Harsewinkel Erstes "Endspiel" für die TSG Harsewinkel

Handball: Der Oberligist empfängt heute um 20 Uhr den Soester TV. Volle Halle soll den Vorletzten zu "Big Points" im Kampf um den Klassenerhalt pushen

Harsewinkel. Das fünftletzte Saisonspiel des Handball-Oberligisten TSG Harsewinkel gegen den Soester TV am heutigen Freitag ist für Manuel Mühlbrandt "das erste Abstiegs-Endspiel". Der Trainer des Tabellenvorletzten (10:32 Punkte, 525:634 Tore) strebt gegen den Rangfünften "zwei Bonuspunkte" an, um den TuS Möllbergen (12:30, 492:564) in der Endabrechnung wie erhofft hinter sich lassen zu können. "Verlassen kann ich mich auf unsere Zuschauer, denn die Halle wird wieder rappelvoll sein", stellt Mühlbrandt fest. "Aber dafür sorgen, dass der Funke von der Tribüne überspringt und die Leute uns wie gegen Hemer und Schalke zum Sieg pushen, das müssen meine Jungs schon selber." Bei der letzten Heimniederlage gegen die Sf Loxten (26:33) und auch nach dem bitteren 20:21 beim direkten Konkurrenten Möllbergen vorige Woche vermisste der Coach den letzten Biss, den unbedingten Willen das Tor machen und das Spiel auf jeden Fall gewinnen zu wollen. Weil die TSG deshalb ständig in Rückstand lag, sei auch der Anhang nicht voll auf Touren gekommen. Verbesserung der Deckungsarbeit "Wir haben zu viele klare Wurfchancen ausgelassen, und uns zu viele Fehlpässe erlaubt, weil wir zu oft den einfachen Weg gehen wollen und quer spielen, statt steil und direkt in die gegnerische Deckung zu stoßen", analysierte Mühlbrandt und predigte das seinen Spielern an den Trainingsabenden in dieser Woche - wieder einmal. Was dem Coach Hoffnung gibt, dass die Botschaft doch noch ankommt, ist die Verbesserung der Deckungsarbeit im Saisonverlauf. Tatsächlich standen die Harsewinkeler ja auch in Möllbergen - vor allem in der zweiten Halbzeit, als sie auf einen offensiven 5:1-Verband umgestellt hatten - gut. "Und bei 21 Gegentoren, davon nur sechs nach der Pause, kannst du ja auch durchaus mal auswärts gewinnen", findet Mühlbrandt. Um die Deckung des Soester TV (24:18 Punkte, 607:585 Tore) zu knacken, müssen die Rückraumspieler der TSG Harsewinkel heute besser funktionieren. Zuletzt hing nämlich wieder einmal fast alles an den Bröskamp-Brüdern Sven und Florian. Während Niko Krspogacin in Möllbergen seine Nervosität nicht in den Griff bekam, traute sich Jonas Kalter zu wenig zu. Mit dem nach seiner Erkrankung wieder ins Training eingestiegenen Benny Doherty gibt es gegen Soest zumindest eine weitere Wechselalternative und die Möglichkeit, die hohe Belastung auf fünf Distanzwerfer zu verteilen. Für den Soester TV ist die Saison gelaufen Für den Soester TV, der sich im Hinspiel mit 40:32 gegen in der Schlussphase neben sich stehenden Harsewinkeler durchsetzte, ist die Saison im Prinzip gelaufen. Bei 14 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter LiT Tribe Germania hat das Team von Trainer Martin Denso, der im Dezember den Ex-Verler Sören Hohelüchter ablöste, jedenfalls nichts mehr mit dem angestrebten Aufstieg in die 3. Bundesliga zu tun. Um dieses Ziel langfristig zu erreichen, will Teammanager Marsel Tonneau den Soester Handball nun "breiter aufstellen". Deshalb soll in der neuen Saison Michael Jankowsky zusammen mit Spielertrainer Max Loer das Team coachen. Aktuell zeichnet der lange im Nachwuchsbereich des TuS N.-Lübbecke aktive Gütersloher noch für die A-Jugend verantwortlich. In den letzten Wochen lieferte der TV Soest sehr unterschiedliche Ergebnisse ab. Dem 34:25-Sieg bei den Sf Loxten folgten Niederlagen gegen Möllbergen (24:26) und in Mennighüffen (22:35). "So ist das halt, wenn in der Schlussphase der Saison Spieler ausfallen und viel ausprobiert wird", sagt Mühlbrandt und stellt fest: "Bei voller Kapelle spielt in Soest aber eines der Spitzenteams der Liga."

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