Organisationsteam: Guido Kölling, Philipp Rother, Thomas Klemm, Heike Briese, Jürgen Macke und Norbert Windau (v.l.) fiebern der 7. Auflage des Wiedenbrücker Staffelmarathons entgegen. - © Wolfgang Temme
Organisationsteam: Guido Kölling, Philipp Rother, Thomas Klemm, Heike Briese, Jürgen Macke und Norbert Windau (v.l.) fiebern der 7. Auflage des Wiedenbrücker Staffelmarathons entgegen. | © Wolfgang Temme

Rheda-Wiedenbrück Fürst feuert Startschuss im eigenen Garten ab

7. Wiedenbrücker Staffelmarathon läuft am 7.7. auf optimierter Strecke rund ums Schloss Rheda

Gibt es ein besseres Datum für die siebte Auflage einer Veranstaltung als den siebten Tag im siebten Monat? Das dachte sich auch die LG Burg Wiedenbrück und verlegte ihren sonst immer Ende Juni stattfindenden Staffelmarathon 2019 auf Sonntag, den 7. Juli. Dabei nahmen die Organisatoren („Das Datum ist leichter eingängig und ein kleiner Marketing-Gag“) bewusst in Kauf, dass sie damit in relative Konkurrenz zu zwei anderen heimischen Veranstaltungen treten: Am Freitagabend zuvor findet in Gütersloh der „Lauf im Park“ der LWL-Klinik statt, und am Samstagnachmittag heißt es im Stadtpark „Gütersloh läuft“. Dass sich bis jetzt bereits 45 Staffeln angemeldet haben, wertet Philipp Rother als Bestätigung für die Terminwahl: „Ich gehe davon aus, dass sich das noch enorm nach oben entwickelt und wir wieder die Zahl der letzten Jahre erreichen.“ Nachdem 2017 die Rekordmenge von 94 Teams teilnahm, waren es im Vorjahr 76 Staffeln. Die LG Burg schielt aber weder was die Größe noch was die Siegerzeit angeht auf eine neue Bestmarke. Ihr liegt daran, den Charakter der Veranstaltung als ein von der Atmosphäre getragenes Breitensportevent, das die gesamte facettenreiche Laufszene genießen kann, zu wahren. „Wir freuen uns über schnelle Leute, aber das Schöne ist die bunte Mischung“, sagt Martin Masjosthusmann von der LG Burg. Sechs Mal funktionierte das hervorragend. „Dass das so eine tolle Veranstaltung werden würde, war nicht vorherzusehen“, schwärmt auch Jürgen Macke von der Autozentrale Thiel, die von Anfang an als Hauptsponsor mitläuft, vom Staffelmarathon. Lob gibt es auch von der Stadt Rheda-Wiedenbrück: „So viele Menschen generationsübergreifend in Bewegung zu bringen, schaffen wir sonst nur beim Familiensportabzeichen“, staunt Guido Kölling vom Sportamt. Die Idee des auf einer zirka 2.000 Meter langen Runde gelaufenen Staffelmarathons ist so einfach wie faszinierend: Teams von minimal vier bis maximal sieben Läufer teilen sich die Distanz von 42,195 Kilometer. Einzige Bedingung: Jedes Teammitglied muss mindestens eine Runde laufen, und die Übergabe des Staffelstabs muss in der Wechselzone stattfinden. Der Fantasie bei den Namen ist dabei keine Grenze gesetzt. Neben Vereins- und Firmenstaffeln sind auch in diesem Jahr wieder die Kellerkinder Batenhorst und die „Volksfront von Judäa“ (mit Weibsvolk) dabei. Angemeldet hat sich auch schon ein Team mit besonderem Durchhaltewillen namens „Schmerzen sind Kopfsache“. Ausgeschrieben sind die üblichen acht Wertungsklassen (Männer, Frauen, Mixed, Jugend, Senioren, Firmen) sowie eine neue Kategorie. „Als besonderes Schmankerl suchen wir die schnellste Schule des Kreises Gütersloh“, sagt Philipp Rother mit der Hoffnung auf große Resonanz. Nachdem die Veranstaltung im Vorjahr kurzfristig aus der Wiedenbrücker Flora Westfalica in den Rhedaer Schlosspark umziehen musste, gelang es nun, den neuen Kurs zu optimieren. „Die Engstelle mit dem Begegnungsverkehr an Start und Ziel im Rosengarten ist jetzt beseitigt“, nennt Streckenchef Norbert Windau die wichtigste Änderung. Weil die Runde auch etwas anders durch das Areal rund um das Schloss geführt wird, ist Windau überzeugt: „Die Strecke hat optisch noch mal einen Kick bekommen.“ Neben diesem Spielraum ist die LG Burg auch froh, dass Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg um 10 Uhr morgens erneut den Startschuss abfeuert. „Der Standort ist etwas Besonderes – auch für die Zuschauer“, stellt Heike Briese, Mitarbeiterin der Fürstlichen Kanzlei, einen weiteren Pluspunkt der Veranstaltung heraus. Anmeldungen sind noch bis zum 17. Juni über die Homepage möglich (www.staffelmarathon-wiedenbrueck). Neben Preisgeldern und Trophäen gibt es auch einen Zufallspreis zu gewinnen: Unter allen Teilnehmern wird eine Staffel ausgelost, die auf Kosten des Sponsors die „Autostadt“ in Wolfsburg besuchen kann.

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