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Routinierte Verstärkungen: Die Trainer Stefan Dessin (l.) und Jens Nickolaus (r.) begrüßen mit Sebastian Reinsch (v. l.), Tjorven Werner, Tobias Linke, Malte Grintz und Philip Richter ehemalige Spieler und auch neue Gesichter im Kader des TuS Spenge II. - © Ulrich Finkemeyer
Routinierte Verstärkungen: Die Trainer Stefan Dessin (l.) und Jens Nickolaus (r.) begrüßen mit Sebastian Reinsch (v. l.), Tjorven Werner, Tobias Linke, Malte Grintz und Philip Richter ehemalige Spieler und auch neue Gesichter im Kader des TuS Spenge II. | © Ulrich Finkemeyer

Spenge Spenger Reserve unternimmt zweiten Anlauf in der Handball-Verbandsliga

Vor neun Jahren betrat die 2. Mannschaft des TuS Spenge erstmals die höheren sportlichen Gefilde einer Verbandsliga

Ulrich Finkemeyer
19.08.2019 | Stand 19.08.2019, 14:50 Uhr

Spenge. Die vergangene Saison der Handball-Landesliga war gekennzeichnet durch einen an Dramatik nicht zu überbietenden Zweikampf um die Meisterschaft und den Aufstieg zwischen der Drittliga-Reserve des TuS Spenge und Handball Bad Salzuflen, den erstgenanntes Team letztlich für sich entschied. Die Badestädter kamen im November 2018 als Tabellenführer zum Hinspiel nach Spenge. Und sie wehrten mit einem 24:22-Sieg den Ansturm des Dauer-Zweiten der Liga zunächst ab - bis zum denkwürdigen Rückspiel in Bad Salzuflen am 30. März dieses Jahres. Vor einer für Landesliga-Verhältnisse rekordverdächtigen Kulisse von über 700 Zuschauern zog Spenge II seinem Gastgeber Handball Bad Salzuflen erst einmal so richtig vom "Leisten", führte zur Pause scheinbar vorentscheidend 14:8. "Wir waren bärenstark", schwärmt TuS-Trainer Stefan Dessin noch heute. Auch nach 41 Minuten schien beim Stand von 17:9 für die Gäste die Meisterschaftsfrage geklärt zu sein. Eine Doppeldeckung gegen den TuS brachte diesen noch in Bedrängnis. Doch näher als 21:20 in der 55. Minute kam Bad Salzuflen an die Spenger Reserve nicht heran. Durch den letztlich verdienten 24:22-Erfolg übernahm das Team der Trainer Stefan Dessin und Jens Nickolaus schließlich die Tabellenführung und feierte bald die Landesliga-Meisterschaft. Mit dem unveränderten Meisterteam und vier Neuverpflichtungen, von denen drei, nämlich Tobias Linke, Sebastian Reinsch und Malte Grintz, eigentlich Rückkehrer sind und nur Tjorven Werner aus der A-Jugend von GWD Minden als echter Neuzugang anzusehen ist, steht das Trainer-Duo Dessin und Nickolaus vor einer zweiten Verbandsliga-Saison mit Spenge II. Die jungen, schnellen Spieler waren »unsere stärkste Waffe im Meisterschaftskampf« Die Trainer setzen ganz auf ihre vielen jungen, sehr schnellen Spieler. Dessin: "Die waren unsere stärkste Waffe im Meisterschaftskampf." Und mit Sebastian Reinsch - er schaffte vor einem Jahr mit Spenges 1. Mannschaft den Aufstieg in die 3. Liga -, Malte Grintz und Philip Richter verstärken drei Außenflitzer die Offensive des Aufsteigers. Ferner setzen die Trainer auf die bewährte 3:2:1-Abwehr, die durch Tjorven Werner eine enorme Verstärkung bekommen hat (wie auch das Positionsspiel vorne), und die jetzt öfter Heimkehrer Tobias Linke hinter sich im Tor haben wird. Linke gehörte als Torwart bereits zum ersten Verbandsliga-Kader der Spenger in der Saison 2010/11 - wie auch Jens Nickolaus. Letzterer aber steht jetzt nur noch an der Seitenlinie. Für ihn wie auch für Trainer-Kollege Dessin sind Oberliga-Absteiger TSG Harsewinkel und der letztjährige Verbandsliga-Dritte HSG Altenbeken/Buke Favoriten auf den Titel. Mit der eigenen Mannschaft will das Trainer-Duo zunächst "mal sehen, was geht". Auf jeden Fall aber soll der sofortige Wiederabstieg dieses Mal vermieden werden.

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