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Andrang: Mitarbeiter aus 88 Firmen gingen beim Gütersloher Firmenlauf an den Start. Insgesamt wurden im Ziel 1.312 Teilnehmer registriert. - © Henrik Martinschledde
Andrang: Mitarbeiter aus 88 Firmen gingen beim Gütersloher Firmenlauf an den Start. Insgesamt wurden im Ziel 1.312 Teilnehmer registriert. | © Henrik Martinschledde

Gütersloh 1.300 Firmenläufer laufen entspannt durch den Regen

Bei der 3. Auflage der Veranstaltung mit Start und Ziel am Gütersloher Theater trübt nur das Wetter die gute Stimmung. Patrick Böhme wiederholt seinen Vorjahressieg

Markus Voss
04.09.2019 | Stand 05.09.2019, 10:02 Uhr |

Gütersloh. Schon lange vorher blickte der ein oder andere Läufer ob der dunklen Wolken und des aufkommenden Windes besorgt gen Himmel. Doch das Wetter hielt. Pünktlich zum Start des Hauptlaufes über 5 Kilometer fing es dann aber doch an zu regnen. Erst ganz leicht und dann immer stärker. Das tat der guten Laune bei Läufern und Organisatoren des Gütersloher AOK-Firmenlaufs am Mittwochabend jedoch keinen Abbruch. Bei insgesamt 1.312 Finishern aus 88 Firmen war auch die dritte Auflage dieser Veranstaltung mit Start und Ziel am Theater ein voller Erfolg. „Der Wetterbericht hat erst ab 22 Uhr Regen vorausgesagt. Das passt gut und daran halten wir uns", sagte Organisator Robert Becker kurz vor dem Start lachend. Beim „Vorlauf" über 2,5 Kilometer klappte das noch bestens. Bei perfekten Bedingungen rannte Markus Speckmann vom Herzebrocker Unternehmen Steinel nach 8:54 Minuten als Erster ins Ziel. „Ich wollte Attacke laufen – das ist mir gelungen", sagte der Sieger zufrieden. Dabei war die Kurzstrecke für ihn nur ein leichtes Aufwärmprogramm: „Gleich laufe ich mit meinen Kollegen noch die fünf Kilometer." Doppelschicht sozusagen. Als es dann über zwei Runden auf die 5-Kilometer-Strecke ging wurde schnell klar, dass der Sieg auch in diesem Jahr nur über Patrick Böhme führen würde. Der Bielefelder hatte bereits im Vorjahr beim Firmenlauf triumphiert und war auch anno 2019 nicht zu stoppen. Nach 14:36 Minuten flog der 31-Jährige, der in Gütersloh aus alter Freundschaft für „Olafs Laufladen" startete, förmlich ins Ziel. Vor Jahresfrist hatte er noch 15:07 Minuten gebraucht. „Ich bin von Anfang an auf Sieg gelaufen", sagte er und lobte die „tolle Stimmung". Bereits nach 500 Metern hatte er sich abgesetzt – und war dann nicht mehr aufzuhalten. Auch nicht von Julian Borgelt (Safe T Service, sonst DJK Gütersloh), der als Zweiter mit seinen 15:12 Minuten satte 36 Sekunden länger unterwegs war. „Patrick war zu schnell für mich, aber sonst bin ich zufrieden", sagte er. Der 19-Jährige, der wie alle anderen aus der schnellen Garde in der zweiten Runde Slalom durch die überrundeten Starter laufen musste, war zunächst gemeinsam mit Jonas Barwinski unterwegs („Wir haben uns unterstützt"), später kam Tom Harder dazu. „Auf den letzten 400 Metern war dann klar, dass ich wegen meiner besseren Sprintfähigkeiten schneller bin", so Borgelt, der sonst auf den 800 und 1.500 Metern zu Hause ist. Weil aber Harder (15:19 Min.) Dritter und Barwinski (15:23 Min.) Vierter wurden und beide das gleiche Trikot wie der Sieger trugen, ging der erste Platz in der Teamwertung – hier werden immer drei Läufer gezählt – klar an „Olafs Laufladen". Bei den Frauen liefen indes Silvia Noya Crespo (Bertelsmann) und Carla Habighorst (Jugendzentrum Westside) nach 18:01 Minuten Hand in Hand als gemeinsame Siegerinnen durch den Zielbogen. „Das ist eine schöne Veranstaltung. Leider hatte ich Probleme mit der Luft", sagte Habighorst. Doch was ist das Besondere am Firmenlauf? „Es macht Spaß, gemeinsam im Team zu laufen. Und es geht locker zu", findet Lisa Wendt vom Kreis Gütersloh. Ihr war wie den meisten ihre gelaufene Zeit an diesem Abend völlig egal. Das ist sonst anders: „Ich bereite mich gerade auf den Hamburg Marathon 2020 vor. Das ist ganz viel Arbeit." Der Firmenlauf Gütersloh ist dagegen ganz viel Entspannung.

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