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In Exter am Start: Nationenpreisreiter Markus Brinkmann mit „Pikeur Quickfire", der seine fast einjährige Pause wegen Lungenproblemen noch nicht ganz überwunden hat. - © Yvonne Gottschlich
In Exter am Start: Nationenpreisreiter Markus Brinkmann mit „Pikeur Quickfire", der seine fast einjährige Pause wegen Lungenproblemen noch nicht ganz überwunden hat. | © Yvonne Gottschlich

Herford Markus Brinkmann: "Setze mir nach oben keine Grenzen"

Interview: Nationenpreisreiter startet in Exter - aber trotz enormer Erfolge wohl nicht in Aachen. Höhepunkt ist nun die Global Champions Tour

Dirk Kröger
16.07.2019 | Stand 15.07.2019, 19:38 Uhr

Herr Brinkmann, in den vergangenen beiden Jahren gab es gesundheitliche Probleme zunächst bei Ihnen nach einem Sturz, dann bei Ihrem Spitzenpferd Pikeur Dylon. Ist das überwunden? Markus Brinkmann: Ja, wir hatten in den vergangenen eineinhalb Jahren Probleme. Aber Pferd und Reiter sind jetzt wieder gut drauf. Und zuletzt gab es auch schon entsprechende Ergebnisse. Was waren da bislang die Höhepunkte in diesem Jahr? Brinkmann: Bei der Deutschen Meisterschaft in Balve haben wir im Finale den dritten Platz belegt. Aber eigentlich lief es auch schon in der Hallensaison gut, denn in Neumünster und Dortmund haben wir uns jeweils mit Null-Fehler-Ritten platziert, und auch in Groß Viegeln und Wiesbaden sind wir ohne Strafpunkte platziert worden. Das klingt ja wirklich gut. Aber so richtig scheinen diese Leistungen ja nicht honoriert zu werden, denn für das CHIO in Aachen wurden sie vom Bundestrainer nur als Ersatzmann nominiert. Wie groß ist da die Enttäuschung? Brinkmann: Begeistert bin ich über diese Entscheidung natürlich nicht, denn Aachen ist schon das Prestigeturnier, bei dem man als guter Reiter besonders gern startet. Aber es stehen ja noch einige Höhepunkte an, so bin ich vom 26. bis 28. Juli bei der Global Championstour in Berlin wieder dabei, danach steht ein Start in Münster an, und beim Nationenpreis im spanischen Gijon werde ich Ende August auch reiten. Gibt es schon wieder höhere Ziele für die nähere Zukunft? Brinkmann: Zuletzt gab es viele Aufs und Abs, da verbieten sich langfristige Ziele. Ich schaue einfach nur von Turnier zu Turnier, setze mir dabei aber nach oben keine Grenzen. Wichtig ist vor allem, dass Reiter und Pferd gesund bleiben müssen. Bei all den großen nationalen und auch internationalen Verpflichtungen überrascht es ein wenig, dass Sie auch bei einem ländlichen Turnier wie in Exter dabei sind. Warum tun Sie das? Brinkmann: Das Turnier hier hat durch den neuen Sandplatz einen Riesensprung gemacht - das war am Wochenende deutlich zu sehen, denn trotz des Regens zwischendurch gab es überhaupt keine Probleme. Und bei einem Nachbarverein wie dem RV "von Bismarck" startete ich ohnehin gern - wenn es denn der Turnierplan zulässt. Aber ihr Spitzenpferd Dylon hatten Sie in Exter nicht am Start, oder? Brinkmann: Nein, das würde nicht in den Turnierplan passen. Dafür habe ich aber zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Pikeur Quickfire gesattelt. Er hatte Luftprobleme und war deswegen drei Monate lang auf Sylt; in Exter ist er jetzt erst zum zweiten Mal wieder bei einem Turnier im Einsatz. Und mit Pikeur Kingston habe ich ein neunjähriges Pferd im Einsatz, auf das ich große Hoffnungen setze.

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