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Das muss die Basis sein: Torhüter Bastian Räber hat im Zusammenspiel mit der Spenger Deckung den Ball erobert, Leon Prüßner ballt die Faust. - © Eva-Lotte Heine
Das muss die Basis sein: Torhüter Bastian Räber hat im Zusammenspiel mit der Spenger Deckung den Ball erobert, Leon Prüßner ballt die Faust. | © Eva-Lotte Heine

Spenge Handball-Drittligist TuS Spenge gehen die Spielmacher aus

Handball 3. Liga: Dem TuS Spenge gehen vor dem Spiel beim heimstarken 
Aufsteiger OHV Aurich die Spielmacher aus. Trotzdem bleibt der Trainer trotzig

Andreas Gerth
12.10.2019 | Stand 11.10.2019, 20:02 Uhr

Spenge. Filip Brezina noch immer verletzt, Fabian Breuer ebenfalls. Und jetzt auch der zuletzt beim 32:32 gegen Lit Tribe Germania so stark aufspielende Phil Holland. Handball-Drittligist TuS Spenge gehen die Spielmacher aus. Vor dem Auswärtsspiel am Sonntag bei Aufsteiger OHV Aurich (Anwurf 17 Uhr) könnte man aus Sicht der Gäste sogar melden: Holland in Not! „Wir werden Plan B und vielleicht auch Plan C brauchen. Darauf haben wir in dieser Woche hintrainiert", erklärt Heiko Holtmann und spricht von „taktischen Überraschungen", ohne sich in die derzeit nicht mehr ganz so zahlreichen Karten schauen zu lassen. Von Verletzungspech und dem nun schon dritten Ausfall auf der Spielmacherposition will der Spenger Coach ohnehin nichts hören. „Ich bin kein Freund davon, der Mannschaft schon im Vorfeld eines Spiels Ausreden zu liefern. Wir werden am Sonntag 14 Spieler im Kader haben, die alle dritte Liga spielen wollen. Das können sie jetzt, und auf ungewohnter Position zeigen, wie flexibel sie sind." Nach dem Ausfall von Brezina, Breuer und Holland (er zog sich eine starke Prellung am Bizeps zu und wird voraussichtlich vier Wochen ausfallen) werden im übersichtlich besetzten Rückraum vor allem Justus Aufderheide und Nils van Zütphen gefordert sein. Als zusätzliche personelle Option wird Rechtshänder Max Mühlenweg aus der Verbandsliga-Mannschaft im Kader stehen. Deshalb werden Kapitän Oliver Tesch und Co. diesmal mehr denn je in der Deckung die Basis legen müssen. „Es wird extremst schwierig. Doch wir fahren nach Aurich, um dort zu gewinnen", meint der Trainer trotzig. In der Stadt im Herzen Ostfrieslands erwartet den TuS Spenge eine stimmungsvolle Kulisse. Zu den Heimspielen des OHV kommen in der Regel über 1.000 Zuschauer in die Sparkassen-Arena. Dort sammelte der Aufsteiger auch vier seiner sechs Pluspunkte bei den Siegen gegen Ahlen (27:23) und Team Handball Lippe II (28:26). Zuletzt gab es für Aurich (6:6 Punkte) zwei Niederlagen bei den Rhein Vikings (27:35) und beim Leichlinger TV (21:22). Spenge reist als Tabellenvierter mit starken 11:3 Punkten an. Holtmanns Wunsch: In Aurich gewinnen, um dann am Samstag, 19. Oktober, in eigener Halle ein Spitzenspiel gegen den aktuell punktgleichen VfL Eintracht Hagen zu haben. Doch um das hinzubekommen, wird der Trainer am Sonntag in Aurich tief in die Trickkiste greifen müssen.

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