Heimsieg: Bei seinem ersten Triumph beim Marienfelder Klosterlauf war Pierre Danelak eine Klasse für sich. - © Henrik Martinschledde
Heimsieg: Bei seinem ersten Triumph beim Marienfelder Klosterlauf war Pierre Danelak eine Klasse für sich. | © Henrik Martinschledde

Harsewinkel Marienfelder Klosterlauf: Starkes "Heimspiel" von Pierre Danelak

31-jähriger Marienfelder ist schnellster von 347 Teilnehmern am 13. Klosterlauf

Harsewinkel. Ein Lokalmatador drückte dem 13. Marienfelder Klosterlauf am Mittwochabend seinen Stempel auf. Pierre Danelak gewann das Rennen über 7,5 Kilometer in beeindruckender Weise und meldete damit Ambitionen auf den Gesamtsieg in der sechsteiligen Serie um den Volksbanken-Nightcup an. Der Cup, mit 330 Teilnehmern mehr als ausgebucht, startete mit einer Rekordbeteiligung: Nachdem sie sich in langen Schlangen vor dem Meldeschalter „warmgestanden" hatten, liefen in Marienfeld zur Freude von Veranstalter Robert Becker 347 Teilnehmer über die Startlinie. Bevor der für die SV Brackwede startende Pierre Danelak selbst auf die Rennstrecke ging, feuerte er seine beiden Kinder Romy und Noah beim Spendenlauf (90 Teilnehmer) an. Die Achtjährige schaffte 19 Runden, der Fünfjährige 15. Bestaunt von Ehefrau Laura und Dackel Caruso („Den melden wir demnächst mal für ein Dackelrennen an") legte der 31 Jahre alte Familienvater anschließend ein starkes Solo auf die Piste. Schon nach einer von drei Runden (7:54 Min.) hatte er 38 Sekunden Vorsprung und die ersten Hobbyläufer überrundet. Am Ende siegte er überlegen in 23:45 Minuten vor Murat Bozduman (LG Burg Wiedenbrück, 25:42 Min.) und Thorsten Krüger (SV Brackwede, 25:57 Min.). „Ich habe schon beim Einlaufen gemerkt, dass mir ein 3:20-er Tempo extrem leicht fällt", erklärte der Marienfelder seine zurecht so hoch gewählte Anfangspace. Danelaks beim Zieleinlauf herausgeschriene Freude war auch deswegen so groß, weil er ein schmerzfreies Comeback feierte. Nach zehnwöchiger Pause wegen Problemen mit dem Iliosakralgelenk hatte er sich erst langsam wieder ans Laufen herantasten müssen. „Ich dachte mir, zuhause ist der richtige Ort, um zurückzukehren", sagte er. Zwar hat er sich erstmals für den Nightcup angemeldet, doch sein Focus gilt bereits jetzt dem Berlin-Marathon im September. „Danach will ich versuchen, eine 32-er Zeit über zehn Kilometer zu laufen." Bisher steht die Bestmarke bei 33:24 Minuten. Schnellste Frau war Victoria Willcox-Heidner vom LC Solbad. Die 45-Jährige, eine frühere deutsche Spitzenläuferin, siegte nach 29:10 Minuten und strahlte nach längerer Wettkampfpause: „Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht." Mit Ilona Pfeiffer folgte eine noch prominentere Vereinskollegin auf Rang zwei (29:44 Min.). Dritte wurde Nadine Serafinowski vom TSVE Bielefeld mit 30:32 Minuten. Die Siege im Schülerlauf über zirka 1,2 Kilometer (30 Teilnehmer) gingen an die SV Brackwede. Bei den Jungen gewann der zwölfjährige Gustav Lewandowski in 4:03 Minuten vor dem Marienfelder Levin Becker (4:04 Min.) und Kalle Herzog (DJK Gütersloh, 4:17 Min.). Schnellstes Mädchen war Jule Krüger mit 4:26 Minuten.

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