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Kreis Gütersloh HSG Rietberg-Mastholte dominiert im Kreisderby gegen die HSG Gütersloh

Handball: Bezirksligist HSG Gütersloh verliert klar 18:31 und beklagt das Harzverbot. Neuenkirchen-Varensell feiert 33:25-Sieg, FC Greffen verliert 28 Sekunden vor Schluss

Markus Voss
05.11.2019 | Stand 04.11.2019, 20:35 Uhr

Kreis Gütersloh. Im Kreisderby der Handball-Bezirksliga kam die HSG Gütersloh bei der HSG-Rietberg-Mastholte nicht für einen Sieg in Frage. Nach 60 Minuten hatten die Gastgeber deutlich mit 31:18 gewonnen. "Die Leistung von Rietberg hat mich beeindruckt, sie spielen einen schnellen Ball. Leider werden in dieser Liga zwei unterschiedliche Sportarten gespielt", sagte der Gütersloher Trainer Jochen Borcherding und spielte damit auf das Harzverbot in der Rietberger Sporthalle an. Während die SG Neuenkirchen-Varensell klar siegte, verlor Aufsteiger FC Greffen sein Spiel exakt 28 Sekunden vor der Schlusssirene. HSG Rietberg-Mastholte - HSG Gütersloh 31:18. Die Rietberger dominierten das Spiel von der ersten Minute an. Einmal mehr überzeugte die solide agierende Abwehr, die nur ganz wenig zuließ. Bereits mit dem 17:8-Pausenstand war eine Vorentscheidung gefallen. Auch nach dem Wechsel gaben die Hausherren Gas und erhöhten bis zur 37. Minute per 7:0-Lauf auf 24:8. Danach verlief die Partie ausgeglichener, die an Harz gewöhnten Gütersloher warfen in der Folge immerhin noch zehn Tore, während Rietberg nur noch siebenmal traf. Am ebenso deutlichen wie verdienten Heimsieg gab es aber nichts zu rütteln. "Wir dürfen uns nicht so verkaufen, kämpferisch war das gar nichts. Wegen der äußeren Umstände kann ich diesem Spiel aber nicht zu viel Bedeutung zumessen", sagte Borcherding. Während Rietberg-Mastholte mit einem nun ausgeglichenen Punktekonto Siebter ist, stürzte Gütersloh nach der vierten Niederlage im sechsten Spiel auf den vorletzten Tabellenplatz ab. HSG Rietberg-Mastholte: Rodejohann, Wimmelbücker - Bexten (6), Brinkhaus, Descher (2), Dorenkamp (3), Grusdas (5), Herbort (8), Hilgenkamp (2), Pollhans, Reineke (1), Scholhölter, Schröter (3), Skripalle (1). HSG Gütersloh: Schröder, Altenseuer - Harthun, Dux, Kampschnieder (4), Schönborn (3), Fingberg (3), Skoric (1), Riechmann (1), Raskopf (3/1), Küsting (3). SG Neuenkirchen-Varensell - HT SF Senne 33:25. Über die gesamten ersten 30 Minuten konnte sich keine Mannschaft um mehr als zwei Tore absetzen. In der 27. Minute führte die SG mit 18:16, dann musste sie aber noch zwei Tore zum 18:18-Pausenstand hinnehmen. "In der zweiten Halbzeit drehte sich das Spiel sofort", sagt Spielertrainer Marcel Schönhoff zufrieden. Der vorgezogene Dennis Führbach störte das Aufbauspiel und dahinter wurde aggressiv verteidigt. Auch das Umschaltspiel funktionierte nun besser, so dass die Hausherren bis zur 39. Minute vorentscheidend auf 25:18 davonzogen. Schönhoff: "Wir haben in 20 Minuten nur zwei Gegentore zugelassen." Fabian Braun überragte mit zwölf Treffern, am Ende siegte die SG sicher mit 33:25. SG Neuenkirchen-Varsensell: Ostmeier, M. Grauthoff - Kneuper (1), Ellefredt (1), Fürbach (1), Heuermann (4), J. Grauthoff, Honerlage (5), Schönhoff (7/5), Drude (2), Braun (12). TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck III - FC Greffen 27:26. Nach einer 14:10-Führung (23.) stand es zur Pause 17:14 für den FCG. Viel sprach zu diesem Zeitpunkt für die Gäste. "Was wir uns aber geleistet haben, ist nicht in Worte zu fassen", sagte Trainer Mirko Bostelmann sauer, "wir haben 20 Mal frei ab sechs Metern verworfen und sechs Minuten vor Schluss trotzdem noch mit drei Toren geführt." Das war beim 26:23. Dann netzte Jöllenbeck dreimal in Folge ein, Jan Bostelmann verwarf einen Siebenmeter (59.) und 28 Sekunden vor Schluss fiel das entscheidende Tor zum 27:26-Endstand. "Keiner war mehr in der Lage zu denken und die richtige Entscheidung zu treffen", so der Trainer. Torschützen FCG: Toppmöller (5), J. Bostelmann (12), Hanfgarn (1), Brokamp (1), Dingwerth (4), K. Bostelmann (2), Herbrink (1).

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