Gütersloh Wasserballer warten seit drei Spielzeiten auf ihren ersten Sieg

Die 2015 neuformierte Mannschaft des Gütersloher Schwimmvereins hat noch keine Partie gewonnen, spielt aber unverdrossen weiter und wird besser. Heute kommt die SG Bielefeld in die Welle

Gütersloh. Sich nicht unterkriegen zu lassen, ist zwar beim Wasserball schon von der Natur der Sache her eine Grundvoraussetzung. Die schwimmenden Handballer des Gütersloher SV leben diese Eigenschaft jedoch besonders eindrucksvoll. Mittlerweile spielen sie bereits ihre dritte Saison in der Bezirksklasse Ostwestfalen nach dem Neuaufbau der Mannschaft 2015, haben aber immer noch keinen Punkt geholt und legen sich trotzdem unverdrossen und mit großer Freude ins Zeug. "Wann wir zum ersten Mal gewinnen werden? Gute Frage", sagt Andreas Lüdke. "Im letzten Spiel beim Paderborner SV waren wir schon ganz dicht dran und haben nur mit 8:12 verloren", berichtet der Trainer des GSV-Teams, dass er sich immer noch mit kleinen Fortschritten zufrieden geben muss. "Aber vielleicht haben wir ja schon am heutigen Donnerstag im Heimspiel gegen die SG Bielefeld II in der Welle das so herbeigesehnte Erfolgserlebnis", hofft der Trainer. Dass seine Truppe "reif für den ersten Sieg nach über vierzig Niederlagen" ist, steht für Lüdke außer Frage. "Denn unsere Steigerung ist ja offensichtlich." Allerdings müsste es nun auch mal gelingen, so eine Leistung wie in Paderborn gegen Gegner wie Oeynhausen oder eben Bielefeld ins Wasser zu bringen, findet der GSV-Coach bei einem Blick auf die Tabelle. Tatsächlich weist die den GSV zwar mit 0:12 Punkten und 25:118 Toren als Schlusslicht, aber eben keineswegs als abgeschlagen, aus. Bad Oeynhausen (0:10) und Bielefeld II (4:4) sind jedenfalls nicht so ganz weit weg. Warum die Gütersloher Wasserballer so viel Lehrgeld zahlen müssen, erklärt Lüdke mit der fehlenden Erfahrung seiner vielen jungen Spieler. "Schwimmerisch bringen zwar gerade unsere Quereinsteiger aus dem Schwimmerlager Topvoraussetzungen mit, aber in Sachen Ballfertigkeit und Taktik gilt es noch viel nachzuholen." Allerdings muss Lüdke seinen Jungs auch immer wieder ins Gewissen reden. "Auf dem Papier stehen zwar 15, 16 Spielernamen, aber beim Training donnerstags in der Welle habe ich zu selten alle zusammen, um üben zu können, wie man sich gegen erfahrene Gegner verhält." Doch dafür sei es halt vonnöten, nicht nur gut und schnell schwimmen zu können, sondern auch zu wissen wann und wohin. Und noch eine Steigerung müsste die Zeit bringen, erklärt der GSV-Coach. "Spieler wie Joshua Offers oder Marvin Zippert, der mit fünf Toren in Paderborn endlich mal seine Wurfqualitäten eingebracht hat, können zwar locker mithalten, aber auch ihnen fehlt es oft noch an Körperkraft, um sich vor dem Tor durchzusetzen." Gleichwohl sind Lüdke und Torwart Thomas Köhler (57), der als einziger Spieler des alten GSV-Teams übrig geblieben ist, überzeugt: "Der erste Sieg ist fällig."

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