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Jaaaaaaaaaaaa: Nach einem perfekt vorgetragenen Tempogegenstoß und seinem Treffer zum 31:19-Endstand neun Sekunden vor der Schlusssirene schreit der Spenger Youngster Fynn Prüßner seine Freude heraus. Links läuft Teamkollege René Wolff ins Bild. - © Eva-Lotte Heine
Jaaaaaaaaaaaa: Nach einem perfekt vorgetragenen Tempogegenstoß und seinem Treffer zum 31:19-Endstand neun Sekunden vor der Schlusssirene schreit der Spenger Youngster Fynn Prüßner seine Freude heraus. Links läuft Teamkollege René Wolff ins Bild. | © Eva-Lotte Heine

Spenge Spenger Handballer landen den sechsten Sieg in Folge

Der TuS Spenge lässt Mitaufsteiger MTV Großenheidorn beim klaren 31:19-Heimerfolg nicht den Hauch einer Chance

Markus Voss
03.12.2018 | Stand 02.12.2018, 21:07 Uhr

Spenge. Das war eine Demonstration der Stärke: Der TuS Spenge hat in der 3. Handball-Liga in eigener Halle gegen den MTV Großenheidorn mehr als deutlich mit 31:19 (16:9) gewonnen und dabei den Gästen vom Steinhuder Meer nicht den Hauch einer Chance gelassen. Nach dem sechsten Sieg in Folge sollte beim Aufsteiger aus Ostwestfalen das Thema Klassenerhalt endgültig ad acta gelegt sein. "Wir haben das Spiel von vorne bis hinten bestimmt", freute sich TuS-Trainer Heiko Holtmann. Ein einziges Mal führten die Gäste vom Steinhuder Meer in diesen einseitigen 60 Minuten: Beim 0:1 nach 1:15 Minuten. Beim 2:2 stand es letztmalig Unentschieden (4.), danach nahm der Spenge-Express unnachahmlich Fahrt auf und kaum zehn Minuten später lagen die Hausherren nach sieben Treffern in Folge mit 9:2 in Front (13.). Die wieder einmal bärenstarke Spenger Abwehr und ein ebenso starker Keeper Basti Räber im TuS-Tor hatten für diesen Lauf die Grundlage gelegt. "Die Jungs haben in der ersten Viertelstunde genau das gemacht, was wir vorher besprochen hatten", sagte Coach Holtmann. Nämlich hochkonzentriert spielen und dabei eigene Fehler vermeiden. Auch von den Verletzungen von Nils Prüßner (Schlag auf die Rippen, 8.) und Nils van Zütphen (beim erfolgreichen Torwurf umgeknickt, 24.) ließ sich der TuS nicht aus dem Konzept bringen - und das bei einem sowieso schon ausgedünnten Kader (gleich vier Mann mussten verletzungsbedingt passen). Dabei war gerade der in der Woche noch mit Fieber im Bett liegende Halblinke van Zütphen neben dem überzeugenden Mittelmann Fabian Breuer bis dato der Haupttorschütze gewesen. Und so war zur Pause bei einer klaren 16:9-Führung bereits mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Auch in der 2. Halbzeit dominierte nur eine Mannschaft - und das waren die Jungs in Blau. Langsam aber sicher wurde der Vorsprung immer mehr ausgebaut, beim 24:14 (44.) war er erstmals zweistellig. Kurz vorher stand der TuS nach Zwei-Minuten-Strafen gegen das Brüderpaar Nils (41.) und Fynn (42.) Prüßner für gut 20 Sekunden sogar in doppelter Unterzahl auf der Platte - und warf in dieser Zeit seelenruhig ein weiteres Tor (René Wolff zum 23:14). Symptomatischer für dieses ungleiche Duell konnte eine Spielszene kaum sein. In den letzten zehn Minuten nahm Spenge dann einen Gang raus, kurioserweise fiel zwischen der 48. und 53. Minute mehr als fünf Zeigerumdrehungen lang kein Tor, was die Gastgeber nicht weiter störte, war zu diesem Zeitpunkt die Messe doch längst gelesen und den Großenheidornern, die das Spiel nun merklich verschleppten, längst der Zahn gezogen. Den perfekten Schlusspunkt setzte der 18-jährige Youngster Fynn Prüßner in seinem ersten Spiel in der Startformation nach einem blitzschnell vorgetragenen Angriff zum 31:19-Endstand. "Die Spieldisziplin war bei den Jungs heute wieder sehr gut", so Coach Heiko Holtmann, "das beeindruckt manchmal sogar mich."

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