Internationalentreff im Arminia-Clubheim: Die Doppelgänger von Trainerlegende Rudi Gutendorf (l.) und Schottlands einstigem Strafraumschreck, Peter Lorimer, zelebrieren den 100. Geburtstag des Rudolf-Kalweit-Stadion während des Freundschaftsspiels zwischen Arminia Hannover und dem HFC Falke Hamburg. - © Stefan Hageböke
Internationalentreff im Arminia-Clubheim: Die Doppelgänger von Trainerlegende Rudi Gutendorf (l.) und Schottlands einstigem Strafraumschreck, Peter Lorimer, zelebrieren den 100. Geburtstag des Rudolf-Kalweit-Stadion während des Freundschaftsspiels zwischen Arminia Hannover und dem HFC Falke Hamburg. | © Stefan Hageböke

Herford Stefans Fußballreisen: Arminia lässt es mit Falken krachen

Kultstätte wird 100 Jahre alt

Herford. Auf zwei Geburtstagen und einer Hochzeit an einem Tag tanzen? Angeblich kein Problem für NW-Mitarbeiter Stefan Hageböke, der diese These mit seinem rollenden Ausritt in Niedersachsens Landeshauptstadt und dessen Umland belegen wollte. Der 55. Geburtstag des Tischtennis-Mannschaftskollegen wird in der Mittagszeit mit der klösterlich niederbayrischen Geschenkabgabe in Algermissen pflichtbewusst abgehandelt. Danach steht das 100. Wiegenfest der kultigen Oberliga-Spielstätte Rudolf-Kalweit-Stadion im Mittelpunkt. Hierzu lässt es Gastgeber Arminia Hannover mit insgesamt vier Wochenendspielen - unter anderem einer Inklusions- und Gehörlosenmannschaft - unter Anwesenheit der Regionalliga-Meisterhelden von 1968 richtig krachen. Freie Platzwahl für nur drei Euro heißt es, so dass die meisten der rund 300 Besucher bei hohen Temperaturen Sonnenschutz unter dem in 1975 vom Dortmunder Rote-Erde-Stadion an den Bischofsholer Damm verfrachteten Tribünendach suchen. Für das sportliche Hauptereignis ist der vor vier Jahren durch eine Protestbewegung von HSV-Fans gegründete HFC Falke aus Hamburg angereist. Spontane individuelle Pressekonferenz in der Arminia-Gaststätte Zu den Falke-Fans zählt auch der halbschottische Mittfünfziger Robin, dessen dunkelblaues National-Retrotrikot von 1974 mit der Namensbeflockung des einstigen Mittelstürmers Peter Lorimer den Autor zur spontanen individuellen Pressekonferenz in der Arminia-Gaststätte animiert. Da passt es nur zu gut, dass diese Expertenrunde wenig später unter anderem mit Rudi Gutendorf (oder seinem Doppelgänger?) bereichert wird. So erfährt das ungerechtfertigte Vorrunden-Aus der "Highlander" als einziges ungeschlagenes Team der '74er Weltmeisterschaft eine qualitative Neuzeitanalyse. Zu fortschreitender Stunde bittet das Gaststättenpersonal die Talkrunde wegen einer akkreditierten Hochzeitsgesellschaft höflich zur Freiluftrochade. Leider bleibt dem Autor der autodidaktisch anvisierte Stadion-Brautwalzer wegen ausdrücklich gewünschter geschlossener Gesellschaft verwehrt.

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