Comeback gelungen: Marcel Ortjohann (l.) – hier im Trikot der 2. Spenger Mannschaft – erzielte in Köln drei Tore. - © Jens Göbel
Comeback gelungen: Marcel Ortjohann (l.) – hier im Trikot der 2. Spenger Mannschaft – erzielte in Köln drei Tore. | © Jens Göbel

Köln Der TuS Spenge erreicht sein nächstes Ziel

3. Handball-Liga: TuS Spenge kehrt mit einem 24:24 vom Gastspiel beim Longericher SC zurück

Köln. Handball-Drittligist TuS Spenge hat zwar den angepeilten Sieg im Gastspiel beim Longericher SC verpasst, darf aber dennoch gut gelaunt in die kurze Osterpause gehen, denn nach dem 24:24 (13:14)-Unentschieden in Köln steht endgültig fest, dass die Spenger die Saison auf einem der ersten sechs Tabellenplätze beenden werden und damit für den DHB-Pokalwettbewerb in der kommenden Saison qualifiziert sind. "Angesichts des Spielverlaufs bin ich mit dem Unentschieden zufrieden", sagte Trainer Heiko Holtmann, dessen Team im Kölner Stadtteil Chorweiler zwischenzeitlich mit bis zu fünf Toren Unterschied zurück lag. In den ersten 15 Minuten aber entwickelte sich ein Top-Spiel von beiden Mannschaften, wobei die Gäste mit 4:6 in Rückstand gerieten (10.), um dann nach einer Auszeit die eigene Deckung von 3:2:1 auf 6:0 umzustellen. Das wirkte sich positiv aus, in der Folge war eine ausgeglichene Partie zu sehen, in der die Gastgeber mit einer knappen und verdienten Führung in die Halbzeitpause gingen. Nach dem Seitenwechsel verlor der ostwestfälische Klassenneuling etwas den Faden. Beim 15:20 (42.) und 18:23 ( 49.) schien die Partie schon verloren. Spenge reagierte und stellte die Deckung erneut um - und nun kam Longerich mit der 6:0-Formation der Gäste gar nicht mehr klar. Kevin Becker hielt einen Siebenmeter, vier Bälle wurden von den Spengern abgefangen und ganz schnell war der Anschluss wieder hergestellt. Die erste große Möglichkeit, sogar in Führung zu gehen, verpasste der Tabellendritte in der 53. Minute, als Fabian Breuer nur die Latte des Longericher Tors traf. Doch in der 57. Minute klappte es doch noch: Spenge lag mit 24:23 vorn, hatte damit sechs Treffer in Folge erzielt. "Das war eine kämpferische Top-Leistung. Ich bin wirklich stolz auf die Jungs", kommentierte Heiko Holtmann diesen Kraftakt seiner Schützlinge. 37 Sekunden vor Spielende glich Longerich zum 24:24 aus - bei der anschließenden Auszeit sprachen sich die Spenger Spieler dafür aus, lieber den einen Punkt durch ein ruhiges Spiel zu sichern statt Risiko zu gehen und den Siegtreffer anzuvisieren. Und das funktionierte.

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