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Tempobolzer: Obwohl er sich in einer harten Marathon-Wettkampfphase befindet, lief Elias Sansar (r.) beim Verler Citylauf mit 32:00 Minuten eine deutlisch schnellere Zeit als beim Vorjahressieg. Dafür erntete er anerkennenden Beifall von der überrundeten Konkurrenz. - © Henrik Martinschledde
Tempobolzer: Obwohl er sich in einer harten Marathon-Wettkampfphase befindet, lief Elias Sansar (r.) beim Verler Citylauf mit 32:00 Minuten eine deutlisch schnellere Zeit als beim Vorjahressieg. Dafür erntete er anerkennenden Beifall von der überrundeten Konkurrenz. | © Henrik Martinschledde

Leichtathletik Sansar und Genrich siegen beim 7. Verler Citylauf

Der 7. Verler Citylauf verzeichnet mit 2.586 Startern eine neue Rekordbeteiligung. Im Hauptrennen über 10 Kilometer triumphiert die Hermannslauf-Ikone in beeindruckender Frische.

Wolfgang Temme
03.10.2019 | Stand 04.10.2019, 11:03 Uhr |

Verl. Der Verler EGE-Citylauf wurde seinem Ruf als größte Laufveranstaltung im Kreis Gütersloh wieder einmal gerecht. Bei der 7. Auflage am Mittwochabend verzeichnete das vom TV Verl und Cheforganisator Thorsten Nöthling auf die Beine gestellte Event trotz empfindlicher Kühle mit 2.586 Startern sogar eine neue Rekordbeteiligung. Im Vorjahr hatten 2.528 Finisher das Zuschauerspalier an Start und Ziel auf der Verler Hauptstraße genossen. Der letzte Applaus galt den beeindruckend starken Siegern im abschließenden 10-Kilometer-Rennen. Elias Sansar, der zwölfmalige Hermannslauf-Champion, wiederholte seinen Vorjahreserfolg, war mit 32:00 Minuten aber 36 Sekunden schneller als 2018. „Ist eine gute Zeit", kommentierte der 39-jährige Detmolder seinen Triumph. Seine Frische ist umso erstaunlicher, als sich Sansar im Spätsommer und Herbst ein hartes Marathon-Programm zumutet. Nach Münster und Kassel plant er am 13. Oktober in Essen seinen dritten Wettkampf innerhalb von nur fünf Wochen. „Es soll der schnellste werden", kündigte Sansar nach der guten Verler Zeit an. Auf den Plätzen folgten der Verler Lokalmatador Tom Harder (SV Brackede) in flotten 33:04 Minuten und der Bad Driburger Matthias Nahen (34:20 Min.). Melanie Genrich siegt bei den Frauen Bei den Frauen holte sich die für die SV Brackwede laufende Gütersloherin Melanie Genrich nach der Isselhorster Nacht und „Gütersloh läuft" ihren dritten großen Sieg in diesem Jahr. Als die 41-Jährige nach 38:29 Minuten über den Zielstrich huschte, klatschte ihr vom Streckenrand auch Michelle Rannacher annerkennend zu. Die Gewinnerin der beiden letzten Jahre muss derzeit wegen Entzündungen an den Sesambeinen ihrer Füße pausieren. Platz zwei ging mit Silvia Noya Crespo (39:47 Min.) an eine Vereinskollegin von der DJK Gütersloh. Dritte wurde in 41:29 Minuten Nadine Serafinowski vom TSVE Bielefeld. Schnellster im Einzelwettbewerb über 5 Kilometer wurde wie vor einem Jahr Max Fuchs von der LG Reinhardswald. Bevor der 25-Jährige, Doktorand an der Uni Kassel im Fach Mathamatik, zu seinem Sieg in 16:01 Minuten befragt werden konnte, musste ihm sein Vater das Hörgerät geben. Fuchs ist taub und absolviert seine Rennen in absoluter Stille. Der drittplatzierte Ferhat Sino (16:53 Min.) ließ es sich nicht nehmen, direkt anschließend auch noch den separaten Teamlauf über die gleiche Distanz zu bestreiten. Hier war er schnellster Einzelläufer und gewann mit den ebenfalls doppelt laufenden Teamkollegen von der DJK Gütersloh, Alexander Moors und Julian Borgelt, auch die Mannschaftswertung. Schülerlauf war der größte Wettbewerb Hinter der schnellste Frau, der 17-jährigen Kiara Nahen (LC Paderborn, 17:55 Min.), schlugen sich auch sieben Oberliga-Handballerinnen des TV Verl prächtig. Vier Tage vor dem wichtigen Heimspiel gegen die HSG Euro hätte Lara Blumenfeld fast sogar ihren Trainer Hendryk Jänicke abgehängt. „In der Vorbereitung sind wir oft die Seerunde über fünf Kilometer gelaufen", empfand die Rückraumspielerin den Lauf nicht als außergewöhnliche Belastung. „Wir sind alle deutlich unter 30 Minuten geblieben", gingen die „Mädels" gut gelaunt auf die anschließende Geburtstagsparty von Mitspielerin Chiara Zanghi. Mit 811 Startern war der Schülerlauf über 1,8 Kilometer der größte Wettbewerb. Es dauerte 44 Sekunden, bis alle die Startlinie überlaufen hatten. Am aschnellsten im Ziel waren Benno Gersting (LG Burg Wiedenbrück) 6:56 Minuten und mit Rosalie Holtmann (8:26 Min.) eine Schwimmerin des SSC 90 Schloß Holte-Stukenbrock.

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