Herford Robert Rutz läuft zum OWL-Titel

Leichtathletik: Rutz grüßt als Ostwestfalenmeister und Nummer zwei der deutschen Jahresbestenliste

11.06.2019 | Stand 10.06.2019, 19:44 Uhr

Herford. Taktisch klug gelaufen, auf die Chance auf der Zielgerade gewartet und in neuer herausragender Bestzeit den Titelgewinn perfekt gemacht: Robert Rutz, Riesennachwuchstalent des SC Herford, präsentierte sich bei den ostwestfälischen Leichtathletikmeisterschaften der Altersklassen U16 auf der Bielefelder Rußheide in absoluter Bestform. Die Vorgabe seines Trainers Jürgen Marks für seinen 800-Meter-Lauf der Klasse M14 war recht simpel formuliert: "Gewinn einfach die Meisterschaft, die Zeit spielt da keine Rolle!" Dass dies nicht ganz einfach sein würde, war beiden schon bewusst, denn sein schärfster Konkurrent vom LC Solbad Ravensberg ist derzeit in ebenso guter Form wie Robert Rutz. Deshalb war klar, dass der Lauf sehr taktisch sein würde und keiner der Beiden zu früh eine Attacke riskieren wollte. Zunächst aber bestimmte ein anderer Läufer der Klasse M15, die zusammen in einem Lauf mit den jüngeren Athleten antreten mussten, das Geschehen auf der Rundbahn und arbeitete sich zeitweise einen deutlichen Vorsprung von über 30 Metern heraus. Die Meisterschaftsfavoriten ließen sich davon nicht beeindrucken und liefen ihren eigenen Rhythmus weiter. Die Rechnung ging auf und kurz vor der letzten Kurve kam es zu dem erwarteten Showdown. Zweitschnellste Zeit in der Jahresbestenliste Taktisch klug wartete Robert Rutz bis zur Zielgerade im Windschatten des noch Führenden, um seinen Endspurt anzusetzen. Für die Zuschauer wurde hier ganz großer Sport geboten. Die Stoppuhr zeigte für den jungen Herforder hervorragende 2:07,88 Minuten an. Das bedeutete nicht nur den Titel bei der Ostwestfälischen Meisterschaft, sondern auch eine Pulverisierung seines eigenen Freiluftkreisrekordes um fast sieben Sekunden. Das ist derzeit auch die zweitschnellste Zeit in der aktuellen deutschen Jahresbestenliste. Es fehlen Robert Rutz gerade Mal 0,6 Sekunden bis zur Spitze. Bei den kommenden Westfalenmeisterschaften wird er dann in Paderborn zum zweiten Mal auf seinen großen Widersacher aus Dortmund treffen, dem er sich bei den Hallenmeisterschaften nur knapp geschlagen geben musste. Ein ganz heißes Duell ist also auch hier wieder zu erwarten.

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