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Sieger Ferhat Sino (3. v.l.) und die übrigen Läufer geleiteten 82-jährigen Karl Krahn (Nr. 513) auf seiner letzten Runde. - © Henrik Martinschledde
Sieger Ferhat Sino (3. v.l.) und die übrigen Läufer geleiteten 82-jährigen Karl Krahn (Nr. 513) auf seiner letzten Runde. | © Henrik Martinschledde

Rheda-Wiedenbrück Ferhat Sino feiert Sieg in persönlicher Bestzeit

Der 24-Jährige von der DJK Gütersloh gewinnt das spannende 5.000-Meter-Rennen beim traditionellen „Bahnkehraus“ in Wiedenbrück. Ein Veteran läuft die letzte Runde mit Eskorte.

Wolfgang Temme
09.10.2019 | Stand 09.10.2019, 13:57 Uhr |

Rheda-Wiedenbrück. Dieses Rennen wird Karl Krahn noch lange in Erinnerung bleiben: Als der 82-Jährige gestern Abend beim traditionellen „Bahnkehraus" der LG Burg Wiedenbrück in die letzte Runde des 5.000-Meter-Laufs einbog, schloss sich ihm eine ganze Gruppe von Mitläufern an. Sie eskortierten den Veteran vom TuS Eintracht Bielefeld durch das 400-Meter-Oval und spendeten Beifall, als Krahn nach 30:20 Minuten durch ein Spalier über die Ziellinie lief. „Wenn ich nicht mehr gekonnt hätte, hättet ihr mich wohl auch getragen", bedankte sich der rüstige M 80-Senior aus Bremen bei den Begleitern. Dass er sein eigentliches Ziel, das Unterbieten der bei 29:30 Minuten liegenden Qualifikationsnorm für die DM 2020, verfehlt hatte, störte ihn nicht mehr: „Heute war eben nicht mehr drin." "Ich habe Roland schreien gehört" Andere erreichten bei diesem von idealen Bedingungen geprägten Wettkampf ihre Ziele – allen voran Ferhat Sino. Der 24-Jährige von der DJK Gütersloh gewann ein spannendes Rennen in persönlicher Bestzeit. Seine alte, im Vorjahr ebenfalls im Burg-Stadion aufgestellte Marke von 16:23,5 Minuten verbesserte auf 16:14 Minuten. In der finalen Runde schien es zwar, als könne ihm Routinier Philipp Kaldewei (LV Oelde) noch einmal gefährlich werden, doch mit einem starken Finish auf den letzten 250 Metern machte der von Rokand Przybilla trainierte Sino alles klar. „Ich habe Roland schreien gehört, da wusste ich, es ist Zeit", schilderte er seinen Endspurt. Der 38-jährige Kaldewei wurde Zweiter in 16:17 Minuten. Hinter ihm steigerte sich mit Alexander Moors ein 18-Jähriger von der DJK Gütersloh als Dritter um fast eine halbe Minute auf 16:29 Minuten. Wochenendbesuch beim Münchener Oktoberfest Teamkollege Julian Borgelt war als Favorit gestartet und peilte erstmals eine Zeit unter 16 Minuten an. 2.000 Meter lang konnte der 19-Jährige der Marschtabelle auch treu bleiben, aber dann ging es nur noch darum, sich ins Ziel durchzubeißen, dass er schließlich nach 16:38 Minuten als Vierter erreichte. Mehr noch als der Wochenendbesuch beim Münchner Oktoberfest hatte dem Herzebrocker sein Trainingsrückstand, verursacht durch eine Erkältung und seine Ausbildung zum Landwirt, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schnellste von vier Frauen war Carla Habighorst vom LC Solbad. Die 20-Jährige aus Melle bekam für ihre Siegerzeit von 18:50 Minuten großen Beifall bei der von Martin Masjosthusmann durchgeführten Siegerehrung. Zweite mit 21:42 Minuten wurde die für die SV Brackwede laufende Gütersloherin Claudia Reimering. Rang drei ging mit 22:34 Minuten an Agnes Miller (DJK).

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