/TG Herford) und Laureen Budde (Reiten/RV von Lützow).

Die Leserinnen und Leser dieser Zeitung entscheiden mit ihrer Stimme, wer diesen Preis gewinnt. Abgestimmt werden kann im Internet unter www.nw.de/medienpreis.
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