Körperbeherrschung: Milidija Usopova vom TV Isselhorst zeigte bei der Gaumeisterschaft nicht nur, dass sie mit dem Reifen umgehen kann. Die Sportgymnastinnen bändigte auch Ball und Band. - © Henrik Martinschledde
Körperbeherrschung: Milidija Usopova vom TV Isselhorst zeigte bei der Gaumeisterschaft nicht nur, dass sie mit dem Reifen umgehen kann. Die Sportgymnastinnen bändigte auch Ball und Band. | © Henrik Martinschledde

Gütersloh Rhythmische Sportgymnastik: Hohes Niveau bei der Gaumeisterschaft

Milidija Usupova vom TV Isselhorst und Sukejna Céric vom TuS Friedrichsdorf siegen überzeugend

Kristina Scheibner
20.02.2019 | Stand 19.02.2019, 18:56 Uhr

Gütersloh. Mit gut 60 Teilnehmerinnen war die Meisterschaft des Turngaus Minden-Ravensberg in der Rhythmischen Sportgymnastik eine der größten in Westfalen. Nach vielen guten Leistungen qualifizierten sich am Sonntag in der Friedrichsdorfer Sporthalle "Alte Ziegelei" 29 von ihnen für die nächst höheren Titelkämpfe auf westfälischer Ebene. Den Anfang machten die Gruppen. Bei den Schülerinnen setzte sich der TSVE Bielefeld durch und in der Freien Wettkampfklasse siegten die Mädchen des gastgebenden TuS Friedrichsdorf. Sie zeigten eine neue, moderne Choreographie mit fünf Bällen, punkteten vor allem bei den Gerätewechseln und qualifizierten sich ebenfalls für die westfälische Meisterschaft. Milidija Usupova siegt vor Annika Stenzel Die Gymnastinnen in der Freien Wettkampfklasse bestachen mit choreographisch und technisch anspruchsvollen Vorträgen. "Das hohe Niveau mit überwiegend sehr sicheren Übungen freut mich sehr", stellte denn auch Gaufachwartin Verena Großeschallau fest. Nach den Übungen mit Reifen, Ball und Band standen gleich drei Gymnastinnen des TV Isselhorst auf dem Treppchen. Mit durchgängig hohen Werten für die gezeigten körper- und gerätetechnischen Schwierigkeiten siegte Milidija Usupova vor Annika Stenzel, der bei der Reifenübungen einige Geräteverluste unterlaufen waren. Zwei Zehntelpunkte dahinter folgte Isabell Grünwald. Besonders groß war das Starterfeld in der Schülerwettkampfklasse, in der das Seil den zehn- bis zwölf Jahre alten Gymnastinnen noch gehörig zu schaffen machte. Am saubersten kam Sukejna Céric vom TuS Friedrichsdorf durch diese Übung und auch ihre Choreographien ohne Handgerät und mit dem Ball gefielen. Da Céric zudem hohe Körperschwierigkeiten zeigte, gewann sie mit 22,550 Punkten deutlich vor Ela Tuncer (19,450) und Amelia Sigda (16,650) vom TSVE Bielefeld. Platz vier sicherte sich die Isselhorsterin Türkan Budak (16,00). Heimspiel für die Gütersloher Turnerinnen In der Juniorenwettkampfklasse belegten vier Gymnastinnen des TSVE Bielefeld die ersten Plätze. Beste Starterin aus dem Turnbezirk Kreis Gütersloh war Melissa Schneider vom GTV. Sie punktete vor allem bei ihrer Reifenübung mit einer sauberen und sicheren Ausführung. Damit glich sie die Punktabzüge bei ihrer Bandübung aus. Mailin Smieja vom TV Verl sicherte sich als Sechste ebenfalls das Startrecht für den nächst höheren Wettkampf. Bei der Westfalenmeisterschaft, die am 16. und 17. März in Verl ausgetragen wird, haben die Turnerinnen aus dem Kreis Gütersloh erneut ein Heimspiel. Verena Großeschallau sieht aber nicht nur deshalb gute Chancen: "Überwiegend sind die Gymnastinnen schon gut vorbereitet", findet die Fachwartin. "In den jüngeren Altersklassen sieht man zwar noch Probleme mit den neuen und schwierigen Geräten Seil und Band, aber noch bleiben ja vier Wochen, um die Choreographien zu verbessern."

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