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Fokussiert: Lars Hoischen spielte sich beim LTS-Cup auf der Anlage des TC Herford bis ins Halbfinale vor. Erst gegen den späteren Turniersieger war die Reise des Lokalmatadoren zu Ende. - © Yvonne Gottschlich
Fokussiert: Lars Hoischen spielte sich beim LTS-Cup auf der Anlage des TC Herford bis ins Halbfinale vor. Erst gegen den späteren Turniersieger war die Reise des Lokalmatadoren zu Ende. | © Yvonne Gottschlich

Herford Tennisturnier in Herford erfreut sich großer Beliebtheit

LTS-Cup: Die vierte Auflage wird sehr gut angenommen, auch von den Zuschauern im Sportpark Waldfrieden. Dabei herrscht bei den Spielen von Lokalmatador Lars Hoischen auf dem Center-Court die beste Stimmung

Yvonne Gottschlich
13.08.2019 | Stand 12.08.2019, 20:03 Uhr

Herford. Die Parkplätze voll, die Tennisplätze ausgebucht und auch die Zuschauertribüne richtig gut besucht: Die Gastgeber des TC Herford durften mit der vierten Auflage des Tennisturniers um den LTS-Cup lecker zufrieden sein. Dabei verpasste Lokalmatador Lars Hosichen den Einzug ins Finale knapp. Der an drei gesetzte Fynn Künkler vom TC SuS Bielefeld gewann das Finale gegen seinen Clubkollegen Lukas Mönter mit 6:0, 6:0. Drei Tage lang waren die Tennisplätze am Sportpark Waldfrieden voll ausgelastet. Vier Konkurrenzen, knapp einhundert Sportlerinnen und Sportler, dazu reichlich Sonnenschein. "Durch die Trockenheit werfen die Bäume schon die Blätter ab, das stört ein wenig, aber das ist auch schon alles", fand TCH-Vorsitzender Berthold Strüve nichts zu meckern. Er hatte viel Lob für die Organisatoren um Thorsten Liebich und Oberschiedsrichter Jörg Dausendschön übrig: "Die beiden kennen viele und wissen, wie sie die Leute ansprechen müssen, die Stimmung ist super und alle sind zufrieden", so Strüve weiter. Besonders der Stau auf der A2 am Freitag Abend bereitete den Gastgebern Kopfzerbrechen. "Da standen einige drin, wir haben viele Spiele umgelegt und bis auf zwei Partien alles durchbekommen", war Strüve zufrieden. »So waren noch einmal mehr Spieler hier und auch mehr Zuschauer« Erstmals gab es auch ein LK-Turnier am Waldfrieden. "Das war eine gute Entscheidung, so waren noch einmal mehr Spieler hier und auch mehr Zuschauer", war Lokalmatador Lars Hoischen zufrieden. Neben dem Herforder Spitzenspieler gingen auch Raoul Büscher (2. Runde), Jan von Hören (1. Runde), Rami Hamoda (2. Runde), Alexander Kopp (2. Runde) und Jonas Müller (3. Runde) beim A-5-Turnier an den Start. Im Herren B-Feld dominierte der an eins gesetzte Marvin Meier (TC Herford) das Feld. Vier glatte Zwei-Satz-Siege führten ihn zum Turniersieg. "Das Turnier ist wichtig für den Verein, wir sind bei der vierten Auflage, es ist alles noch sehr jung. Unser Ziel ist, dass wir auch mal Ranglistenspieler aus den Top 100 hier begrüßen können. Wenn wir noch mehr Qualität hier hätten, wäre das sehr schön", hat Strüve schon Ziele für die Zukunft. Nominell besser war das Feld der Frauen besetzt. "Wenn man sieht, welche Ranglistenspielerinnen hier sind, spricht das für uns", so Strüve. An der Top-gesetzten Derya Turhan (TC BW Halle) kam niemand vorbei. Im Halbfinale machte es ihr Anna Beßer (Hamm) aber nicht leicht. Im Finale musste Estella Jäger (Dresden) beim Stand von 6:2, 2:0 für Turhan aufgeben. »Das ist ärgerlich, weil ich gerne im Finale gespielt hätte« Doch alles schaute auf Lars Hoischen. Weil sich Vorjahresfinalist Jannis Kahlke (TC BW Lechenich) nach der Auslosung noch abmeldete, rutschte Hoischen an zwei vor. In der ersten Partie gegen Fabian Frank (TC GW Paderborn) hatte der Lokalmatador anfangs Probleme. Er steigerte sich im Tie-Break und spielte sich anschließend frei. Mit 7:6, 6:1 zog er in die nächste Runde gegen Jannik Isfort (Rheine). Hier gewann Hoischen problemlos mit 6:2, 6:3. Auch im Viertelfinale gegen den Bochumer Yannick Staupe überzeugte Hoischen beim 6:2, 6:4. Seine Begegnungen durfte er alle auf dem Center-Court vor großer Kulisse austragen. "Mir macht das richtig Spaß mit den Zuschauern, die Stimmung war super und auch die Unterstützung passte", verspürte er keinen Druck. Im Halbfinale gegen Fynn Künkler war die Reise des Herforders dann beendet. Hoischen kam schwer ins Spiel, lief einem 0:2 Rückstand hinterher. "Nach dem Fehlstart bin ich dann aber gut zurück gekommen", sagt Hoischen über sein Halbfinale , das er 5:7, 1:6 verlor. "Ich musste ins Risiko gehen, aber mein Aufschlag war nicht so gut und auch die Fehlerquote war dann zu hoch", analysierte der Herforder. "Das ist ärgerlich, weil ich gerne im Finale gespielt hätte, aber Fynn hat verdient gewonnen, er hat wirklich alles zurück gebracht", gratulierte Lars Hoischen. Im Finale hatte Künkler dann leichtes Spiel und gewann schnell mit 6:0, 6:0 gegen Lukas Mönter. Der hatte zuvor den an eins gesetzten Jonas Erdmann (Bielefelder TTC) ausgeschaltet.

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