Einmarsch der Nationen: Bei den German Friendships - hier ein Bild aus dem Jahr 2017 - wird es auch dieses Mal wieder farbenprächtig zugehen. - © Dirk Kröger
Einmarsch der Nationen: Bei den German Friendships - hier ein Bild aus dem Jahr 2017 - wird es auch dieses Mal wieder farbenprächtig zugehen. | © Dirk Kröger

Herford Die German Friendships feiern Jubiläum

Reiten: Organisator Lars Meyer zu Bexten freut sich über Anfragen aus aller Welt für die German Friendships. Geritten wird vom 23. bis 28. Juli auf dem Bexter Hof

Herford. In diesem Jahr ist es wieder soweit: Vom 23. bis 28. Juli feiern Jugendliche aus aller Welt in Herford die German Friendships. Schon jetzt kann sich Lars Meyer zu Bexten, Veranstalter des Jugend- und Kinder-Reitturniers, vor Anfragen kaum retten. "Es ist schön zu sehen, dass unsere Idee so weite Kreise zieht", sagt der neue Chef des Bexter Hofes. Die Jubiläumsveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen der Friendships soll die Tradition weiterführen, "ein echtes Fest der Reiterjugend zu werden, bei dem das Miteinander und die Freundschaft über alle Grenzen hinweg im Vordergrund stehen, und nicht der Wettbewerb", so der Hausherr. Das Ziel der German Friendships sei aber ebenso, "die reiterlichen Kenntnisse zu schulen und von renommierten Profireitern zu lernen". Profireiter sind wieder als Trainer im Einsatz Bundes-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat trotz ihres umfangreichen Arbeitspensums zugesagt, wieder die Schirmherrschaft für die Woche zu übernehmen und selbst dabei zu sein, wenn die über 100 jungen Reiterinnen und Reiter ihren Sport ausüben. Der Mannschafts- Bronze-Medaillengewinner der Weltmeisterschaft, Marcus Ehning sagt: "Natürlich dürfen meine Kinder, wenn sie alt genug sind, als aktive Reiter und deutsche Teammitglieder an den Friendships teilnehmen. Davon können sie nur profitieren, dieser internationale Kontakt ist eine prima Sache. Wir hätten auch keinerlei Probleme, einem Gastreiter ein geeignetes Pferd zur Verfügung zu stellen. Das würde ich gerne unterstützen." Im vergangenen Jahr bekamen die German Friendships beim internationalen Turnier CSI Basel den "Award of Honour" verliehen. Die Begründung der Jury für diese Auszeichnung: "Dies ist eine einzigartige Veranstaltung für junge Springreiter aus der ganzen Welt". "Friendships - not championships" steht als Motto über der Veranstaltung, die weltweit ihresgleichen sucht, und die im Zweijahres-Rhythmus ausgetragen wird. Das Ziel ist, Völkerverständigung zu praktizieren, Teamgeist zu leben, anderen Respekt zu zollen, Horsemanship zu verinnerlichen und die eigene Reiterei zu verbessern. Der sportliche Gedanke soll jedoch bei den bereits turniererfahrenen Nachwuchsreitern nicht außen vor bleiben. Daher bietet Turnierleiter Lars Meyer zu Bexten an drei Turniertagen erstklassigen Sport. Das Konzept der German Friendships: Ein deutscher Nachwuchsreiter und ein internationaler Gast bilden gemeinsam ein Team. Der Gastreiter bekommt von seinem deutschen Partner ein Pferd gestellt. Dieses neue, internationale Duo bleibt bei der Veranstaltung unzertrennlich, während der Trainingstage bis zum Turnier am Abschlusstag, bei dem um Sieg und Platzierung geritten wird. Bei den "Scheunen-Gesprächen" werden gesellschaftliche Themen diskutiert Insgesamt sind etwa 110 Teilnehmer am Start. Bisher waren cirrund 600 Reiter und Reiterinnen aus über 67 Ländern zu Gast auf dem Bexter Hof. Ein wichtiger Programmpunkt ist der Tag der Profireiter, die als Trainer auf die Anlage der Meyer zu Bextens kommen. Reiter wie Ludger Beerbaum, Bertram Allen, Marco Kutscher, Maurice Tebbel, Philipp Weishaupt, Jeroen Dubbeldam, Meredith Michaels-Beerbaum, ihr Mann Markus Beerbaum, oder Marcus Ehning - um nur einige zu nennen, hatten schon Einsätze als Trainer. Seit langem unterstützt die große Dame des Pferdesports, Nancy Southern, die German Friendships. Das weltweit agierende Unternehmen Atco der Organisatorin des weltberühmten Reitturniers im kanadischen Spruce Meadows ist Namensgeber des "Atco Cups" bei den German Friendships. Ehemalige Reiter, die inzwischen den Weg zur Weltspitze geschafft haben, treffen bei einem 1,50-Meter-Springen aufeinander. Für Nayel Nasser (Ägypten), der inzwischen in vielen internationalen Großen Preisen siegreich war, war es 2017 Ehrensache, auf dem Weg zur Longines Global Champions Tour nach Berlin kurz in Herford vorbeizuschauen, um am Atco Cup teilzunehmen. Er entschied die Premiere dieser Prüfung für sich. Ein weiterer Höhepunkt sind die sogenannten "Scheunen-Gespräche", ein exklusives Forum für Politik und Wirtschaft am Rande des sportlichen Geschehens. Bundes- und Landesminister, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Wirtschaftsvertreter und andere Prominente treffen sich zum Austausch in einem außergewöhnlichen Ambiente. In zwei Foren diskutieren die eingeladenen Gäste globale Fragen aus Politik und Wirtschaft. Der Eintritt für den Besuch der German Friendships wird wieder frei sein.

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