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Treffsicher: Oliver Tesch erzielte in Augustdorf sieben Treffer für den TuS Spenge und damit die meisten Feldtore. Die Deckung der Lipper bekam den Spenger Kreisläufer nie in den Griff. - © Oliver König
Treffsicher: Oliver Tesch erzielte in Augustdorf sieben Treffer für den TuS Spenge und damit die meisten Feldtore. Die Deckung der Lipper bekam den Spenger Kreisläufer nie in den Griff. | © Oliver König

Augustdorf Spenger Handballer gewinnen im OWL-Derby souverän

Im Nachbarschaftstreffen bei Team HandbALL Lippe II landet der Klassenneuling einen ungefährdeten Sieg. Dafür reicht gegen einen schwachen Gegner eine durchschnittliche Leistung aus

Dirk Kröger
11.02.2019 | Stand 10.02.2019, 20:27 Uhr

Augustdorf. Zwei Niederlagen in Folge - das haben die Spieler des Handball-Drittligisten TuS Spenge in den vergangenen Jahren eigentlich noch nie erlebt. Nun aber gab es diese zwei Niederlagen. Aber: Die Spenger zeigten sich in ihrem Gastspiel beim "Nachbarn" Team HandbALL Lippe II davon unbeeindruckt - ebenso wie von der Tatsache, dass die Lipper mit dem Niederländer Dani Baijens im Rückraum einen Akteur aus dem Bundesligakader des TBV Lemgo aufboten. Mit einem ungefährdeten 28:21 (18:10)-Sieg fanden die Spenger in die Erfolgsspur zurück. Dabei zeigte der Klassenneuling in Augustdorf keineswegs eine überragende Leistung. Der aber bedurfte es gegen harmlose Lipper auch gar nicht. Nicht einmal geriet Spenge in Rückstand, schon früh wurde der einmal herausgeworfene Vorsprung ausgebaut - auch, weil die abstiegsgefährdeten Gastgeber sich im Angriff erstaunlich viele Fehler leisteten. "Die haben wir aber erzwungen", wollte Spenges Trainer Heiko Holtmann den Erfolg seines Teams keinesfalls in erster Linie mit Schwächen des Gegners begründen, bei dem auch der oben erwähnte Baijens kaum auffiel. Vor allem TuS-Kreisläufer Oliver Tesch war von der Deckung der Lipper nicht in den Griff zu bekommen, die Anspiele auf ihn waren für die ALL-Deckung nicht zu verhindern. Und weil die Gäste sich im Gegensatz zu den voran gegangenen Spielen in Person Phil Hollands dieses Mal auch vom Siebenmeterpunkt aus als treffsicher erwiesen, war die Vorentscheidung im OWL-Duell früh gefallen. So richtig weh tat den Lippern die Schlussminute der ersten Halbzeit, als zunächst Maxim Schalles bei einem Siebenmeter nur die Latte traf, und dann auf der Gegenseite Fynn Prüßner den Ball nach einem Abpraller in die Hand bekam und mit dem Schlusspfiff zum 10:18 traf. Nach der Pause wollten die Gastgeber mit einer nun offensiveren Deckung noch einmal eine Wende herbeiführen. Zwei Gegenstoßtore sorgten für ein 12:18, doch beim dritten Gegenstoß scheiterte Dominik Schmid am gut aufgelegten Kevin Becker im Spenger Tor. Und damit war es vorbei mit der Chance auf eine Überraschung. Obwohl die blau gewandeten Spenger sich einige Lässigkeiten, Unkonzentriertheiten und daraus resultierende Ballverluste im Angriff erlaubten, wurde es niemals mehr richtig spannend. Einerseits nämlich stand die TuS-Deckung bis zum Abpfiff gut, andererseits schien Spenger immer noch einmal einen Gang hochschalten zu können, wenn es nötig war. "In der Summer war das viel einfacher als erwartet", fasste Heiko Holtmann zusammen.

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