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Herford Pia Mahnecke - eine Reiterkarriere nimmt Fahrt auf

Das Lützower Nachwuchstalent hat sich mit drei Pferden für die Westfälischen Meisterschaften Dressur und Springen qualifiziert. Doch ihr Springpferd fällt für das Landeschampionat aus

Ulrich Finkemeyer
07.08.2019 | Stand 06.08.2019, 19:57 Uhr

Herford. Die Hürden für eine Qualifikation zu den "Westfälischen Meisterschaften Dressur und Springen" sind hoch. Das weiß die zurzeit noch 15-jährige Pia Mahnecke aus jüngerer Vergangenheit, als sie sich 2017 und 2018 mit zwei Pferden für die entsprechende Landesmeisterschaft qualifizieren konnte. Für das diesjährige Championat, das von Freitag bis Sonntag in Greven-Bockholt über die Bühne geht, hat die amtierende Doppelkreismeisterin (im Springen und Dressur auf L-Ebene) gleich drei Pferde in Stellung gebracht, um in Bockholt dabei zu sein. Mit dem 11-jährigen Dressur-Pony "Na Belle" wurde Pia Mahnecke gleich im ersten Qualifikationsversuch mit 70 Prozent (von 65 geforderten) bewertet und wird kurz vor ihrem 16. Geburtstag noch einmal mit dem Pony die Dressur-Jugendmeisterschaft reiten. »Weil Anaconda beim Wenden nicht wie gewohnt geht« Mit ihrem zweiten Dressurpferd, dem achtjährigen Großpferd "Sugar Babe", mit dem sie die Junior-Tour reitet und bereits eine M-1-Stern-Prüfung gewonnen und M-2-Sterne-Platzierung erreicht hat, brauchte das Nachwuchstalent vom Reitverein "von Lützow" Herford drei Qualifikationsprüfungen, aus denen sie mit 68 Prozent Bewertung herausging und somit ebenfalls am Wochenende starten darf. Bei den diesjährigen "Westfälischen Meisterschaften Dressur und Springen" darf Pia Mahnecke auch mit ihren Springpferd "Anaconda" an den Start gehen. Vier Qualifikationsprüfungen auf M-2 Sterne-Niveau mussten bewältigt werden, dann sprach sich das Prüfungsgremium für einen Start im Springen aus. Doch das neunjährige Großpferd ist leicht verletzt. Schweren Herzens sagten Pia Mahnecke und Mutter Silke den Start ab. "Weil Anaconda beim Wenden nicht wie gewohnt geht, haben wir uns zu dieser Vorsichtsmaßnahme entschlossen", sagen Mutter und Tochter. So bleiben der Nachwuchsreiterin, wie in den zwei Jahren zuvor, zwei Dressurprüfungen. Mit Na Belle rechnet sich Pia Mahnecke angesichts der starken münsterländischen Konkurrenz nicht viel aus. "Doch mit Sugar Babe möchte ich den Endkampf erreichen", sagt die ehrgeizige Reiterin. Schon früh hatte Pia Mahnecke Interesse am Reiten gezeigt. Mutter Silke: "Pia hatte alle Playmobils für Pferde und Reiterhof in ihrem Kinderzimmer". Nach einem Besuch mit den Eltern am "Tag der offenen Tür" in der Reitschule Löhne - Am Osterfeld, mit Schnupperreiten auf einem kleinen Shetland-Pony, "waren die Weichen für Pia ganz auf Pferdesport gestellt", erinnert sich Mutter Silke nur zu gut. Mit 10 Jahren bekam Pia Mahnecke ihr erstes eigenes Pony, mit dem sie gleich ihr erstes Turnier bestritt und einen zweiten Platz in einer Dressurprüfung errang. »Alle Playmobils für Pferde und Reiterhof im Kinderzimmer« Als 12-Jährige erhielt die junge Dressurreiterin das Pony "Na Belle", mit dem sie sogleich in der E-Dressur gute Ergebnisse erzielte und nun nach vier gemeinsamen Jahren bei den Westfälischen Meisterschaften ihr letztes Turnier reiten wird. Als Juniorin (16 - 18 Jahre) muss sie ein Großpferd reiten. Das steht mit "Sugar Babe" seit einem Jahr bereit. In dieser Zeit haben sich Reiterin und Pferd "von L- auf M**-Niveau heraufgearbeitet", so Pia zu ihrer die Leistungssteigerung. Und vielleicht ist sogar bei den Landesmeisterschaften ein Treppchenplatz für Sugar Babe und Pia möglich. Das wäre ein zweiter kleiner Ritterschlag in der noch jungen Reiterkarriere der Pia Mahnecke, nachdem sie kürzlich von keiner geringeren als Bundestrainerin Cornelia Endress zu einem Start beim großen "Hamburg-Derby" nominiert worden war.

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