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Betrieb auf dem Eis: Ob und wie es imos Eishalle für den Herforder EV in der Oberliga weitergeht, ist noch nicht sicher. - © Yvonne Gottschlich
Betrieb auf dem Eis: Ob und wie es imos Eishalle für den Herforder EV in der Oberliga weitergeht, ist noch nicht sicher. | © Yvonne Gottschlich

Herford In der Eishockey-Oberliga droht Corona-Chaos

Sportlich steht der Herforder EV nach dem 11:3-Sieg gegen die Hammer Eisbären kurz vor dem Einzug in die PrePlayOffs – dabei könnte sich die Mannschaft von Trainer Jeff Job bereits qualifiziert haben.

Lars Fege
02.04.2021 | Stand 02.04.2021, 17:04 Uhr

Herford. Am letzten Wochenende der Hauptrunde, wenn es in normalen Zeiten meist hoch hergeht, droht die Eishockey-Oberliga unverschuldet zur sportlichen Farce zu verkommen. Nachdem die EG Diez Limburg und die Saale Bulls Halle nach positiven Corona-Schnelltests ihre Spiele absagen mussten, fanden am Gründonnerstag noch ganze zwei Partien statt. Sofern sich die positiven Ergebnisse mit den durchgeführten PCR-Tests bestätigen und die beiden Mannschaften in Quarantäne müssen, rücken für die KO-Runde die Teams auf den folgenden Tabellenplätzen nach.

Sportlich fehlen maximal noch zwei Punkte

Sportlich tat der Herforder EV im Derby gegen die Hammer Eisbären alles dafür, sich von diesem Szenario nicht abhängig zu machen. Nach dem 11:3 (2:0, 3:1, 6:2)-Sieg fehlen der Mannschaft von Trainer Jeff Job im abschließenden Spiel beim Herner EV am Samstag noch zwei Punkte, also ein Sieg nach Verlängerung, um sicher den zehnten Tabellenplatz zu erreichen. Wer ein spannendes Spiel zwischen den ewigen Konkurrenten erwartet hatte sah sich jedoch getäuscht. Obwohl der HEV gerade selbst aus der Quarantäne entlassen wurde, hatte man gegen kraftlos erscheinende Hammer ab dem zweiten Drittel leichtes Spiel.

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Im ersten Drittel hält der Gegner noch mit

„Man muss bedenken, dass in Hamm viele Spieler noch zusätzlich einem Beruf nachgehen. Eine Oberliga-Saison ist hart und das hat man dem Gegner angemerkt“, fand Trainer Jeff Job tröstende Worte für den Gegner. Dieser hielt im ersten Drittel noch gut mit. „Es hätte zwischenzeitlich auch
2:2 stehen können, aber wir hatten einen guten Torwart Kieren Vogel“, sagte Job. In dieser Phase des Spiels führte der erfahrene Kapitän Björn Bombis seine Mannschaft zur 2:0-Führung: Das erste
Tor erzielte der 38-jährige nach feinem Zuspiel von Chris Lalonde höchstpersönlich, das zweite legte der Ex-Hannoveraner in Überzahl Verteidiger Marius Garten auf. Auch am dritten Treffer war Bombis
beteiligt, als dieser in Überzahl erneut seinen besser postierten Mitspieler Gleb Berezovskij fand, der nach 25 Minuten bereits zur Vorentscheidung traf. Der Rest war ein besseres Schützenfest: Im
Schlussdrittel konnten Ralf Rinke zum 6:1 und Chris Lalonde zum 10:2 jeweils sogar in Unterzahl treffen. Die Hammer Eisbären hatten sich schon lange aufgeben und erhielten eine Vorführung.

HEV in Herne in der Außenseiterrolle

Trotzdem ist es möglich, dass selbst das abgeschlagende Schlusslicht noch in die PrePlay-Offs einzieht. Müssen die Saale Bulls Halle und die EG Diez-Limburg - so wie der Krefelder EV - wirklich ihre Saison beenden müssen, wären auch die Hammer Eisbären für die Finalrunde qualifiziert. Eine lange Saison wird durch die Corona-Pandemie somit ad absurdum geführt. Trotzdem: Immer noch besser als gar nicht spielen zu dürfen. Der Herforder EV möchte in Herne jedoch sportlich seine Ziele erreichen: „Dort sind wir Außenseiter“, weiß Trainer Jeff Job vor dem Gastspiel beim Tabellenvierten zu berichten.

Das anfangs ausgegebene Saisonziel wäre erreicht

Für den Herforder EV wäre die sportliche Qualifikation für die Finalrunde, die zu Beginn der Saison als Ziel ausgegeben worden war, die Bestätigung des eingeschlagenen Weges in das professionelle Eishockey. Den sonst angenehmen Nebeneffekt, in den Play-Offs Geld zu verdienen, hat man durch den Zuschauerausschluss jedoch nicht. Auch Trainer Jeff Job würde weitere Argumente für eine Vertragsverlängerung liefern. Jedoch wurde auch die Zwangspause der letzten Wochen nicht genutzt, um mit dem Kanadier zu verlängern.

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