Titel mit ganz speziellen Schlägern geholt: Julia Knake (l.) und Patricia Grove sind frisch gebackene NRW-Meister im Padel. - © Privat
Titel mit ganz speziellen Schlägern geholt: Julia Knake (l.) und Patricia Grove sind frisch gebackene NRW-Meister im Padel. | © Privat

Köln/Herford Padel: Julia Knake und Patricia Grove erspielen sich den NRW-Titel

Knake und Grove standen bereits im Grundschulalter gemeinsam auf dem Tennisplatz

Köln/Herford. Der Rückschlagsport Padel (auch Padel-Tennis genannt), eine interessante Mischung aus Tennis und Squash, ist nun auch in der Region Ostwestfalen angekommen. Die Herforderin Julia Knake sowie Patricia Grove aus Hiddenhausen haben in Köln-Weiden souverän die westdeutschen Regional-Meisterschaften im Damen-Doppel gewonnen. Angenehmer Nebeneffekt: Mit diesem NRW-Titel in der Tasche sind die beiden für die Deutschen Padel-Meisterschaften, die in Kürze ebenfalls in Köln ausgetragen werden, qualifiziert. Im Gegensatz zu Spanien und Südamerika ist die Sportart Padel, die ausschließlich als Doppel ausgetragen wird, hierzulande noch recht unbekannt, erfreut sich jedoch durch verstärkte Medienpräsenz immer größerer Beliebtheit. Auch Tennisprofis haben Padel für sich entdeckt, bei den "Westdeutschen" war auch Philipp Petzschner, zweifacher Grand-Slam-Sieger im Doppel, gemeldet. In Köln blieben Julia Knake und Patricia Grove im Damen-Doppel ohne Satzverlust. Selbst das Finale gegen die Rheinländerinnen Alejandra Mallavia und Claudia Pöggeler gewannen die Mädels aus dem Kreis Herford deutlich mit 6:1, 6:2. In einer der Runden zuvor hatte es sogar ein 6:0, 6:0-Sieg für die späteren Titelträgerinnen gegeben. Durch unterschiedlichen Studienorte mussten sich Julia Knake und Patricia Grove unabhängig voneinander auf den Wettkampf vorbereitet: Grove an der Universität Köln, Knake gemeinsam mit ihren Bundesliga-Kollegen vom Racketlon-Team Minden-Lübbecke im Padel-Stützpunkt Espelkamp. "Die Harmonie auf dem Platz mussten wir aber wirklich nicht trainieren", sagt Patricia Grove lachend. Immerhin standen die beiden schon vor 18 Jahren im frühen Grundschulalter als Tennis-Doppel auf dem Platz. Kurz danach ging es für sie gemeinsam in der Jüngsten-Westfalenauswahl und in der Damenmannschaft vom TC Herford weiter. Später trennten sich die sportlichen Wege. Während Grove verstärkt in den Mädchenfußball-Teams des Herforder SV auf Torjagd ging, blieb Knake dem Tennissport treu und feierte zudem im Schläger-Mehrkampf Racketlon aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis internationale Erfolge. Bleibt die Frage, ob sich Julia Knake und Patricia Grove demnächst Deutsche Meister nennen können. "Ob wir das Startrecht bei den ?Deutschen? nutzen, werden wir aufgrund anstehende Prüfungen im Studium kurzfristig entscheiden", sagt Julia Knake.

realisiert durch evolver group