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Herford Gewonnen, aber Unmut über Strafe beim Herforder Eishockey Verein

Im Anschluss an den 5:3-Heimsieg gegen Neuss handelt sich Torhüter Kieren Vogel eine Disziplinarstrafe ein und ist gesperrt

02.12.2019 | Stand 01.12.2019, 21:17 Uhr

Herford. Ein Spiel mit Nachwirkungen. Auch rund 30 Minuten nach dem mühsamen 5:3-Erfolg über den Tabellenletzten Neusser EV wollte bei den Verantwortlichen des Herforder Eishockey Vereins keine rechte Freude aufkommen. Zwar gelang am Freitagabend in eigener Halle wenige Sekunden vor dem Ende der Regionalligapartie der entscheidende Treffer, doch unmittelbar nach der Ehrung der Spieler des Tages erhielt HEV-Goali Kieren Vogel von Hauptschiedsrichter Lars Müller, der bereits während der Begegnung mehrfach für Kopfschütteln gesorgt hatte, eine Disziplinar- und Spieldauerdisziplinarstrafe, durch die der Herforder Torwart nun für die nächste Begegnung zu Hause gegen Hamm am Sonntag, 8. Dezember, gesperrt ist. Bereits beim Pokalhalbfinale in Hamm vor rund zwei Wochen zog Schiedsrichter Lars Müller den Unmut von HEV-Chefcoach Jeff Job auf sich, als er in dem Handgemenge, in dem sich Killian Hutt verletzte, vollkommen den Überblick bei den Strafen verloren hatte. Rund 500 Zuschauer sahen am Freitag im Kleinen Felde ein Herforder Team, das mit viel Tempo begann und sich bereits in den ersten Sekunden die erste Chance erspielte. In der 2. Minute erzielte Guillaume Naud dann auch den frühen Führungstreffer, als er einen scharfen Pass von Gleb Berezovskij entscheidend abfälschte. Herford drängte in der Folgezeit weiter und suchte eine schnelle Entscheidung. Trotz deutlicher Überlegenheit dauerte es bis zur 17. Minute, als Jörn Weikamp in Unterzahl einen Gegenangriff unhaltbar zum 2:0 abschloss. Mehrere Schiedsrichterentscheidungen sorgen bei den Spielern und Fans des HEV für Unmut Nach der ersten Drittelpause setzte Herford seine Angriffsbemühungen fort und erzielte erneut durch Guillaume Naud den nächsten Treffer (22.). Bis zu diesem Zeitpunkt dominierten die Ice Dragons die äußerst faire Begegnung, kombinierten flüssig, scheiterten aber immer wieder am guten Neusser Schlussmann Jansen. Die Gäste gaben sich jedoch nicht auf, auch nicht nach dem 4:0 durch Gleb Berezovskij (34.). In Unterzahl kassierte der HEV den ersten Gegentreffer durch David Bineschpayouh (37.), mit dem Neuss noch einmal Hoffnung für den Schlussabschnitt schöpfte. Als NEV-Neuzugang Jason Popek das 2:4 in der 44. Minute gelang, war der Kampfgeist der Gäste endgültig geweckt und Kieren Vogel rückte durch viele gute Aktionen immer mehr ins Blickfeld. Immer wieder kam der Tabellenletzte gefährlich vor das Herforder Tor und erzielte durch Felix Wolter den Anschlusstreffer (53.). Inzwischen sorgten mehrere Schiedsrichterentscheidungen bei den HEV-Spielern und -Fans für Unmutsäußerungen und somit für zusätzliche Spannungsmomente. Als die Gäste auch ihren Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen hatten, schloss Gleb Berezovskij wenige Sekunden vor Schluss einen Konter erfolgreich ab, indem er den Puck in das verwaiste Tor schob. Bei der abschließenden Ehrung zum Spieler des Abends machte Kieren Vogel dann seinen Frust über die Schiedsrichterleistung von Lars Müller Luft und wurde von diesem dann im Nachhinein sehr hart sanktioniert, wodurch der Herforder Goalie nun im nächsten Heimspiel gegen Hamm ausfällt. Der 1. Vorsitzende Uwe Johann empfand die Strafe im Anschluss an die Pressekonferenz als zu hart und wirkte ein wenig sprachlos. Auch Trainer Jeff Job verlor kein Wort über die abschließende Szene, wirkte jedoch ebenfalls mächtig sauer.

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