Ein großes Fragezeichen: Das Mitwirken von Marcel Ortjohann (am Ball) am Samstag im Spiel gegen die SG Menden Sauerland Wölfe – wie hier im Mendener Meisterschaftsjahr – ist mehr als fraglich. - © Eva-Lotte Heine
Ein großes Fragezeichen: Das Mitwirken von Marcel Ortjohann (am Ball) am Samstag im Spiel gegen die SG Menden Sauerland Wölfe – wie hier im Mendener Meisterschaftsjahr – ist mehr als fraglich. | © Eva-Lotte Heine

Spenge Spenger Handballer erwarten einen alten Bekannten

In Spenge stehen sich die Oberliga-Meister der vergangenen beiden Spielzeiten am Samstag gegenüber, wenn es gegen die Menden Sauerland Wölfe geht

Dirk Kröger

Spenge. Vor zwei Jahren noch stritten sich der TuS Spenge und die SG Menden Sauerland Wölfe um die Meisterschaft in der Handball-Oberliga. Nun stehen sich beide Mannschaften in der 3. Liga gegenüber. Und die Partie am Samstag ab 19.15 Uhr ist sogar so etwas wie ein Spitzenspiel, denn die Oberliga-Meister der vergangenen beiden Spielzeiten haben in der höheren Klasse jeweils 3:1 Punkte auf dem Konto. "Vor Saisonbeginn hätte ich gesagt, dass Menden geschlagen werden muss, aber das sehe ich jetzt anders", erklärt Spenges Trainer Heiko Holtmann, der nach dem Studium diverser Videos tief beeindruckt vom Gegner ist. Nur noch die Hälfte der Mannschaft kennt er aus der Oberliga. "Die haben sich außerordentlich gut verstärkt", weiß Holtmann über die Schützlinge von Trainer Micky Reiners, der nach einem Abstecher nach Augustdorf wieder ins Sauerland zurück kehrte. Übrigens gehört auch der Ex-Spenger Florian Bußmeyer nicht mehr zum Mendener Kader, er wird mit dem Oberligisten TSG Harsewinkel in Verbindung gebracht. "Wir müssen die Euphorie mitnehmen", fordert Holtmann von seinen Schützlingen, die nach den ersten beiden Drittligaspielen auch ausreichend Selbstvertrauen haben dürften. Dem Klassenneuling winken 5:1 Punkte. "Das wäre ein Traumstart, mit dem niemand gerechnet hätte", sagt Holtmann, der nur zu gern die Serie der ungeschlagen überstandenen Meisterschaftsspiele auf genau ein Jahr erweitern würde. Aber: "Wir müssen einfach unsere Leistung bringen - sonst verlieren wir", ist ihm klar, dass 90 Prozent in diesem Drittligaspiel nicht reichen. Spenge hat zudem personelle Probleme. Im Donnerstag-Training knickte René Wolff um - sein Einsatz am Samstag ist zumindest fraglich. Noch schlechter sieht es für Marcel Ortjohann aus, der mit beiden Knien Probleme hat. Fallen beide aus, hat Spenge keinen einzigen Linkshänder im Kader, zumal der neu verpflichtete Nils Prüßner am Wochenende noch nicht zur Verfügung steht. "Dann müssen wir uns wirklich etwas einfallen lassen", sagt Holtmann, der sich aber immerhin darüber freuen darf, dass sein Sohn Philipp zur samstäglichen Partie anreisen wird.

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