In der Erfolgsspur: Springreiter Markus Brinkmann vom RFV von Lützow Herford mit Pikeur Dylon. - © Foto: YVONNE Gottschlich
In der Erfolgsspur: Springreiter Markus Brinkmann vom RFV von Lützow Herford mit Pikeur Dylon. | © Foto: YVONNE Gottschlich

Warendorf/Herford International: Herforder Springreiter Markus Brinkmann etabliert sich

Springreiten: Herforder Markus Brinkmann ist in deutschen B-Kader nachberufen worden

Großer Erfolg für den Herforder Reiter Markus Brinkmann und sein Pferd Pikeur Dylon: Der Springausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat das springgewaltige Duo in den B-Kader nachberufen. Der 36-Jährige reitet derzeit mit dem Holsteiner Wallach auf den internationalen Top-Turnieren von Erfolg zu Erfolg und peilt nun das Weltcup-Finale in Omaha (USA) an. Unter den Mitgliedern der deutschen A- und B-Kader Springen ist Markus Brinkmann einer der ganz wenigen, die ihren Lebensunterhalt nicht direkt mit dem Reiten verdienen. Bekanntlich ist der Herforder hauptberuflich in der Geschäftsführung des familieneigenen Bekleidungsunternehmens Bugatti tätig, zu dem auch die Reitsport-Marke Pikeur gehört. Ganz nebenbei hat sich Brinkmann 2016 im internationalen Springsport etabliert. Mit dem zehnjährigen Pikeur Dylon belegte er bei den Deutschen Meisterschaften in Balve Platz sechs und beendete die Großen Preise von Münster, Paderborn und München stets unter den besten zehn Startern. Es folgten die ersten Starts bei Weltcup-Turnieren, wo es für die beiden ebenfalls nur Top-Zehn-Platzierungen gab. Bei der Fünf-Sterne-Premiere in Stuttgart wurden die beiden Zehnte, in Leipzig und Bordeaux jeweils Fünfte. 31 Weltcup-Punkte stehen somit auf Brinkmanns Konto, damit liegt er aktuell auf Rang 23 des Zwischenrankings. Die besten 18 qualifizieren sich für das Finale im amerikanischen Omaha vom 29. März bis 2. April. Ein Qualifikationsturnier steht bis dahin noch im Kalender. In Göteborg in Schweden könnte Brinkmann am 26. Februar die Finalteilnahme perfekt machen. Sollte das klappen, wäre es der bislang größte Erfolg seiner Karriere. "Klar freut man sich, wenn es so gut läuft, und auch das Selbstbewusstsein wächst von Turnier zu Turnier", sagt Markus Brinkmann, "aber den Erfolg kann man nicht planen. Es muss auch immer die Gesundheit von Mensch und Tier mitspielen. Umso schöner ist es, wenn die Pferde solche Leistungen bringen und es immer Schritt für Schritt voran geht." »Funktioniert nur mit einem starken Team« Die Doppelbelastung zwischen Schreibtisch und Parcours ist für den 36-Jährigen zwar eine Herausforderung, doch die meistert er aktuell problemlos. Vater Wolfgang Brinkmann machte es 1988 bereits vor, als er als einziger Amateurreiter neben Dirk Hafemeister, Franke Sloothaak und Ludger Beerbaum Olympisches MannschaftsGold in Seoul gewann. "Das funktioniert nur mit einem starken Team im Stall und im Unternehmen", sagt Markus Brinkmann und betont: "Das habe ich glücklicherweise, genauso wie gute Pferde. Das zusammen macht momentan den Erfolg aus."

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