Rödinghausen Sportlerin der Woche: Ursula Bollmann

Thorsten Mailänder
10.01.2019 | Stand 09.01.2019, 18:46 Uhr

Rödinghausen. Ursula Bollmann wurde vor gut 73 Jahren im niederösterreichischen Waidhofen an der Ybbs geboren. "Waidhofen liegt nicht weit von der schönen blauen Donau", erklärt Ursula Bollmann die Lage ihres Geburtsortes. Durch die Kriegswirren kam die kleine "Ulla", wie sie nur genannt wird, ins Ruhrgebiet nach Gelsenkirchen, wo sie aufwuchs. Mit ihrem Mann Heinz, den sie 1966 geheiratet hatte, zog sie 1974 nach Rödinghausen. "Ich komme aus einer großen Stadt. Hier bleibe ich nicht," sagte sie vor 45 Jahren geschockt über das ländliche Idyll am Wiehengebirge. Eine Nachbarin riet ihr damals zu einem Beitritt in einen örtlichen Verein. "Ich schloss mich der Damenturnabteilung des SV Rödinghausen an, die es damals schon gab", berichtet die rührige Frau. Inzwischen ist sie schon lange in Rödinghausen verwurzelt und das Gesicht und Sprachrohr ihrer Abteilung. "Ich bin happy über unseren Vorsitzenden. Wenn etwas nicht klappt, regelt es Ernst-Wilhelm Vortmeyer für uns", sagt Ulla Bollmann. Für die Damenturnabteilung des SV Rödinghausen kümmert sie sich um Hallenzeiten und Aktivitäten wie Weihnachtsfeiern oder Ausflüge. Zusätzlich engagiert sich die Rödinghauserin in einigen sozialen Einrichtungen der Gemeinde, wobei ihr die Betreuung älterer Menschen besonders am Herzen liegt. Das Ehepaar Bollmann hat einen Sohn und eine 13-jährige Enkeltochter. "Ich will hier nie wieder weg", sagt Ulla Bollmann heute und erklärt, wie man zu einer echten Rödinghauserin wird. "Wenn die Leute im Dorf nicht von Ulla Bollmann sprechen, sondern dich Bollmanns Ulla nennen. Dann hat man es geschafft!", so die zielstrebige und energische Frau.

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