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Zufrieden: Krefelds Trainer Ronny Rogawska (r.) durfte sich über die Revanche seiner HSG gegen Spenge freuen. - © Yvonne Gottschlich
Zufrieden: Krefelds Trainer Ronny Rogawska (r.) durfte sich über die Revanche seiner HSG gegen Spenge freuen. | © Yvonne Gottschlich

Krefeld Die Erfolgsserie des TuS Spenge reißt beim Spitzenreiter

Handball-Oberliga: Der TuS Spenge unterliegt beim souveränen Tabellenführer HSG Krefeld mit 26:30. Trainer Heiko Holtmann ist mit der Leistung seiner Schützlinge im ersten Rückrundenspiel dennoch zufrieden

Dirk Kröger
17.12.2018 | Stand 16.12.2018, 22:00 Uhr

Krefeld. Acht Spiele in Folge überstand der TuS Spenge in der 3. Handball-Liga ohne Niederlage - jetzt endete nicht ganz unerwartet die Erfolgsserie des Klassenneulings. Bei Tabellenführer HSG Krefeld unterlagen die Spenger mit 26:30 (12:14), was für Krefeld übrigens den 15. Sieg in Folge bedeutete - die Mannschaft hatte zuvor nur eine Partie, nämlich die am ersten Spieltag in Spenge, verloren. "Eigentlich bin ich ganz zufrieden", sagte TuS-Trainer Heiko Holtmann nach dem ersten Rückrundenspiel, das die Spenger auch noch ohne Nils van Zütphen, der mit einem Deltaband-Anriss ausfiel, und damit ohne Linkshänder im Rückraum bestreiten mussten. Zudem fehlten die Langzeit-Verletzten Leon Prüßner, Marcel Ortjohann und Phil Holland sowie der aus beruflichen Gründen verhinderte Nils Prüßner. Krefeld hatte den besseren Start und legte eine schnelle 3:0-Führung vor. Dann aber fingen sich die Spenger vor 680 Zuschauer, von denen rund 50 aus Ostwestfalen angereist waren, und zeigten bis zur Pause eine ansprechende Partie. Die Spenger Deckung stand. Und auch wenn die beiden TuS-Torhüter nicht ihren besten Tag erwischt hatten, blieb die Partie lange offen. »Um gegen einen derart starken Gegner zu punkten, muss einfach alles passen« Das galt auch für die ersten Minuten des zweiten Durchgangs. Beim 15:15 glichen die Gäste sogar aus und auch beim 18:18 in der 42. Minute hielten sie noch ein Unentschieden. Dann aber folgten vier unglückliche Aktionen in Folge: In Unterzahl gab?s einen Gegentreffer, dann verwarf Fabian Breuer einen Siebenmeter, die nächste Möglichkeit wurde freistehend am Kreis vergeben und schließlich landete ein Abpraller unglücklich bei den Hausherren, die so auf 22:18 davonzogen. "Diese vier Aktionen waren spielentscheidend", sagte Holtmann nach der Partie. "Um gegen einen derart starken Gegner zu punkten, muss einfach alles passen. Und in der Phase passte es eben nicht perfekt." Nachdem der Rückstand angewachsen war, versuchten die Spenger noch einiges, agierten etwa mit einem siebten Feldspieler im Angriff, nahmen erst einen, später gar drei Krefelder in Manndeckung - es half nichts, der Rückstand gegen die enorm routinierte Mannschaft der HSG war nicht mehr aufzuholen und die erste Spenger Niederlage seit dem 7. Oktober war perfekt. Für Spenge steht nun am kommenden Samstag noch die Heimpartie gegen den Northeimer HC an - und damit besteht die Chance, das Jahr mit einem Erfolgserlebnis zu beenden.

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