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Aurich/Spenge Handball-Drittligist TuS Spenge beim 33:22 in Aurich wie im Rausch

Das Spitzenspiel am kommenden Samstag gegen Eintracht Hagen kann kommen

Andreas Gerth
14.10.2019 | Stand 14.10.2019, 10:50 Uhr

Aurich/Spenge. Eine lustige Rückfahrt, bei Nils van Zütphen platzt der Knoten, Holtmann stolz auf komplette Teamleistung oder das Spitzenspiel kann kommen: Für den Auftritt des Handball-Drittligisten TuS Spenge gestern Abend beim OHV Aurich würden sich mehrere Überschriften anbieten. Oder einfach: "Spenge wie im Rausch", denn mit einer so fulminanten Leistung wie beim 33:22 (13:12) war nicht im Entferntesten zu rechnen gewesen. Ohne eigenes Zutun und durch die Niederlagen von Eintracht Hagen gegen Leichlingen (29:30 nach 18:13-Halbzeitführung) und der SGSH Dragons bei den Rhein Vikings (31:36) war der TuS Spenge am Samstagabend auf Platz zwei der Tabelle vorgerückt. Diese Vorlage wussten die Blau-Weißen gestern in der Sparkassen-Arena in Aurich zu nutzen - und wie! Fast 50 Minuten lang hatte es nach einer ganz engen Partie auf Augenhöhe ausgesehen. Spenge hatte durch den an diesem Tag nicht zu bremsenden Nils van Zütphen zum 23:19 (48.) vorgelegt, der Gastgeber verkürzte auf 20:23 (49.). Was dann folgte war aus Sicht von Trainer Heiko Holtmann einfach nur genial. »Das war eine komplette Teamleistung, auf die man einfach nur stolz sein kann« Für Aurich gab es gegen die auf eine 3:2:1-Formation umgestellte Spenger Deckung fortan kein Durchkommen mehr. Die Ballgewinne nutzten der überragende Nils van Zütphen (neun Tore) und seine Mannen rigoros. Nach dem 20:26 (Sebastian Reinsch, 51.) versuchten es die Hausherren noch einmal mit einer Auszeit, doch Spenge war einfach nicht mehr zu stoppen. Die Gäste setzten ihren Lauf bis zum 20:28 (53.) durch Gordon Gräfe fort, erst dann tauchte Aurich wieder in der Torstatistik auf. Doch die Entscheidung war längst gefallen. Jetzt folgte noch die Kür. Der 30. Treffer zum 30:22 (58.) war Maximilian Mühlenweg aus der zweiten Mannschaft vorbehalten. Er reihte sich ein in die Reihe derjenigen Spieler, die das Fehlen von Stammkräften wie Brezina, Breuer, Wolff und Holland vergessen machten. Doch damit nicht genug. Gräfe, Leon Prüßner und Reinsch erhöhten anschließend noch zum Kantersieg. "Das war eine komplette Teamleistung, auf die man einfach nur stolz sein kann", hob Heiko Holtmann hervor. Er darf sich nun auf ein Spitzenspiel am kommenden Samstag, 19. Oktober, in der Spenger Sporthalle freuen, wenn es gegen Zweitligaabsteiger Eintracht Hagen geht.

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