Troppauer Farbenpracht: Trotz dieser einfallsreichen Choreografie scheidet der Schlesische Fußballclub Opava im Achtelfinalpokalspiel gegen Sparta Prag mit 3:4 nach Elfmeterschießen aus. - © Stefan Hageböke
Troppauer Farbenpracht: Trotz dieser einfallsreichen Choreografie scheidet der Schlesische Fußballclub Opava im Achtelfinalpokalspiel gegen Sparta Prag mit 3:4 nach Elfmeterschießen aus. | © Stefan Hageböke

Herford Stefans Fußballreisen: Rübezahl mit Navigationsrochade

Von Sparta zu Sparta

Herford. Fast 1.000 Kilometer liegen zwischen dem 4:0-Heimsieg von Sparta 09 Nordhorn gegen den SV Veldhausen 07 in der Kreisliga Grafschaft Bentheim und dem drei Tage später von unserem NW-Mitarbeiter Stefan Hageböke ebenfalls konsultierten Pokalauswärtsspiel des tschechischen Namensvetters Sparta Prag beim SFC Opava (Troppau). Den zuvor in der Grafschaft vergessenen Fotoapparat hatte er auf seiner Ostblock-Reise dabei - dafür jedoch ein anderes elektrisches Utensil sträflich vernachlässigt. Die Sollbruchstelle des im November 2016 erworbenen Navigationsgerätes aktiviert sich exakt zum nächtlichen Ablauf der Garantiezeit auf der Autobahn A14. Nur gut, dass die Fehlerquelle im Ladekabel liegt und dieses mit dem im Reisegepäck befindlichen intakten Zubehör des ebenfalls defekten Vorgängergerätes austauschbar ist. So wird das am Montagmittag als Zwischenziel eingeplante Junioren-Erstligaspiel zwischen Slovan Liberec und Slavia Prag (2:4) im altehrwürdigen Sportpark noch rechtzeitig erreicht. 20 Gästefans nehmen den Weg auf sich Weil am Mittwoch das Achtelfinale zwischen dem SFC (Schlesischer Fußballclub) Opava und Sparta Prag bereits am Nachmittag angepfiffen wird, nehmen nur gut 20 hartgesottene Gästefans den 380 Kilometer langen Transfer aus der tschechischen Hauptstadt auf sich. Immerhin freuen sie sich über den 4:3-Sieg nach Elfmeterschießen und den Einzug ins Pokalviertelfinale, während im Tribünenbauch des Troppauer Parkstadions das Mobiltelefon aufgeladen werden kann, bevor es (in inoffiziellen Diensten der BBG Herford) zum Basketball-Scouting nach Nový Jicin (Neu Titschein) geht. Vom ursprünglich im Beobachtungsfeld stehenden Europaliga-Gruppenspiel des FK Gablonz nimmt der Autor zugunsten von Eishockey im ostmährischen Trinec Abstand, damit sich die zuvor erstandene Autobahnplakette zumindest auf dem Rückweg via Oberfranken amortisiert. Inzwischen hat der daheim vergessene Rasierer einen Rübezahlbart heraufbeschworen. Klar ist: Dieser muss dringend entfernt werden - sonst droht eine Strafversetzung ins Riesengebirge.

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