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Gütersloh DJK-Halbmarathon: Gütersloh ist für Läufer ein gutes Pflaster

Titelverteidiger Elias Sansar liefert sich ein Sprintduell um Platz drei

Markus Voss
05.11.2019 | Stand 04.11.2019, 20:24 Uhr

Gütersloh. Die Besetzung versprach gute bis sehr gute Zeiten, die perfekten äußeren Bedingungen trugen ihr Übriges zu einem gelungenen 7. Gütersloher DJK-Halbmarathon bei. Und als dann am Sonntag pünktlich zum Start über die 21,1 Kilometer die Sonne über dem Stadion am LAZ Nord hervorkam, strahlte auch Peter Oesterhelweg. "Das Wetter ist ein Traum, einfach fantastisch", sagte der DJK-Abteilungsleiter. 15 Grad, kaum Wind, trocken - und das im November. Dass auch die Leistungen der Läufer ein Strahlen wert waren, versteht sich da fast schon von selbst. Insgesamt wurden 1.262 Finisher gezählt. Kurzfristig hatten sich noch zwei Läufer sowie zwei Läuferinnen aus Kenia für den Halbmarathon (848 Finisher) angemeldet. Sie waren aus Hennef, wo sie trainieren, angereist. Dass sie das Rennen dominieren würden, war zu erwarten. Und so drückten die Männer Tony Lingangoi und Nicholas Makau vom Start weg aufs Tempo und hatten nach der Hälfte der Strecke beim Passieren des Stadions schon einen großen Abstand gegenüber den Verfolgern Fritz Koch (LSF Münster) und Vorjahressieger Elias Sansar (LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen) herausgelaufen. "Es hat Megabock gemacht" Schließlich siegte Lingangoi in 1:06:33 Stunden - der neuntschnellsten beim DJK-Halbmarathon jemals gelaufenen Zeit. Zufrieden war der 25-Jährige trotzdem nicht: "Meine Bestzeit liegt bei 1:03 Stunden. Ich bin letzte Woche 10 Kilometer bei Regen gelaufen und darum ein bisschen erkältet." Womöglich trug er deshalb in Gütersloh ein langärmeliges Trainingsshirt. Dass sein Landsmann Makau auf den zweiten zehn Kilometern deutlich langsamer war und satte vier Minuten später in 1:10:31 Stunden über den Zielstrich lief, wurde eher beiläufig registriert, denn direkt dahinter spielte sich auf der Tartanbahn ein spannender Sprintzweikampf um den dritten Platz ab. Hermannslauf-Legende Sansar (1:10:38 Std.) musste auf den letzten 50 Metern dem 28-jährigen Münsteraner Koch (1:10:35 Std.) den Vortritt lassen. "Ich wollte im zweiten Teil eigentlich viel schneller laufen, aber ich hatte irgendwie eine Blockade am Ischias", sagte Sansar. Und: "Bei Kilometer 14 habe ich sogar daran gedacht aufzuhören." Doch der 39-Jährige biss sich durch: "Darüber bin ich froh." Vor Jahresfrist war der Routinier bei seinem Sieg noch 1:09:52 Stunden unterwegs gewesen. Umso größer war die Freude bei Fritz Koch. "Es hat Megabock gemacht. Bis auf die letzten 50 Meter bin ich die ganze Zeit mit Elias zusammengelaufen, es gab bestimmt zehn Führungswechsel zwischen uns - das war ultraspannend", sagt er. Und: "Mit der Zeit bin ich auch voll zufrieden. Bisher bin ich erst einmal schneller gewesen." Zufrieden war auch Christian Horn von der LG Burg Wiedenbrück, der als bester heimischer Läufer in 1:21:42 Stunden auf Platz 15 lief. "Es war astrein", lachte er, "ich war ziemlich lange verletzt, das war seitdem erst mein zweiter Lauf." Dass die beste heimische Frau Maria Lübbert-Horn (Platz 10; 1:34:43 Std.) ausgerechnet seine Gattin war, setzte dem Ganzen im Hause Horn noch die Krone auf. "Ich bin so froh", sagte die 52-Jährige nur. Kein Wunder, lief sie doch neue persönliche Bestzeit. Froh war auch Marco Rehmeier von der LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen. Nach einem spannenden Duell mit Adam Janicki (SV Brackwede) hatte sich der Mathematik-Student in 32:54 Minuten den Sieg über die 10 Kilometer (266 Finisher) gesichert. Janicki lief drei Sekunden später ins Ziel. "Ich wusste, dass ich auf den letzten 200 Metern etwas sprintstärker bin", berichtete Rehmeier. Der wollte zwar die 31 vorne stehen haben, freute sich aber trotzdem: "Ich bin zum fünften Mal dabei, bis auf heute bin ich immer Bestzeit gelaufen. Gütersloh ist ein gutes Pflaster für mich." Überhaupt konnten sich die Zeiten sehen lassen: Gleich fünf Läufer blieben unter 35 Minuten, darunter auch Thomas Johannhörster vom Laufspaß Sende, der in 34:49 Minuten Vierter wurde.

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