Langenberg

Tom Harder trotzt beim Langenberger Volkslauf Regen und Sturm

21-jähriger Verler gewinnt über 11 Kilometer

Wolfgang Temme
11.03.2019 | 11.03.2019, 06:00
Siegertrio: Tom Harder (Mitte) hatte Claas Bradler (r.) und Murat Bozduman (l.) nicht nur im Ziel, sondern auch auf der Strecke im Griff. - © Wolfgang Temme
Siegertrio: Tom Harder (Mitte) hatte Claas Bradler (r.) und Murat Bozduman (l.) nicht nur im Ziel, sondern auch auf der Strecke im Griff. | © Wolfgang Temme

Langenberg. Zum 28. Mal wurde die Veranstaltungssaison der Volksläufe im Gütersloher Südkreis am Samstag vom TV Langenberg eröffnet. Nur selten waren die äußeren Bedingungen aber so unwirtlich wie diesmal. Unmittelbar vor dem Startschuss zum Hauptlauf über 11 Kilometer begann es zu stürmen und zu schauern, so dass der hügelige Weg ins Ziel zu einer echten Durchhalteprüfung wurde. 115 Teilnehmer bestanden sie, und die meisten von ihnen fanden es schön. "Das Wetter war top", strahlte beispielsweise der nach 39:36 Minuten klitschnass als Dritter einlaufende Murat Bozduman von der LG Burg Wiedenbrück. Und der siegreiche Tom Harder befand sogar: "Ich mag solche Bedingungen, das pusht mich noch mehr."

Der 21-jährige Verler, der für die SV Brackwede läuft, hatte sich nach fünf Kilometern aus der Spitzengruppe abgesetzt und kämpfte alleine gegen Wind und Wetter. Er schrieb den Bedingungen aber keinen allzu großen negativen Einfluss auf seine Zeit von 38:14 Minuten zu: "Der Gegenwind hat nicht so stark gebremst, wie der Rückenwind geschoben hat." Nachdem er im Dezember als Sechster des Wiedenbrücker Christkindllaufes seine 10-Kilometer-Bestzeit auf 34:06 Minuten verbessert hatte, bremsten ihn mehrfach Erkältungen, Allergien und Verletzungen. Jetzt hofft er, die Durststrecke überwunden zu haben und sich ungestört auf den Frühjahrshöhepunkt vorbereiten zu können - den Hermannslauf am 28. April.

"Der Gegenwind hat nicht so stark gebremst, wie der Rückenwind geschoben hat" 

Dort will auch Claas Bradler wieder dabei sein. Der 35-Jährige Hawaii-Ironman von TriSpeed Marienfeld wurde mit 39:17 Minuten Zweiter, obwohl er noch den Luisenturmlauf (21,1 km) in den Beinen hatte, bei dem er sechs Tage zuvor Achter geworden war. Auf seiner Uhr fehlten allerdingsein paar Meter. Die sparte Bradler ungewollt ein, weil kurz vor dem Ziel ein Streckenposten seinen Platz verlassen hatte und er falsch abbog. Murat Bozduman hätte aber keine Chance gehabt, den Rückstand aufzuholen. "Ich habe meinen dritten Platz abgesichert und bin sehr zufrieden", sagte der 35-Jährige Wiedenbrücker.

Schnellste Frau war die 41-jährige Sandra Bettermann-Ricke vom TSVE Korbach mit 48:55 Minuten. Rang zwei holte sich die Wiedenbrückerin Ulrike Landwehrjohann (LV Oelde, 54:52 Min.) mit einer Sekunde Vorsprung vor Andrea Schmidt von der LG Burg Wiedenbrück.

Der 5-Kilometer-Lauf (202 Finisher) war eine klare Angelegenheit für Ferhad Sino von der DJK Gütersloh. Der 23-Jährige gewann mit 17:28 Minuten vor dem Hamburger Thor Hinnerk Meyer (18:28 Min.) und dem Gütersloher Caner Göcer (18:47 Min.). Bei den Frauen gewann die ebenfalls für die DJK Gütersloh startende Langenbergerin Maren Wortmann (20) mit 21:58 Minuten. Zweite wurde mit 22:34 Minuten die erste 14-jährige Sarah Dammann (LG Burg Wiedenbrück), die von ihrem Vater Klaus Dammann begleitet wurde.