Perfekt aufeinander abgestimmt: Matkus Brinkmann heimste mit dem neunjährigen Pikeur Dylon im vergangenen Jahr enorme Erfolge ein - und will diese Serie auch im neuen Jahr fortsetzen. - © Yvonne Gottschlich
Perfekt aufeinander abgestimmt: Matkus Brinkmann heimste mit dem neunjährigen Pikeur Dylon im vergangenen Jahr enorme Erfolge ein - und will diese Serie auch im neuen Jahr fortsetzen. | © Yvonne Gottschlich

Herford Nominiert für den NW-Medienpreis ist Markus Brinkmann

Auch beim Weltcup überzeugt

Yvonne Gottschlich

Herford. Die erfolgreichsten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des Jahres 2016 werden am Freitag, 20. Januar, bei der Sportgala des Stadtsportverbandes Herford im Stadttheater ausgezeichnet. Die Neue Westfälische stiftet wie in den vergangenen Jahren den Medienpreis. Die Leserinnen und Leser der Neuen Westfälischen entscheiden, wer diesen Preis am 20. Januar bekommt. Abgestimmt wird im Internet unter www.nw.de/sportgala. Es kann für alle sechs Kandidaten abgestimmt werden. Nominiert ist Markus Brinkmann vom Reitverein "von Lützow" Herford. Zusammen mit seinem Pferd Pikeur Dylon wurde er im vergangenen Jahr zunächst Dritter beim Großen Preis von NRW in Dortmund. Bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiter belegte das Paar den sechsten Rang und beim Großen Preis von Paderborn wurden sie Fünfte. Das Sahnehäubchen der Saison war der zehnte Platz beim Weltcup in Stuttgart. "Da waren wir das drittbeste deutsche Paar", ist Brinkmann stolz. "Wir haben in Westfalen, aber auch in Herford eine unheimlich große Dichte an guten Reitern und guten Pferden", sagt er. "Deutschland ist wirklich eine Hochburg der Reiter", findet er und nennt nur Christian Ehning, Michael Beerbaum und Christian Ahlmann. Genau der gewann in Stuttgart. "Das war das Treffen der Weltspitze, und für mich das erste S-Springen mit fünf Sternen. Alleine die Starterlaubnis zu bekommen, war schon eine große Auszeichnung für uns", berichtet er von seiner Premiere. Bundestrainer Otto Becker nominiert die zehn Deutschen Starter für die Weltcupspringen. "In Leipzig sind wir auch wieder dabei", freut sich Brinkmann über die zweite Einladung im Januar. Der 36-jährige Herforder kommt aus einer Reiterfamilie, Vater Wolfgang Brinkmann wurde 1988 Olympiasieger im Mannschaftsspringen, und auch Onkel Klaus Brinkmann ist Springreiter. Zusammen mit Julius Brinkmann, Klaus? Sohn, gehört Markus Brinkmann zu den vier geschäftsführenden Gesellschaftern der Bugatti Brinkmann GmbH. "Vormittags bin ich im Büro, abends bleibt noch Zeit für die Reiterei", sagt Markus. Für ihn ist es mehr als ein Hobby. "Früher hab ich auch gern Tennis gespielt. Aber es ging nur eins, Reiten oder Tennis - da hab ich mich für die Reiterei entschieden", blickt er zurück. Markus Brinkmann wuchs auf einem Reiterhof auf und ist jetzt noch jeden Tag bei den Pferden. Im Stall Brinkmann stehen rund 100 Pferde. "Wir bilden selber aus und setzten auf die Nachwuchsarbeit", erklärt er das Konzept. "Wir wollen die Früchte der Nachwuchsarbeit ernten und setzten daher auf eine gute Ausbildung", erklärt der erfolgreiche Sportler. Seinen neunjährigen Dylon reitet er seit drei Jahren. "Er kam sechsjährig zu uns in den Stall, und wir trainieren täglich, daher haben wir uns sehr schnell aneinander gewöhnt", sagt Markus und schwärmt von seinem Partner. "Er hat sich immer gesteigert und ist jetzt in den schweren Prüfungen gefordert. Er lernt sehr schnell und hat viele gute Turniere abgeliefert", lobt der Reiter. Zusammen hat das Paar alle Aufbauprüfungen durchlaufen und sich mit jedem Turnier gesteigert. "Dylon ist ein außergewöhnliches Pferde", findet er. "Es gehört aber immer auch ein bisschen Glück dazu", sagt Brinkmann, der vom Reitsport fasziniert ist. "Ich mag den Wettkampf, es fasziniert mich immer wieder. Es kann nicht nur Gewinner geben, aber wichtig ist, dass man nach Niederlagen wieder aufsteht und weiter macht." Brinkmann mag die Möglichkeiten der Entwicklung: "Es gehört viel Ehrgeiz und Motivation dazu", erklärt er. Doch genau diese Eigenschaften bringt der Reiter mit. "Ich bin etwa 45 Wochenenden im Jahr bei Turnieren unterwegs, aber ich kenne es nicht anders und mir macht es immer viel Spaß." Durch die Nominierung zum Weltcup klopft Brinkmann mit Dylon gerade kräftig an die Tür des Bundestrainers. "Das ist schon etwas ganz besonderes, dass wir da dabei sein dürfen", schätzt Brinkmann diese Turniere. Aber ausruhen will er sich auf den Erfolgen nicht. "Jede Saison beginnt bei Null", betont der Herforder. Wenn das Jahr für ihn wieder so gut beginnt wie das letzte, wäre er sehr zufrieden. Denn da wurde er Dritter im Großen Preis von NRW in Dortmund. "Da haben wir samstags und sonntags eine fehlerfreie Runde in dem S-Springen mit drei Sternen abgeliefert", erinnert sich Brinkmann.

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