Voll abgezogen: So wie bei diesem Schlagschuss will HEV-Verteidiger Aaron Reckers auch an diesem Wochenende glänzen. - © Yvonne Gottschlich
Voll abgezogen: So wie bei diesem Schlagschuss will HEV-Verteidiger Aaron Reckers auch an diesem Wochenende glänzen. | © Yvonne Gottschlich

Herford Ice Dragons bitten zum Spitzenspiel

Eishockey-Regionalliga: Die seit elf Spielen siegreichen Herforder empfangen den Tabellenzweiten Bären Neuwied und reisen zu gebeutelten Luchsen nach Lauterbach

Markus Voss

Herford. Vor zwei Aufgaben, die unterschiedlicher nicht sein könnten, stehen an diesem Wochenende die Herforder Ice Dragons in der Eishockey-Regionalliga. Am Freitagabend empfängt der HEV, seines Zeichens Tabellendritter, den Zweiten EHC Bären Neuwied zum Spitzenspiel (20.30 Uhr, Eishalle Im Kleinen Felde), während es für die Herforder am Sonntag zum Vorletzten Luchse Lauterbach (18 Uhr, Eissport-Arena Lauterbach) geht. Dass es die Spiele gegen Neuwied in sich haben, davon können die HEV-Fans wahrlich ein Lied singen. So gut wie immer ging es auf dem Eis zwischen diesen beiden Teams hoch her. Viele Strafzeiten, viele Tore und meist knappe Ergebnisse - oftmals war alles dabei. Ein Blick auf die Leistungen beider Teams in der aktuellen Saison lässt erahnen, dass das auch an diesem Freitag in Herford nicht anders sein wird. Die Bären haben als bisher einziges Team Tabellenführer Hamm besiegt und sich so trotz zuletzt etwas schwächerer Auftritte mit 15 Siegen und einem Remis aus 19 Spielen sieben Punkte Vorsprung auf die Ice Dragons erarbeitet. Auf der anderen Seite schwimmt Gastgeber HEV nach elf Siegen in Folge (bei 84:26 Toren) auf einer echten Erfolgswelle. »Es ist alles für einen wahren Eishockey-Leckerbissen gerichtet« Und so dürfte dieses Spiel denn auch richtungsweisend sein. Mit einem Sieg können sich die Bären bis auf zehn Punkte von den Herfordern absetzen. Auf der anderen Seite könnte der HEV den Vorsprung bis auf vier Zähler verkleinern. Die Ice Dragons wären dann wieder dran und hätten rein rechnerisch gute Karten auf Platz zwei. "Es ist alles für einen wahren Eishockey-Leckerbissen gerichtet", ist sich darum auch Lars Husemann vom HEV sicher. Und am Sonntag? Die gebeutelten Luchse aus Lauterbach haben in den zurückliegenden Wochen arge Personalprobleme gehabt und jetzt reagiert. In Dustin Bauscher kam einen regionalligaerprobten Angreifer aus Frankfurt, der abgewanderte Kontingentspieler Jiri Charousek wurde durch Jakub Zdenek (zuletzt EG Diez-Limburg) ersetzt. Zudem sollte noch ein weiterer Spieler verpflichten werden. Dennoch hatte Luchse-Interimscoach Sven Naumann am vergangenen Wochenende (5:13 gegen Hamm und 2:10 in Dinslaken) nicht mehr als ein Rumpfteam zur Verfügung. "Allerdings könnte es sein, dass Lauterbach gegen uns den einen oder anderen Förderlizenz-Spieler aus Kassel einsetzen wird", sagt Lars Husemann. Trotz der bisher gegen die Luchse eingefahrenen sehr deutlichen Siege (11:3; 22:1) sollte der HEV am Vogelsberg also auf der Hut sein.

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