Kienbaum Herforder trotz Verletzung dreimal auf dem Treppchen

Para-Leichtathletik: Dr. Horst Böhmert-Ottmann startet bei Deutscher Meisterschaft in Berlin

Mehr als 150 Sportlerinnen und Sportler aus allen Teilen der Bundesrepublik nahmen an den Deutschen Meisterschaften der Para-Leichtathleten im Bundesleistungszentrum Kienbaum bei Berlin teil. Dr. Horst Böhmert-Ottmann von der TG Herford startete dort in der Altersklasse M 70 im Diskuswurf, Kugelstoßen und Standweitsprung. Er gehörte in allen Disziplinen zu den Favoriten. Beim Einwerfen aber verletzte er sich am Wurfarm und war deshalb nicht mehr in der Lage, seinem stärksten Konkurrenten, dem Süddeutschen Meister Heinz Meyer aus Walldorf/Baden, ernsthaft Paroli zu bieten. Unter diesen besonderen Umständen erzielte der Herforder mit knapp 20 Meter im Diskus noch ein akzeptables Resultat und errang hinter Sieger Meyer noch die Vizemeisterschaft vor Horst Hammer (LG Solbad Ravensberg). Noch stärker wirkte sich seine Verletzung auf das Kugelstoßen aus. Hatte Böhmert-Ottmann bei den NRW-Meisterschaften noch 8,91 Meter gestoßen, waren es diesmal nur 7,45 Meter. Trotz seiner schlechtesten Saisonleistung reichte es auch hier noch zum zweiten Rang. Nach seinem Handicap in den Wurf- und Stoßdisziplinen blieb dem Herforder nur noch der Standweitsprung, um einen DM-Titel zu gewinnen. Nach sechs Sprüngen hatte er sein Ziel erreicht. Dennoch wird Böhmert-Ottmann mit gemischten Gefühlen auf diese Meisterschaft zurückblicken, weil er aufgrund seiner Verletzung zunächst wohl keinen Wettkampf mehr bestreiten kann. Er hofft aber Mitte August wieder bei der Europameisterschaft im Spezialsport in der Nähe von Prag wieder dabei sein zu können.

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