Steht im Finale: Der Herforder Springreiter Markus Brinkmann. - © Foto: Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Steht im Finale: Der Herforder Springreiter Markus Brinkmann. | © Foto: Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Omaha/USA Brinkmann erreicht das Finale in Omaha

Reiten: Beim zweiten Springen des Welt-Cup-Finals läuft es nicht optimal

„Das war nicht so wie gewünscht“, kommentierte Markus Brinkmann, Reiter des RV „von Lützow“ Herford, sein Ergebnis beim zweiten Springen im Rahmen des Welt-Cup-Finals in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. Der 36-Jährige hatte sich nach Platz 19 am Vortag dieses Mal eigentlich den Einzug ins Stechen vorgenommen, leistete sich aber schon im Normalparcours drei Fehler. Damit belegte er in der Gesamtwertung Platz 24, qualifizierte sich aber immerhin für das Finale der besten 30 Reiter, das nach mitteleuropäischer Sommerzeit in der Nacht zu Montag ansteht. Alle drei Fehler leisteten sich Brinkmann und sein zehnjähriger Holsteiner Pikeur Dylon an Steilsprüngen. „Den ersten muss ich auf meine Kappe nehmen, da war ich etwas zu dicht dran“, berichtete er. Die weiteren Fehler leistete sich das Duo auf der Schlusslinie, als, so Brinkmann, „die letzte Geschlossenheit und Konzentration fehlten“. Der Herforder Reiter aber sieht Verbesserungspotenzial. „Ich bin vor dem Finale durchaus optimistisch, ich muss nur an kleinen Stellschrauben drehen“, sagte er. Und ein großes Ziel hatte er auch noch, nämlich den zweiten Durchgang des Finalspringens zu erreichen, für den sich nur die besten 20 qualifizieren. Ansonsten aber fühlt sich der Herforder in Nebraska wohl, auch wenn in Omaha Einiges anders ist als in Europa. „Hier gibt es mehr Show drum herum, in der Halle ist es auch etwas lauter. Aber insgesamt sind das gute Bedingungen und die Organisation ist auch in Ordnung“, berichtete er im Gespräch mit der NW. Die Stimmung war zudem bestens, denn die ersten beiden Springen wurden jeweils vom US-Amerikaner McLain Ward gewonnen. Für Markus Brinkmann und seine Lebenspartnerin Julia geht es am Montag nach dem Weltcup-Finale weiter nach New York, wo das Paar noch zwei Tage ein wenig Sightseeing betreiben will. Für Mittwoch Abend ist der Rückflug geplant, am Donnerstag will der Amateurreiter wieder in Deutschland sein. Ob er dann gleich wieder wird arbeiten müssen, muss sich noch herausstellen. Nach den ersten beiden Springen übrigens verzichtete Ludger Beerbaum, der sich wie Brinkmann drei Fehler im Normalparcours leistete und hinter dem auf Platz 25 der Gesamtwertung lag, auf eine Teilnahme am sonntäglichen Finale – genau so wie Christian Heineking als weiterer deutscher Reiter auf Rang 29. Der erst 21 Jahre alte Guido Klatte war vor der letzten der drei Teilprüfungen in der Nacht zu Montag bester deutscher Starter und lag auf Rang fünf der Zwischenwertung. Der 42 Jahre alte Marcus Ehning verbesserte sich auf Platz neun.

realisiert durch evolver group