Die Oerlinghauser Handballer Timo Kindsgrab (von links), Paul Graser, Marvin Welge und Jan Felix Effertz bedanken nach dem letzten Landesliga-Heimspiel beim Publikum für die Unterstützung. - © TSV Oerlinghausen
Die Oerlinghauser Handballer Timo Kindsgrab (von links), Paul Graser, Marvin Welge und Jan Felix Effertz bedanken nach dem letzten Landesliga-Heimspiel beim Publikum für die Unterstützung. | © TSV Oerlinghausen

Handball-Landesliga TSV Oerlinghausen: Applaus zum Abschied

Bergstadt-Sieben gewinnt letztes Landesliga-Heimspiel gegen Bielefeld/Jöllenbeck II

Sebastian Beeg
08.05.2019 | Stand 08.05.2019, 13:13 Uhr |

Schloß Holte-Stukenbrock / Oerlinghausen / Leopoldshöhe. Zwar sind die letzten Spieltage in den hiesigen Handballligen noch nicht ausgetragen, dennoch war für einige Teams am vergangenen Spieltag die Zeit des Abschieds gekommen. Während der TSV Oerlinghausen das letzte Heimspiel in der Landesliga bestritt, verabschiedete der Bezirksligist FC Stukenbrock seinen Trainer Klaus Hamel. LANDESLIGA TSV Oerlinghausen – TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II 30:24 (16:9). Den Grundstein für den Heimerfolg legte die Tönsberg-Sieben bereits in den Anfangsminuten. Fünf erfolgreiche Angriffe in Folge brachten beim Zwischenstand von 5:0 (7.) die nötige Ruhe und Sicherheit. Wenig später hatten sich die Gäste auf 6:8 (20.) herangekämpft, Oerlinghausen behielt jedoch die Oberhand und ging mit einer 16:9-Führung in die Kabine. Im zweiten Durchgang verteidigte der TSV seinen Vorsprung, ehe Bielefeld/Jöllenbeck bis auf 20:23 herankam (49.). Marius Lober erzielte mit der Schlusssirene den 30:24-Endstand. „Die Mannschaft spielte nach dem feststehenden Abstieg wie entfesselt“, sagte TSV-Interimstrainer Magnus Heywinkel. „Der Sieg war durchaus verdient und ein versöhnlicher Schlusspunkt für alle Beteiligten.“ Das letzte Saisonspiel bestreiten die Oerlinghauser am Samstag, 11. Mai, beim TuS Gehlenbeck. TSV Oerlinghausen: Hainke, J. Plass – Kindsgrab, Teuber (7 Tore), Angermann (2), Kriemelmann (2), Flada (1), Lober (4), Effertz (5), Graser (3), Cardoso (1), Wittenborn (2), Welge (3). BEZIRKSLIGA FC Stukenbrock – TuS Müssen/Billinghausen 24:29 (10:16). „Wir sind super aus den Löchern gekommen“, sagt Klaus Hamel. Der Trainer des FC Stukenbrock sah in der Turnhalle am Gartenhallenbad eine frühe 5:1-Führung (7.) seiner Mannschaft. Dennoch vermochte es der FCS nicht, den Vorsprung zu verteidigen. „Wir hatten Schwierigkeiten mit dem Deckungsspiel.“ Über ein 8:9 (16.) führte Müssen/Billinghausen bis zur Pause mit 16:10. Zu Beginn der zweiten Halbzeit, schwächelten die Gäste etwas. Allerdings warfen die Stukenbrocker in dieser Zeit für mehrere Minuten kein Tor. „Wir haben den Gegner zu Fehlern gezwungen, diese aber nicht genutzt. Schade, dass wir uns da nicht belohnt haben.“ Bis zum Ende verkürzten die Gastgeber zwar den Rückstand, verloren schlussendlich aber mit 24:29. „Trotzdem eine tolle Leistung. Die Stimmung war prima, das Team hatte Lust am Spiel und hat nicht aufgesteckt. Unser Rückraum um Daniel Papajewski, Stefan Hackstein und Christopher Deittert hatte eine satte Torausbeute. Und unsere Torhüter Jannis Grunwald und Björn Gohl haben einen guten Tag erwischt. Das lässt für die Zukunft hoffen“, sagt Hamel, der von Mannschaft und Verein mit Präsenten vor heimischen Publikum verabschiedet wurde. „Selten habe ich ein so emotionales Jahr erlebt, in dem ich mich auch immer wieder hinterfragt habe. Ich hoffe, dass sich die sportliche Situation bessert und das neue Konzept von Peter Menke aufgeht.“ FC Stukenbrock: Gohl, J. Grunwald – Herrmann, Lamberts (2 Tore), Edzards, Hackstein (5), Papajewski (4), Deittert (5), Klose (1), Ehlbracht (2), Freier (5). KREISLIGA TuS Leopoldshöhe – TV Horn-Bad Meinberg 31:25 (12:13). Vor heimischen Publikum erwischte der TuS Leopoldshöhe einen guten Start. Treffer von Jean-Marc Lienau, Robin Ilmer und Fabian Niehage brachten die Gastgeber mit 5:1 (7.) in Führung, die Leopoldshöhe bis kurz vor der Halbzeitpause auch verteidigte. Nach einer Auszeit übernahmen die Gäste jedoch kurzzeitig die Führung. „Der Gegner hat sein System umgestellt. Damit mussten wir uns erstmal zurecht finden“, sagt Leos-Trainer Dennis Kortekamp. Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Hausherren das Spiel und feierten einen deutlichen 31:25-Erfolg. „Es hat alles funktioniert, was wir trainiert haben. Wir haben das Tempo vorgegeben und gut gekämpft.“ Für den Tabellenletzten besteht weiterhin noch die Chance auf den Klassenerhalt. Zum einen hofft Leopoldshöhe dabei auf den Klassenerhalt der SG Handball Detmold in der Landesliga. Zum anderen hat Handball Bad Salzuflen III bereits drei Spiele in der laufenden Kreisliga-Saison abgeschenkt. „In den letzten beiden Spielen wollen wir uns aber noch vor Bad Salzuflen setzen“, sagt Kortekamp, dessen Team am Ende der Woche gleich beide verbleibenden Partien bestreitet. Am Freitag, 10. Mai, empfängt Leopoldshöhe die HSG Handball Lemgo IV ab 20.15 Uhr im Schulzentrum. Tags darauf geht es zum TuS Brake. TuS Leopoldshöhe: Schubert – Niehage (3 Tore), M. Pölz (7), J.-M. Lienau (5), Seibel, Ilmer (3), J. Lienau (6), N. Pölz (5), Häckel (2).

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