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Schloß Holte-Stukenbrock DJK Avenwedde bezwingt TTSV Schloß-Holte Sende

Passiv zum Erfolg

Markus Voss
08.10.2019 | Stand 07.10.2019, 19:49 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Mit diesem Spielausgang war nicht unbedingt zu rechnen: Die Tischtennis-Frauen der DJK Avenwedde haben in der Verbandsliga das Kreisderby beim TTSV Schloß Holte-Sende mit 8:6 gewonnen. "Das sind zwei Punkte gegen den Abstieg - die nehmen wir gerne mit", sagte Laura von Mutius. Die DJK-Spitzenspielerin sollte eine entscheidende Rolle beim Sieg gegen den Nachbarn spielen. Vom Papier her war Aufsteiger TTSV Schloß Holte-Sende gegen die in der Vorsaison erst in der Relegation geretteten Avenwedderinnen Favorit. "Bei uns fehlt aber unsere Nummer zwei Bianca Samol, darum dürfte es ziemlich ausgeglichen zugehen", sagte Carlos Krieft vom TTSV. Und so stand es nach den beiden Doppeln und vier Einzeln denn auch 3:3-Unentschieden. "Wir wollen einen oberen Mittelfeldplatz belegen" Dann folgte das Knackpunktspiel: Gegen die klar favorisierte Holter Nummer eins Nicola Hörndl musste Laura von Mutius nach einer 2:0-Satzführung zwar den 2:2-Ausgleich hinnehmen, siegte dann aber im fünften Durchgang mit 11:7 und steuerte so den vierten Punkt bei. "Damit hätte ich selbst nicht gerechnet", freute sie von Mutius, "ich habe am Schluss eher passiv gespielt und abgewartet." Es schien gegen die Angriffsspielerin Hörndl das richtige Rezept gewesen zu sein. Weil zeitgleich auch DJK-Routinier Christina Brinkmann mit 3:0 gegen Friederike Synowski gewann, lagen die Holterinnen nun schon mit 3:5 zurück. Zwar verkürzte Pauline Synowski mit einem hart erkämpften Sieg gegen Christine Krömke auf 4:5, doch Avenwedde legte in der Folge immer wieder nach. Apropos: Für Pauline Synowski war das Derby kein Spiel wie jedes andere. "Ich habe vergangene Saison noch in Avenwedde gespielt. Das ist schon ein komisches Gefühl gegen Leute zu spielen, die man so gut kennt", gab sie offen zu. Der Fünfsatz-Erfolg war für sie denn auch ein "reines Kopfspiel". Kerstin Lün-stroth (3:0 gegen Ersatzfrau Galina Isaak), von Mutius (3:1 gegen Pauline Synowski) und Brinkmann (3:0 gegen Isaak) tüteten schließlich bei zwei Holter Erfolgen durch Hörndl (3:1 gegen Krömke) und Friederike Synowski (3:1 gegen Lünstroth) den 8:6-Gesamtsieg ein. "Beim 6:3 habe ich das erste Mal gedacht, dass wir gewinnen können", freute sich Christina Brinkmann. "Ich hatte vorher auf ein Unentschieden getippt", sagte Friederike Synowski, "wir konnten Bianca nicht ersetzen." An seinem Saisonziel hält der Aufsteiger dennoch fest. "Wir wollen einen oberen Mittelfeldplatz belegen", so Friederike Synowski. Aktuell ist der TTSV Vierter, direkt dahinter steht Avenwedde auf Platz fünf.

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