Ein Sieg muss her: Daniel Danowsky (beim Wurf) und Frederik Iffland (vorne Mitte) wollen mit der HSG Spradow gegen den TuS Nettelstedt II endlich wieder doppelt punkten. - © Ulrich Finkemeyer
Ein Sieg muss her: Daniel Danowsky (beim Wurf) und Frederik Iffland (vorne Mitte) wollen mit der HSG Spradow gegen den TuS Nettelstedt II endlich wieder doppelt punkten. | © Ulrich Finkemeyer

Bünde CVJM Rödinghausen steht vor Halbzeitmeisterschaft

Handball: In der Verbandsliga hat der Spitzenreiter die HSG Porta-Westfalica zu Gast, die HSG Spradow den TuS Nettelstedt II. Landesligist SG Bünde-Dünne reist nach Lahde

Bünde/Rödinghausen. Am letzten Spieltag der Hinrunde haben die beiden heimischen Handball-Verbandsligisten Heimrecht. Jedoch muss die HSG Spradow vom gewohnten Heimspieltag um 24 Stunden abrücken und das Duell mit dem TuS Nettelstedt II am Sonntagabend, um 18 Uhr, in der Siegfried-Moning-Halle austragen. Der CVJM Rödinghausen ist von der (wohl wegen der jetzt laufenden Heim-Weltmeisterschaft vermuteten) Zwangsterminierung des Deutschen Handballbundes nicht betroffen, da wie immer am Sonntag, um 18 Uhr, in der Gesamtschulhalle gespielt wird – jetzt gegen die HSG Porta-Westfalica. Einzig Landesligist SG Bünde-Dünne hat zu reisen, und zwar bis zum Schulzentrum Lahde, um dort am Sonntag, um 17 Uhr, gegen die neue Handballspielgemeinschaft Petershagen/Lahde um wichtige Punkte zu kämpfen. VERBANDSLIGA CVJM Rödinghausen – HSG Porta Westfalica. Ein Unentschieden würde dem CVJM Rödinghausen reichen, um den – natürlich inoffiziellen – Titel des Halbzeitmeisters zu erringen. Dass dieses auch eintritt, oder gar der sechste Sieg in Folge eingespielt wird, dafür muss der beste Angriff der Liga gegen die beste Abwehr sich einiges einfallen lassen. „Gegen die wahrlich gute Abwehr der HSG müssen wir geduldig spielen“, fordert CVJM-Trainer Pascal Vette von seiner Mannschaft. Die aber ist erst einmal grippegeschwächt. Corbinian Krenz, Johannes Maschmann und Alexander Deuker konnten unter der Woche nicht trainieren. Vette bezeichnete die Vorbereitung auf das letzte Hinrundenspiel gegen die HSG Porta Westfalica als „bescheiden“, und schließt die Kreispokalspiele am vergangenen Wochenende „ohne Pecke“ mit ein. Aber auch gegen die diszipliniert spielenden HSG-Angreifer sollte der CVJM Röinghausen über die gesamte Spielzeit „konzentriert auftreten“ und dabei die Kreise von Spielmacher Jan Hohlfeld und Kreisspieler Gerd-Malte Tretzak entscheidend einengen. Sollte die zentrale Achse der HSG Porta Westfalica überaus zum Tragen kommen, und dadurch der Geschwindigkeitshandball des CVJM in seiner Entfaltung gehemmt werden, könnte der Gast für seinen fünften Sieg in Folge infrage kommen. HSG Spradow – TuS Nettelstedt II. Dass Spradow am letzten Spieltag der Hinserie die seit Anfang November anhaltende Negativserie von 1:9 Punkten endlich stoppen will, ist für Trainer Markus Hochhaus keine Frage. Schließlich hatte die HSG zuletzt gegen Ligaschlusslicht ASV Senden mit 27:28 den kürzeren Stab gezogen und so den Trend nicht wie erhofft früher stoppen können. Umso dringlicher ist ein Sieg über den zuletzt auch nicht sonderlich erfolgreichen TuS Nettelstedt II. „Wir müssen unsere Punkte zuhause holen“, forderte Hochhaus am Saisonanfang. Das ist den Spradowern nicht ganz gelungen. Zwei Heimniederlagen (gegen HSG Porta Westfalica und TV Emsdetten II) und auch das 29:29 gegen TSV Hahlen waren so nicht eingeplant. Von daher hat diese frühe Forderung des Trainers neues Gewicht bekommen. Gerade vor dem Spiel gegen eine Mannschaft wie Nettelstedt II, die zuletzt dreimal verloren hat, und die noch unter Spradow steht. Nun ist aber dieser Gegner der einzige Handball-Verbandsligist, der seine Punkte eher nicht daheim, sondern in fremden Hallen holt, nämlich sechs (drei Siege) von insgesamt acht Zählern. „Natürlich sind wir vorgewarnt“, sagt Markus Hochhaus. „Wir wissen um die relative Auswärtsstärke Nettelstedts, die durch einen neuen, internen Trainer für den freigestellten Sebastian Redecker einen weiteren Schub erhalten könnte.“ Spradows Trainer stellt aber klipp und klar heraus: „Wir stehen unter Siegespflicht.“ Um endlich den Negativtrend zu stoppen, dürfe die Mannschaft nicht in „entscheidenden Phasen unkonzentriert werden“, wie zuletzt in Senden, meint Hochhaus. Und er fordert, die „eigene Stärke“ über die gesamte Spielzeit abzurufen. Ob das ohne den verletzten Silas Rauschen und mit einem am Daumen verletzten Dennis Borcherding gelingt, ist die spannende Frage. Möglicherweise muss Hochhaus ohne gelernten Linksaußen auskommen. LANDESLIGA HSG Petershagen/Lahde – SG Bünde-Dünne. Trotz eines weiteren personellen Ausfalles – jetzt hat es neben Dennis Peter auch Philipp Richter krankheitsbedingt erwischt – ist der Optimismus von Bünde-Dünnes Trainer Dennis Eichhorn ungebrochen; er hofft auf wenigstens einen Punkt in Lahde. „Wir sind gut ins Jahr gegangen, haben bei den Kreispokalspielen nur gegen die Oberligisten Mennighüffen und TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck verloren sowie in der Woche gut trainiert“, sagt Eichhorn. Trotz der Ausfälle und dem Fragezeichen hinter dem Einsatz von Sven Pohlmann, der weiterhin an einem Muskelfaserriss laboriert, scheint die SGBD gerüstet zu sein, die seit Anfang November anhaltende Negativserie endlich zu stoppen. Um aber an die Punkte heranzukommen, müssen bei Petershagen/Lahde die Kreise von Spielmacher Heiko Breuer eingeengt sowie das passable Umschaltspiel weitgehend unterbunden werden.

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