Matchwinner: Torhüter Johnny Dähne und Rückraumspieler Niko Krspogacin hatten am Samstagabend besonders großen Anteil am unverhofft klaren Sieg der TSG Harsewinkel beim TuS Ferndorf II. - © Henrik Martinschledde
Matchwinner: Torhüter Johnny Dähne und Rückraumspieler Niko Krspogacin hatten am Samstagabend besonders großen Anteil am unverhofft klaren Sieg der TSG Harsewinkel beim TuS Ferndorf II. | © Henrik Martinschledde

Harsewinkel Erste Auswärtspunkte für Handball-Oberligist TSG Harsewinkel

Dähne und Krspogacin überragen in Ferndorf

Uwe Kramme
11.02.2019 | Stand 10.02.2019, 21:57 Uhr

Harsewinkel. So sehr Manuel Mühlbrandt nach dem 32:23-Auswärtscoup seiner TSG Harsewinkel am Samstag beim TuS Ferndorf II auch von einer "sensationellen Mannschaftsleistung" schwärmte: Der Trainer des Tabellenletzten in der Handball-Oberliga kam nicht umhin, zwei Spieler besonders herauszuheben: "Niko Krspogacin, der sagenhafte zwölf Tore erzielt hat, musste ich zwischenzeitlich vor sich selber schützen und auswechseln, so hat der aufgedreht", berichtete Mühlbrandt. "Und was Johnny Dähne nach der Pause gehalten hat, unglaublich. Unser Routinier hat da mal ganz unmissverständlich deutlich gemacht, dass er sich am Saisonende nach acht Jahren in Harsewinkel unbedingt als Oberligaspieler zum TV Werther verabschieden will." Die Chancen darauf stehen besser denn je. Zwar ist der Aufsteiger mit 8:26 Punkten immer noch Tabellenletzter. Er hat aber mit dem ersten Auswärtserfolg in dieser Saison zu den punktgleichen SuS Oberaden und TuS Möllbergen aufgeschlossen. Selbst der Tabellenelfte, der FC Schalke 04 (12:22), am Freitag der nächste Gast der TSG Harsewinkel, ist jetzt wieder in Schlagdistanz. "Wir haben so oft davon gesprochen, dass wir auch als unerfahrener Neuling in dieser Oberliga nicht chancenlos sind, wenn wir unser Potenzial ausreizen. Aber das auch zu tun, ist noch einmal etwas ganz anderes", jubelte Mühlbrandt als der zweite Sieg in Folge nach dem 29:28 gegen HTV Hemer unter Dach und Fach war. Mühlbrandt mit klarer Ansage in der Halbzeitpause Allerdings musste der Coach in der Pause ein bisschen nachhelfen. "In der 1. Halbzeit hatten wir zwar 17 Tore geworfen, was sehr in Ordnung war. Aber wir hatten auch 17 Treffer kassiert, was gar nicht ging." Mühlbrandt berichtete von einer ganz klaren Ansage ("Hier gewinnt, wer den Sieg mehr will") in der Kabine. Und nach dem Wiederanpfiff stand die Deckung tatsächlich und ließ nur noch sechs Gegentreffer zu - den ersten nach achteinhalb Minuten. Da stand es durch drei Krspogacin-Kracher aber schon 20:17 für die Gäste, die ihre Führung bis zur 44. Minute auf 24:19 erhöhten. Kurz darauf kassierte Malik St. Claire in einer Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten, "eine berechtigte Rote Karte", so Mühlbrandt. Der TSG-Coach befürchtete natürlich sofort einen Bruch im Spiel seines Teams. Aber einmal im Spiel, ließ sich seine Mannschaft von der Zweitligareserve, die mit 14:20 Punkten als Tabellenachter auch noch nicht endgültig gesichert ist, nicht mehr aufhalten lassen. "Auf der langen Heimfahrt und auch noch danach haben die Jungs dann so richtig Party gemacht", schilderte Manuel Mühlbrandt die ausgelassene Stimmung: "Aber das durften sie auch, denn wir haben jetzt das Momentum auf unserer Seite. Im Training werde er sie schon wieder runterholen. "Dieser Sieg ist nur etwas wert, wenn wir jetzt gegen Schalke nachlegen." TSG Harsewinkel: Schröder, Dähne - S. Bröskamp (4), Krspogacin (12), Braun (2), Kalter (2), Schmeckthal (1), St. Claire (1), Brown, F. Bröskamp (5), Pelkmann (2), Schüpping (3), Kreismann.

realisiert durch evolver group