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So war?s im Hinspiel: Fabian Breuer (blaues Trikot) gewann mit dem TuS Spenge gegen die HSG Krefeld. - © Foto: Yvonne Gottschlich
So war?s im Hinspiel: Fabian Breuer (blaues Trikot) gewann mit dem TuS Spenge gegen die HSG Krefeld. | © Foto: Yvonne Gottschlich

Spenge TuS Spenge reist am Samstag zum Tabellenführer

Der HSG Krefeld, welcher an der Spitze der Tabelle steht, verlor bislang nur ein Spiel - nämlich beim TuS Spenge

15.12.2018 | Stand 14.12.2018, 18:24 Uhr

Spenge. Der TuS Spenge wird aller Voraussicht nach auch nach dem ersten Rückrundenspieltag den vierten Tabellenplatz in der 3. Handball-Liga belegen - zumindest kann ihn der Rangfünfte, die HSG Bergische Panther, auch rein rechnerisch nicht überholen. Das gilt auch dann, wenn am Samstag die Erfolgsserie der Spenger reißen sollte und die Mannschaft beim souveränen Tabellenführer HSG Krefeld eine Niederlage kasieren sollte. Die samstägliche Gastgeber startete als Titelfavorit in die Saison. Und die eröffnete er mit einem Gastspiel beim Klassenneuling TuS Spenge. Der Aufsteiger gewann 24:23, in Krefeld wurde es unruhig. Aber danach gewann die HSG ihre folgenden 14 Begegnungen allesamt, womit die Mannschaft die Tabelle ganz souverän anführt. Und jetzt geht?s wieder gegen Spenge, noch dazu in eigener Halle, vor voraussichtlich mehr als 1.000 Zuschauern. "Die werden brennen ohne Ende", erwartet Spenges Trainer Heiko Holtmann, der ein wenig darauf hofft, dass der enorme Ehrgeiz der Rheinländer die Mannschaft sogar etwas hemmt. "Im Hinspiel haben die uns unterschätzt", ist er sich sicher, dass Krefeld im August diesen Jahres nicht sein wahres Leistungsvermögen zeigte. "Wie die jetzt spielen", schwärmt Holtmann sogar ein wenig, "das ist eine Klasse Unterschied zu damals." Die Ostwestfalen spielten zudem auch ohne Oliver Tesch nach Einschätzung ihres Trainers über den eigenen Verhältnissen. Das alles zusammen, da ist Holtmann sich sicher, wird sich nicht wiederholen. Gegen einer erneute Überraschung spricht auch die enorm angespannte personelle Situation beim Tabellenvierten, denn neben den Langzeit-Verletzten Leon Prüßner, Phil Holland und Marcel Ortjohann wird mit Sicherheit auch Linkshänder Nils Prüßner fehlen, der aus beruflichen Gründen verhindert ist. Ein großes Fragezeichen steht zudem hinter dem unter einer Fußverletzung leidenden Nils van Zütphen. Und im Training fehlte auch noch Fabian Breuer, der die Woche im Rahmen seines Praktikums beim Deutschen Handball-Bund in Rostock verbrachte. Das alles klingt wirklich nicht nach einer Wiederholung des Hinspielsieges. "Wir bauen in erster Linie auf unsere Deckung", erklärt Holtmann, wie die vielleicht unter Umständen eventuell doch möglich sein kann. Die große Frage ist, wie es im Angriff laufen wird, fehlen hier doch Rückraumspieler und ein Linkshänder. "Ich habe mir Einiges überlegt", sagt der Trainer wenig überraschend, ohne zu erklären, was er sich überlegt hat. Sicher ist, dass auch das mangels Masse kaum trainiert werden konnte. "Aber das machen wir aus der kalten Buchse heraus", ist Holtmann sich sicher, dass die Mannschaft weiß, was er von er erwartet. Immerhin erwartet praktisch niemand einen Spenger Sieg. Und diese Rolle liegt dem Neuling ja eigentlich . . .

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